
Nach Autor Joshua Hardwick
Former Head of Content bei Ahrefs
Die berühmt-berüchtigten „200 Google-Ranking-Faktoren“ geistern seit Jahren durch die SEO-Welt. Mal werden sie als unumstößliche Wahrheit verkauft, mal um ein paar weitere ergänzt. Dabei gibt es bis heute keine offizielle, vollständige Liste. Was also zählt wirklich?
Wir bringen Licht ins Dunkel: mit 10 wichtigen Ranking-Faktoren, einer klaren Unterscheidung zwischen bestätigten Signalen und begründeten Vermutungen und ein paar SEO-Mythen, die sich erstaunlich hartnäckig halten.
Google-Ranking-Faktoren sind Signale, mit denen Google die Relevanz und Qualität von Webseiten für eine Suchanfrage bewertet. Dazu gehören beispielsweise Backlinks, die Suchintention und die Ladegeschwindigkeit. Google selbst spricht in seinem Ranking Systems Guide von Ranking-Systemen, die verschiedene Signale nutzen, um Suchergebnisse auszuwählen und zu sortieren.
Allerdings bestätigt Google längst nicht jeden vermuteten Ranking-Faktor offiziell. Viele Erkenntnisse stammen aus Studien, Korrelationen und praktischer SEO-Erfahrung. Deshalb unterscheiden wir im Artikel zwischen zwei Kategorien:
🟢 bestätigt: Der Faktor ist durch eine offizielle Aussage von Google oder Dokumentation belegt.
🟡 stark vermutet: Es gibt Indizien oder praktische Erfahrungen, aber keinen eindeutigen offiziellen Beleg.
Backlinks gehören zu den am besten belegten Google-Ranking-Faktoren. Bereits 2016 bezeichnete Googles Andrey Lipattsev in einem öffentlichen Q&A Links und Content neben RankBrain als die drei wichtigsten Ranking-Signale.
Seitdem hat sich Googles Algorithmus weiterentwickelt. Backlinks spielen aber weiterhin eine Rolle, wenn auch weniger stark als noch vor ein paar Jahren. Das bestätigt Google auch im aktuellen Leitfaden zu Ranking-Systemen, der PageRank nach wie vor als Bestandteil seiner Ranking-Systeme aufführt.
Wie stark Backlinks das Ranking beeinflussen, lässt sich allerdings nicht pauschal sagen. Unsere Ahrefs-Studie mit über einer Milliarde Webseiten zeigt einen positiven Zusammenhang zwischen verweisenden Domains und organischem Suchtraffic. Das ist jedoch eine Korrelation, kein Beweis für einen direkten Ursache-Wirkungs-Zusammenhang.
Entscheidend ist aber nicht nur die Anzahl deiner Backlinks, sondern auch deren Relevanz und Autorität.
Stell dir vor, du suchst das beste italienische Restaurant in deiner Stadt. Du fragst zwei Freunde: einen Koch und einen Tierarzt. Wem würdest du eher vertrauen? Wahrscheinlich dem Koch. Bei Hundefutter wäre es umgekehrt.
Bei Backlinks ist es ähnlich. Ein Link von einer thematisch passenden Website ist meist aussagekräftiger als einer von einer völlig fachfremden Seite.
Im Backlinks-Bericht des Ahrefs Site Explorers kannst du prüfen, welche Seiten auf dich verlinken. Achte dabei besonders auf den Ankertext und den thematischen Zusammenhang.
Nicht jeder Backlink ist gleich viel wert. Neben der thematischen Relevanz spielt auch die Stärke der verlinkenden Seite eine Rolle.
Google nutzt dafür unter anderem PageRank. Der Algorithmus bewertet Links zwischen Webseiten, um deren relative Bedeutung einzuschätzen. Aktuelle PageRank-Werte veröffentlicht Google allerdings nicht.
Bei Ahrefs nutzen wir deshalb zwei eigene Metriken als Orientierung:
Randbemerkung
DR und UR sind keine Google-Ranking-Faktoren. Sie helfen dir, Linkprofile zu vergleichen, sagen aber nicht direkt voraus, wie gut eine Seite rankt.
Im Ahrefs Site Explorer kannst du diese Werte zusammen mit den verweisenden Domains und dem geschätzten organischen Traffic prüfen.
Konzentriere dich auf Links von thematisch passenden, vertrauenswürdigen Websites. Ein hoher DR-Wert allein macht eine Seite noch nicht zur guten Linkquelle. Am besten funktioniert das mit Inhalten, die andere freiwillig verlinken möchten. Dazu gehören beispielsweise eigene Studien, kostenlose Tools oder besonders hilfreiche Ressourcen.
Wie du solche Möglichkeiten findest und hochwertige Backlinks aufbaust, zeigen wir dir Schritt für Schritt in unserem Backlink-Guide.
Ist ein Artikel von gestern automatisch besser als einer von 2022? Natürlich nicht. Sonst hätten zeitlose Anleitungen bei Google ziemlich schlechte Karten.
Google berücksichtigt die Aktualität von Inhalten vor allem dann, wenn sie für die Suchanfrage wichtig ist. Dafür gibt es eigene Aktualitätssysteme. Im SEO-Kontext begegnet dir dafür auch der Begriff Query Deserves Freshness (QDF).
Wie viel Frische eine Suchanfrage braucht, kann sich sogar mit der Zeit verändern. Google nennt selbst das Beispiel „Erdbeben“: Normalerweise sind allgemeine Informationen hilfreich. Nach einem aktuellen Erdbeben gewinnen dagegen neue Nachrichten an Bedeutung.
Für deine Inhalte lassen sich daraus drei typische Fälle ableiten.
Stell dir vor, du suchst nach „Bundestagswahl Umfragen“. Eine Analyse aus dem Jahr 2021 hilft dir bei der aktuellen politischen Lage wenig.
Hier erwarten Suchende neue Zahlen, Entwicklungen und Einschätzungen. Entsprechend können aktuelle Nachrichten und frisch veröffentlichte Inhalte besonders relevant sein.
Das gilt auch für Themen wie Software-Updates, neue Gesetze oder aktuelle Sportergebnisse. Sobald sich die Fakten ändern, können ältere Inhalte schnell ihren Nutzen verlieren.
Bei „bester Bürostuhl“ sieht es etwas anders aus.
Ein Vergleich von vor zwei Jahren kann durchaus hilfreich sein. Aber was, wenn inzwischen neue Modelle erschienen sind? Oder der damalige Testsieger gar nicht mehr erhältlich ist? Hier kommt es weniger auf das Veröffentlichungsdatum an. Entscheidend ist, ob die Empfehlungen noch stimmen.
Ein älterer, regelmäßig gepflegter Ratgeber kann deshalb nützlicher sein als ein neuer Artikel mit oberflächlichen Informationen.
Und dann wäre da noch „Krawatte binden“.
Der Windsor-Knoten funktioniert heute genauso wie vor zehn Jahren. Warum sollte Google eine hilfreiche Anleitung schlechter bewerten, nur weil sie älter ist? Solche Inhalte gehören zum Evergreen Content: Themen, die über lange Zeit relevant bleiben.
Das bedeutet nicht, dass du Evergreen Content nie wieder anfassen musst. Aber ein Update sollte einen echten Mehrwert bringen.
Bevor du einen Artikel überarbeitest, schau dir die aktuellen Top-Ergebnisse an. Sind viele Inhalte erst kürzlich erschienen? Werden regelmäßig neue Entwicklungen aufgegriffen? Oder ranken seit Jahren dieselben grundlegenden Anleitungen?
Das gibt dir erste Hinweise darauf, welche Erwartungen hinter der Suchanfrage stecken. Prüfe regelmäßig, ob deine Inhalte noch die beste Antwort auf die jeweilige Suchanfrage liefern. Ergänze neue Erkenntnisse, ersetze veraltete Beispiele und aktualisiere Zahlen, wenn sie nicht mehr stimmen. Bei zeitlosen Themen darf ein guter Artikel dagegen auch einfach gut bleiben.
Randbemerkung
Du kannst deinen Artikel natürlich von „2025“ auf „2026“ umdatieren. Wenn sich sonst nichts verändert hat, hast du allerdings nur die Jahreszahl aktualisiert. Google empfiehlt ausdrücklich, das Datum einer Seite nur bei wesentlichen Änderungen anzupassen.
Wem würdest du bei einer Frage zur Laufschuhwahl eher vertrauen? Einem spezialisierten Laufmagazin oder einer Website, die heute Laufschuhe testet und morgen Gartenzäune vergleicht?
Genau darum geht es bei Topical Authority, also thematischer Autorität. Eine Website beschäftigt sich intensiv mit einem Fachgebiet und zeigt, dass sie sich darin wirklich auskennt.
Google hat 2023 ein eigenes System zur Themenautorität vorgestellt. Es hilft dabei, fachkundige Quellen für nachrichtenbezogene Suchanfragen zu erkennen. Dabei berücksichtigt Google unter anderem die thematische Relevanz einer Publikation, ihre Originalberichterstattung und ihren Ruf.
Randbemerkung
Dieses bestätigte System bezieht sich ausdrücklich auf Nachrichten. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass Google jeder Website einen allgemeinen „Topical Authority Score“ zuweist.
Hier kommt auch E-E-A-T ins Spiel: Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness – also Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit.
Denn nur weil du zwanzig Artikel über ein Thema veröffentlicht hast, bist du nicht automatisch Experte. Entscheidend ist auch, ob deine Inhalte echte Erfahrung zeigen, fachlich fundiert sind und Vertrauen verdienen. Google erklärt in seinem Leitfaden zu hilfreichen Inhalten, wie diese Eigenschaften bei der Bewertung von Content berücksichtigt werden.
E-E-A-T ist dabei kein eigenständiger Ranking-Faktor mit einem festen Score. Es beschreibt vielmehr Eigenschaften, die Google bei hilfreichen, vertrauenswürdigen Inhalten besonders wichtig sind.
Trotzdem ist thematische Spezialisierung eine sinnvolle SEO-Strategie. Wenn du ein Thema aus verschiedenen Blickwinkeln behandelst, kannst du unterschiedliche Suchintentionen abdecken. Gleichzeitig helfen passende interne Links dabei, die Zusammenhänge zwischen deinen Inhalten deutlich zu machen.
Angenommen, du betreibst einen Online-Shop für Laufschuhe. Statt nur einen allgemeinen Ratgeber zu veröffentlichen, könntest du auch erklären, wie du die richtige Schuhgröße findest, welche Modelle sich für Anfänger eignen und wann Laufschuhe ausgetauscht werden sollten.
Diese Inhalte kannst du in einem Content Hub bündeln: Eine zentrale Übersichtsseite verlinkt auf passende Unterthemen, die wiederum miteinander verbunden sind.
Wie du solche Strukturen aufbaust, erklären wir ausführlicher in unserem Guide zu Content Hubs.
Mit dem Ahrefs Keywords Explorer kannst du außerdem herausfinden, welche Fragen und Unterthemen zu deinem Hauptkeyword gehören. Der Bericht Related terms ist dafür ein guter Ausgangspunkt.
Unsere Empfehlung
Versuche nicht, mit jedem halbwegs passenden Keyword Traffic einzusammeln. Konzentriere dich auf Themen, zu denen du echte Expertise beitragen kannst. Und verbinde deine Inhalte so, dass Leser leicht von einer Antwort zur nächsten finden.
Stell dir vor, du suchst nach „Kleider online kaufen“ und Google zeigt dir zehn Artikel über die Geschichte der Damenmode. Interessant vielleicht. Aber ziemlich weit weg von dem, was du eigentlich wolltest.
Genau darum geht es bei der Suchintention (Search Intent): Was möchte jemand mit einer Suchanfrage tatsächlich erreichen?
Google bestätigt in seiner Dokumentation zur Funktionsweise der Suche, dass die Relevanz zur Suchanfrage eine zentrale Rolle beim Ranking spielt. Eine Seite kann noch so gut geschrieben sein. Wenn sie die falsche Antwort liefert, wird sie es schwer haben.
Wer „Kleider online kaufen“ googelt, möchte Produkte entdecken und bestellen. Bei „Krawatte binden“ sieht es anders aus: Hier ist eine verständliche Anleitung gefragt, kein Online-Shop für Krawatten.
Aber wie erkennst du, was Google für dein Keyword als passend einstuft?
Am einfachsten schaust du dir die aktuellen Top-Ergebnisse an. Dabei helfen dir die „vier Is der Suchintention“: Inhaltsstil, Inhaltstyp, Inhaltsformat und inhaltlicher Blickwinkel.
Nicht jede Suchanfrage verlangt nach einer klassischen Webseite. Bei manchen Themen ist ein Video schlicht die bessere Antwort.
Nimm „iPhone Unboxing“. Wer danach sucht, möchte wahrscheinlich sehen, wie jemand das Gerät auspackt und vorführt. Ein langer Text kann dieses Erlebnis kaum ersetzen.
Wenn die Suchergebnisse überwiegend Videos zeigen, solltest du das bei deiner Content-Planung berücksichtigen. Mit einem reinen Blogartikel wird es hier vermutlich schwierig, weshalb du wahrscheinlich ein Video aufnehmen und optimieren solltest.
Die meisten Webseiten lassen sich einem von vier Inhaltstypen zuordnen: Blogbeitrag, Produktseite, Kategorieseite oder Landingpage.
Bei „Smartphone kaufen“ erwarten Suchende eine Auswahl verschiedener Geräte. Eine Shop-Kategorieseite passt dazu gut.
Wer dagegen „iPhone 17 kaufen“ sucht, hat sich bereits auf ein Modell festgelegt. Hier können konkrete Produktseiten die bessere Antwort liefern.
Der Unterschied klingt klein, kann aber entscheidend sein. Wenn Google für dein Keyword hauptsächlich Kategorieseiten zeigt, wird eine einzelne Produktseite vermutlich Schwierigkeiten haben.
Besonders bei informativen Suchanfragen spielt das Format eine Rolle. Dazu gehören beispielsweise Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Listenartikel, Tutorials, Nachrichten und Meinungsbeiträge.
Wer „Geldspartipps“ sucht, möchte wahrscheinlich mehrere konkrete Ideen. Ein Listenartikel bietet sich dafür an.
Bei „Zukunft des Bitcoin“ sieht es anders aus. Hier sind Analysen und Meinungsbeiträge naheliegend, weil niemand die weitere Entwicklung sicher vorhersagen kann.
Das heißt nicht, dass du erfolgreiche Formate blind kopieren solltest. Aber wenn neun von zehn Ergebnissen eine Liste mit Tipps liefern, hat das vermutlich einen Grund.
Zwei Artikel können denselben Inhaltstyp und dasselbe Format haben. Trotzdem trifft einer die Suchintention besser. Der Unterschied liegt oft im inhaltlichen Blickwinkel: dem Schwerpunkt, mit dem du ein Thema behandelst.
Bei „Golf spielen lernen“ suchen die meisten wahrscheinlich eine Einführung für Anfänger. Eine detaillierte Analyse komplizierter Schlagtechniken für Profis wäre hier eher fehl am Platz.
Achte deshalb auch auf Formulierungen wie „für Anfänger“, „kostenlos“, „einfach“ oder „Schritt für Schritt“. Sie verraten dir, welche Erwartungen hinter einer Suchanfrage stecken könnten.
Randbemerkung
Die Top-Ergebnisse sind keine Vorlage zum Abschreiben. Sie zeigen dir, was Suchende erwarten. Deine Aufgabe ist es, diese Erwartungen mindestens genauso gut zu erfüllen und idealerweise noch etwas draufzusetzen.
Sieh dir die Top 10 der Suchergebnisse für dein Zielkeyword an. Welcher Inhaltsstil, Inhaltstyp, welches Format und welcher Blickwinkel dominieren?
Im Ahrefs Keywords Explorer kannst du die aktuellen Suchergebnisse direkt untersuchen. Die Funktion Intention ermitteln hilft dir außerdem, die Suchabsicht hinter einem Keyword besser einzuschätzen.
Vergleiche anschließend die Ergebnisse mit deinem eigenen Content. Vielleicht brauchst du keinen komplett neuen Artikel. Manchmal reicht es, das Format anzupassen oder einen anderen Schwerpunkt zu setzen.
Beachte auch, dass eine Suchanfrage mehrere Intentionen haben kann. Wenn Google eine Mischung aus Ratgebern, Vergleichen und Produktseiten zeigt, gibt es möglicherweise keine einzige richtige Antwort.
Mehr dazu erfährst du in unserem ausführlichen Guide zur Suchintention.
Unsere Empfehlung
Triff zuerst die Suchintention, bevor du dich um die Feinheiten der Keywordoptimierung kümmerst. Der beste Ratgeber bringt dir wenig, wenn deine Zielgruppe eigentlich etwas kaufen möchte.
Google hat keinen eigenständigen Ranking-Faktor namens „inhaltliche Tiefe“ bestätigt. Im Leitfaden für hilfreiche Inhalte fragt Google allerdings ausdrücklich, ob Inhalte ein Thema umfassend und substanziell behandeln. Deshalb lohnt es sich, die Fragen abzudecken, die Suchende tatsächlich haben.
Dabei geht es nicht um die Textlänge. Ein Artikel mit 3.000 Wörtern kann weniger hilfreich sein als einer mit 800. Entscheidend ist, ob du die wichtigen Aspekte eines Themas behandelst und die Erwartungen deiner Leser erfüllst.
Nimm die Suchanfrage „beste Laufschuhe für Anfänger“. Die Suchintention verrät dir, dass die Leute Empfehlungen und Vergleiche suchen. Welche Informationen in einen hilfreichen Ratgeber gehören, findest du heraus, indem du die Top-Ergebnisse vergleichst.
Vielleicht fällt dir auf, dass viele Ratgeber konkrete Modelle empfehlen und erklären, für wen sie geeignet sind. Das ergibt Sinn: Wer gerade mit dem Laufen anfängt, möchte wissen, welche Schuhe infrage kommen und worin sie sich unterscheiden.
Auch Preise und unterschiedliche Preisklassen könnten regelmäßig auftauchen. Schließlich möchten Einsteiger wissen, wie viel sie für gute Laufschuhe ausgeben müssen und ob ein günstigeres Modell ausreicht.
Ein weiterer Anhaltspunkt sind die Google AI Overviews. Diese KI-generierten Übersichten erscheinen bei manchen Suchanfragen oberhalb der organischen Ergebnisse. Suche beispielsweise nach „Laufschuhe Anfänger Eigenschaften“. Die KI-Antwort kann dir zeigen, welche Aspekte Google aufgreift, etwa Dämpfung, Passform, Stabilität oder den Einsatzbereich.
Weitere Hinweise liefern dir die „Weitere Fragen“-Boxen in den Suchergebnissen. Dort findest du Fragen, die du möglicherweise noch nicht berücksichtigt hast.
Auch die ähnlichen Suchanfragen am Seitenende können interessante Unterthemen aufdecken.
Außerdem kannst du die Funktion Konkurrenzanalyse im Ahrefs Site Explorer nutzen. Sie zeigt dir, für welche Keywords vergleichbare Seiten ranken, deine eigene Seite aber nicht. Füge mehrere relevante Top-URLs ein und sieh dir die Keyword-Überschneidungen an. So entdeckst du möglicherweise Fragen und Unterthemen, die deinem Artikel noch fehlen.
Unsere Empfehlung
Schau dir die Top-Ergebnisse für dein Keyword an und notiere die wichtigsten wiederkehrenden Unterthemen. Ergänze relevante Fragen aus der KI-Übersicht, dem Bereich „Nutzer fragen auch“ und dem Content-Gap-Bericht. Decke ab, was Suchende wirklich wissen möchten, und streiche alles, was nur dazu dient, deinen Artikel länger zu machen.
Wie lange wartest du, bis du eine langsame Website wieder schließt? Wahrscheinlich nicht besonders lange. Und auch Google berücksichtigt die Ladegeschwindigkeit beim Ranking.
Bereits 2010 führte Google Page Speed als Ranking-Signal für die Desktop-Suche ein. Damals betraf das laut Google weniger als 1 % der Suchanfragen. Mit dem Speed Update von 2018 wurde die Ladegeschwindigkeit auch für mobile Suchanfragen zum Ranking-Faktor.
Google schränkte allerdings schon damals ein, dass das Update nur einen kleinen Teil der Suchanfragen und vor allem besonders langsame Seiten betreffen würde. Die Suchintention blieb wichtiger: Eine langsame Seite konnte weiterhin gut ranken, wenn sie besonders relevante Inhalte bot.
Das ist eine wichtige Unterscheidung. Du musst nicht jede Millisekunde aus deiner Website herausquetschen, um die Konkurrenz zu überholen. Entscheidend ist, dass deine Besucher eine schnelle und möglichst reibungslose Nutzererfahrung haben.
Um die Nutzererfahrung messbar zu machen, nutzt Google unter anderem die Core Web Vitals. Sie erfassen drei wichtige Aspekte: Ladegeschwindigkeit, Reaktionsfähigkeit und visuelle Stabilität. Seit März 2024 gehört INP anstelle von FID zu diesen Messwerten.
Dabei gelten folgende Werte als „gut“:
Die Bewertung basiert auf echten Nutzererfahrungen. Für einen guten Wert muss der jeweilige Grenzwert beim 75. Perzentil der gemessenen Seitenaufrufe eingehalten werden.
Randbemerkung
Falls du in älteren SEO-Artikeln noch First Input Delay (FID) findest: Diese Metrik wurde im März 2024 durch INP ersetzt. FID misst nur die Verzögerung bei der ersten Interaktion. INP betrachtet die Reaktionsfähigkeit über die gesamte Nutzung hinweg.
Einen guten Überblick liefert dir der Bericht Core Web Vitals in der Google Search Console. Er basiert auf echten Nutzerdaten und gruppiert URLs mit ähnlichen Problemen. So kannst du beispielsweise erkennen, ob mehrere Seiten desselben Templates betroffen sind.
Für einzelne URLs kannst du zusätzlich Google PageSpeed Insights nutzen. Das Tool zeigt dir sowohl Felddaten echter Nutzer als auch Labordaten aus Lighthouse. Außerdem bekommst du konkrete Hinweise, welche Probleme du beheben kannst.
Wichtig ist dabei der Unterschied zwischen den Core Web Vitals und dem Lighthouse-Performance-Score. Eine Punktzahl von 100 ist kein eigenständiger Google-Ranking-Faktor. Der Score hilft dir, Performance-Probleme zu erkennen. Für die tatsächliche Nutzererfahrung sind die Felddaten besonders aufschlussreich.
Mehr dazu erfährst du in unserem ausführlichen Guide zu Google PageSpeed Insights. Dort zeigen wir dir auch, wie du die Daten mit Ahrefs Site Audit für mehrere URLs abrufst und über verschiedene Crawls hinweg vergleichst.
Und noch ein Punkt, der bei der Ladezeit häufig für Verwirrung sorgt: Time to First Byte (TTFB). Der Wert misst, wie lange der Browser auf die erste Antwort des Servers wartet. Er ist hilfreich, um Performance-Probleme zu diagnostizieren, aber kein eigenständiger bestätigter Ranking-Faktor.
Unsere Empfehlung
Öffne den Core-Web-Vitals-Bericht in der Search Console und prüfe zuerst wichtige Seitengruppen mit schlechten Werten. Nutze PageSpeed Insights, um die Ursachen zu finden. Konzentriere dich auf Verbesserungen, die deine Besucher wirklich bemerken, statt einem perfekten Lighthouse-Score hinterherzujagen.
HTTPS verschlüsselt die Verbindung zwischen deinem Browser und einer Website. So können Dritte die übertragenen Daten nicht einfach mitlesen oder verändern. Das schützt beispielsweise Passwörter, Formulareingaben und Zahlungsinformationen. Dein Browser zeigt dir zum Beispiel auch an, wenn es eine Seite als „sicher“ einstuft.
Google hat HTTPS bereits 2014 offiziell als Ranking-Signal bestätigt. Damals betraf es weniger als 1 % der weltweiten Suchanfragen. Google bezeichnete HTTPS ausdrücklich als sehr schwaches Signal.
Trotz seines geringen Ranking-Gewichts ist HTTPS heute unverzichtbar. Browser wie Chrome warnen bei unsicheren Verbindungen. Das kann Besucher verunsichern, insbesondere wenn sie persönliche Daten eingeben sollen. Außerdem bevorzugt Google HTTPS gegenüber HTTP, wenn beide Varianten einer Seite als kanonische URL infrage kommen.
HTTPS gehört damit zu den technischen SEO-Grundlagen, die du einmal sauber einrichten und anschließend regelmäßig überprüfen solltest. Es verschafft dir keinen großen Ranking-Vorsprung, verhindert aber unnötige Sicherheitsprobleme und technische Fehler.
Unsere Empfehlung
Falls deine Website noch über HTTP erreichbar ist, installiere ein SSL-/TLS-Zertifikat. Viele Hosting-Anbieter stellen es kostenlos bereit, beispielsweise über Let's Encrypt. Leite anschließend alle HTTP-URLs dauerhaft per 301 auf HTTPS um und aktualisiere interne Links, Canonical-Tags und deine Sitemap. Prüfe außerdem, ob Bilder, Skripte und andere Ressourcen ebenfalls sicher geladen werden. Sonst können sogenannte Mixed-Content-Probleme entstehen.
Eine Website, auf der du ständig zoomen musst, macht auf dem Smartphone wenig Spaß. Das weiß auch Google. Bereits 2015 wurde die Mobilfreundlichkeit offiziell zum Ranking-Faktor für die mobile Suche.
Damals fanden laut einer von Google genannten Zahl bereits 65 % aller Suchanfragen auf Mobilgeräten statt. Heute ist die mobile Version einer Website noch wichtiger: Google nutzt sie im Rahmen der Mobile-First-Indexierung als Grundlage für die Indexierung und das Ranking.
Das bedeutet allerdings nicht, dass du eine separate mobile Website brauchst. Google empfiehlt Responsive Design, bei dem sich dieselbe Website automatisch an unterschiedliche Bildschirmgrößen anpasst.
Wichtig ist außerdem, dass deine mobile Version dieselben wesentlichen Inhalte bietet wie die Desktop-Version. Dazu gehören Texte, Überschriften, Bilder, Metadaten und strukturierte Daten. Fehlen wichtige Informationen auf dem Smartphone, kann Google sie bei der Indexierung möglicherweise nicht berücksichtigen.
Den früheren Mobile-Friendly Test von Google gibt es nicht mehr. Auch der entsprechende Bericht in der Search Console wurde Ende 2023 eingestellt. Zum Glück kannst du die mobile Nutzerfreundlichkeit weiterhin mit mehreren Tools überprüfen.
Ein kurzer Realitätscheck hilft zusätzlich: Öffne deine wichtigsten Seiten auf deinem eigenen Smartphone. Kannst du die Texte problemlos lesen? Lassen sich Buttons und Links zuverlässig antippen? Funktionieren Navigation, Formulare und andere interaktive Elemente?
Wenn du zum Lesen ständig zoomen musst oder dreimal auf denselben Button tippst, brauchst du wahrscheinlich kein weiteres Tool, um das Problem zu erkennen.
Unsere Empfehlung
Nutze ein Responsive Design und prüfe deine wichtigsten Seiten regelmäßig auf verschiedenen Bildschirmgrößen. Achte auf gut lesbare Texte, ausreichend große Bedienelemente und eine funktionierende Navigation. Stelle außerdem sicher, dass die mobile Version dieselben wesentlichen Inhalte und strukturierten Daten enthält wie die Desktop-Version.
Google möchte Seiten ranken, die Besuchern eine gute Erfahrung bieten. Klingt logisch, oder? Schließlich hilft dir der beste Inhalt wenig, wenn deine Leser ihn vor lauter Pop-ups kaum finden.
Bereits 2016 kündigte Google an, dass aufdringliche Interstitials die Sichtbarkeit in der mobilen Suche beeinträchtigen können. Seit Januar 2017 gilt diese Änderung. Gemeint sind beispielsweise Werbe-Pop-ups, die den eigentlichen Inhalt direkt nach dem Aufruf verdecken. In seiner aktuellen Dokumentation zu störenden Interstitials erklärt Google, warum solche Elemente die Suchleistung beeinträchtigen können.
Auch im SEO-Starter-Guide empfiehlt Google, Websites in erster Linie für ihre Besucher zu gestalten. Dazu gehören gut lesbare Inhalte, eine verständliche Navigation und eine möglichst störungsfreie Bedienung.
Hier gibt es eine wichtige Unterscheidung, die in vielen Listen mit Google-Ranking-Faktoren untergeht. Google stellte im April 2023 ausdrücklich klar, dass Page Experience nie ein separates Ranking-System war. Auch ein einzelnes Ranking-Signal namens „Page Experience“ gibt es nicht.
Stattdessen berücksichtigen Googles Ranking-Systeme verschiedene Signale, die auf eine gute Nutzererfahrung schließen lassen. Dazu gehören beispielsweise die Core Web Vitals und HTTPS. Google betont allerdings, dass nicht jeder Aspekt der Nutzererfahrung direkt als Ranking-Signal verwendet wird.
Eine gute Nutzererfahrung lässt sich also nicht auf einen einzelnen Wert reduzieren. Genau deshalb ist User Experience kein eigenständiger, offiziell bestätigter Ranking-Faktor. Einzelne UX-Signale sind bestätigt, ihre Bedeutung musst du aber getrennt betrachten.
Gerade im DACH-Raum stellt sich häufig die Frage, ob Consent-Banner als störende Interstitials gelten. Die Antwort: Google nimmt rechtlich vorgeschriebene Dialogfelder ausdrücklich von seinen Richtlinien zu störenden Interstitials aus.
Das bedeutet allerdings nicht, dass du dein Consent-Banner beliebig gestalten solltest. Google empfiehlt, vorgeschriebene Dialogfelder möglichst als Overlay über dem eigentlichen Inhalt einzublenden. Leite Besucher nicht auf eine separate Seite weiter, um ihre Einwilligung einzuholen. Sonst riskierst du, dass Google den Seiteninhalt nicht richtig erfassen kann.
Auch die Performance solltest du im Blick behalten. Umfangreiche Consent-Management-Plattformen können zusätzliche Skripte laden und die Verarbeitung im Browser verzögern. Das kann sich beispielsweise auf LCP und INP auswirken.
Wie du solche Probleme erkennst, erklären wir in unserem PageSpeed-Insights-Guide im Abschnitt zu externen Fonts und Consent-Bannern.
Diese Kennzahlen tauchen regelmäßig in Diskussionen über Google-Rankings auf. Schließlich klingt es plausibel, dass Google eine Seite besser bewertet, wenn Besucher lange bleiben oder häufig darauf klicken.
Google hat verschiedene Patente angemeldet, die beschreiben, wie Klickverhalten Suchergebnisse beeinflussen könnte. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass deine in Analysetools gemessene Verweildauer, Klickrate (CTR) oder Absprungrate jeweils direkte Ranking-Faktoren sind.
Eine hohe Absprungrate muss außerdem nichts Schlechtes bedeuten. Wer beispielsweise nur eine Telefonnummer sucht, kann die gewünschte Information sofort finden und die Seite anschließend zufrieden verlassen.
Wie Google Nutzerzufriedenheit im Einzelnen bewertet, lässt sich von außen nicht vollständig nachvollziehen. Statt einzelne Kennzahlen zu optimieren, lohnt es sich deshalb, die gesamte Nutzererfahrung zu betrachten.
Unsere Empfehlung
Prüfe deine wichtigsten Seiten aus Sicht deiner Besucher. Sind Inhalte leicht verständlich und gut strukturiert? Finden Nutzer schnell, wonach sie suchen? Lassen sich Navigation und Formulare problemlos bedienen? Verzichte auf unnötige Pop-ups und achte darauf, dass Consent-Banner weder Inhalte blockieren noch deine Website ausbremsen.
Stell dir vor, du suchst nach „Wer hat Microsoft gegründet?“ und das erste Suchergebnis liefert dir eine völlig falsche Antwort. Nicht gerade vertrauenerweckend, oder? Nach ein paar solchen Treffern würdest du wahrscheinlich eine andere Suchmaschine ausprobieren.
Google möchte deshalb möglichst zuverlässige Informationen ausspielen. Einen eigenständigen Ranking-Faktor namens „inhaltliche Korrektheit“ hat Google allerdings nicht bestätigt. Im Leitfaden für hilfreiche Inhalte fragt Google ausdrücklich, ob Inhalte offensichtliche sachliche Fehler enthalten und durch vertrauenswürdige Quellen gestützt werden.
Besonders wichtig ist das bei YMYL-Themen (Your Money or Your Life). Damit bezeichnet Google Inhalte, die sich erheblich auf die Gesundheit, finanzielle Stabilität, Sicherheit oder das Wohlergehen von Menschen auswirken können. Bei solchen Themen legen die Google Search Quality Rater Guidelines besonders hohe Maßstäbe an Genauigkeit und Vertrauenswürdigkeit an.
Nimm beispielsweise die Suche nach „Aspirin Dosierung“. Der Ahrefs Keywords Explorer zeigt, dass regelmäßig danach gesucht wird:
Eine falsche Empfehlung könnte gesundheitliche Folgen haben. Deshalb reicht es bei medizinischen Themen nicht, Informationen aus beliebigen Blogartikeln zusammenzutragen. Du brauchst verlässliche Quellen und musst berücksichtigen, ob deine Aussagen dem aktuellen medizinischen Wissensstand entsprechen.
Wie Google die Richtigkeit einzelner Aussagen algorithmisch beurteilt, ist nicht vollständig bekannt. Wir wissen aber, dass Google verschiedene Systeme und Informationsquellen nutzt, um zuverlässige Ergebnisse bereitzustellen.
Ein Beispiel ist der Knowledge Graph. Er hilft Google, Personen, Orte, Dinge und ihre Beziehungen zueinander zu verstehen. Suchst du beispielsweise nach „Van Gogh paintings“, kann Google bekannte Werke des Künstlers direkt in den Suchergebnissen anzeigen.
Google erklärt, dass Informationen für den Knowledge Graph unter anderem aus öffentlich verfügbaren Inhalten, strukturierten Datenbanken und lizenzierten Quellen stammen. Damit kann die Suchmaschine Fakten über bekannte Personen, Orte und andere Entitäten zusammenführen.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Google jede Aussage auf einer Website automatisch mit dem Knowledge Graph abgleicht. Ebenso wenig ist die Anzeige eines Knowledge Panels ein Beleg dafür, dass „inhaltliche Korrektheit“ als eigenständiges Ranking-Signal verwendet wird.
Auch Backlinks können Hinweise auf die Glaubwürdigkeit einer Quelle liefern. Eine wissenschaftlich fundierte medizinische Seite erhält beispielsweise möglicherweise Verweise von Fachorganisationen oder anderen vertrauenswürdigen Websites. Solche Links können Google helfen, die Autorität einer Quelle einzuschätzen. Sie garantieren aber nicht, dass jede einzelne Aussage korrekt ist.
Unsere Empfehlung
Prüfe Fakten sorgfältig, bevor du Inhalte veröffentlichst. Verlinke bei Zahlen und wichtigen Aussagen möglichst die Originalquelle. Nenne bei sensiblen YMYL-Themen qualifizierte Autoren oder fachliche Prüfer und mache ihre Expertise nachvollziehbar. Aktualisiere außerdem Inhalte, wenn sich der Wissensstand verändert. Gerade bei Gesundheit und Finanzen können veraltete Informationen schnell problematisch werden.
E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness. Auf Deutsch: Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Das Konzept stammt aus Googles Search Quality Rater Guidelines. Seit Dezember 2022 gehört auch das zweite E für Experience (eigene Erfahrung) dazu.
Die vier Aspekte beschreiben, woran sich hochwertige und vertrauenswürdige Inhalte erkennen lassen:
Dabei ist Vertrauenswürdigkeit laut Google der wichtigste Aspekt. Die anderen drei tragen dazu bei, Vertrauen aufzubauen.
Wichtig ist die Unterscheidung: E-E-A-T ist laut Google kein eigenständiger Ranking-Faktor. Googles Systeme nutzen vielmehr verschiedene Signale, um Inhalte zu erkennen, die diese Eigenschaften aufweisen. Die menschlichen Quality Rater bewerten anhand der Richtlinien, wie gut die Suchergebnisse abschneiden. Ihre Bewertungen beeinflussen einzelne Rankings nicht direkt.
Besonders relevant ist E-E-A-T bei YMYL-Themen wie Gesundheit, Finanzen und Sicherheit. Hier können falsche Informationen erhebliche Folgen haben. Entsprechend wichtig sind nachweisbare Fachkenntnisse, zuverlässige Quellen und inhaltliche Genauigkeit.
Unsere Empfehlung
Zeige, wer hinter deinen Inhalten steht und warum diese Person qualifiziert ist. Belege wichtige Aussagen mit seriösen Quellen und mache eigene Erfahrungen nachvollziehbar. Ein Autorenprofil allein verbessert keine Rankings. Entscheidend ist, dass deine Inhalte das Vertrauen auch verdienen.
Ja, indirekt. Aber gute Google-Rankings garantieren keine Zitationen in KI-Antworten. Klassische SEO-Grundlagen bleiben wichtig, weil sie beeinflussen, ob Google deine Inhalte crawlen und indexieren kann. Für eine Zitation in Google AI Overviews muss eine Seite laut Google indexiert sein und als Suchergebnis mit Snippet infrage kommen. Zusätzliche technische Anforderungen gibt es dafür nicht.
Bei ChatGPT funktioniert die Quellenauswahl anders. Das System kann bei aktivierter Websuche externe Seiten abrufen und in seinen Antworten zitieren. Eine gute Position in den klassischen Google-Suchergebnissen bedeutet deshalb nicht automatisch, dass deine Website auch in KI-Antworten erscheint.
Wie unterschiedlich die Quellenauswahl ausfällt, zeigt unsere deutsche Zitationsstudie zu AI Overviews und ChatGPT. Von den jeweils 50 meistzitierten Domains tauchen nur 18 in beiden Listen auf. Die Systeme greifen also auf unterschiedliche Quellen zurück.
Auch unsere Analyse der meistzitierten ChatGPT-Seiten zeigt: 17 % der untersuchten Seiten haben keine messbare organische Sichtbarkeit. Gute Google-Rankings sind somit keine Voraussetzung für jede ChatGPT-Zitation.
Für deine SEO-Strategie heißt das: Sorge weiterhin für technisch zugängliche, hilfreiche und zuverlässige Inhalte. Miss aber zusätzlich, ob und wie häufig KI-Systeme deine Website zitieren. Denn während Google Suchergebnisse nach Positionen sortiert, zählen bei KI-Antworten die tatsächlichen Quellenverweise. Ein Rang in unseren Zitationsstudien beschreibt nur die Reihenfolge der Domains nach Zitationshäufigkeit – keine Ranking-Position innerhalb der KI-Antwort.
In diesem Artikel unterscheiden wir zwischen 🟢 von Google bestätigten Ranking-Faktoren und 🟡 stark vermuteten Faktoren, deren direkter Einfluss nicht offiziell bestätigt ist.
Diese Kennzeichnung ist wichtig: Nur weil eine SEO-Maßnahme sinnvoll ist oder mit guten Rankings korreliert, muss sie noch lange kein direkter Ranking-Faktor sein. Und umgekehrt gilt: Bestätigt heißt nicht automatisch wichtig. Ein offiziell bestätigtes Signal kann für deine Rankings weniger Gewicht haben als andere Faktoren.
HTTPS ist ein offiziell bestätigter Ranking-Faktor und trotzdem nur ein Tiebreaker. Thematische Autorität ist nicht bestätigt und beeinflusst deine Sichtbarkeit trotzdem spürbar. Die Kennzeichnung in diesem Artikel sagt also, wie gut etwas belegt ist. Sie sagt nichts darüber, wie viel es bewegt.
Besonders häufig werden diese sieben Kennzahlen und Eigenschaften mit direkten Google-Ranking-Faktoren verwechselt:
Und noch eine Einordnung: „kein Ranking-Faktor“ heißt nicht „egal“. Ein Text mit 300 Wörtern kann zu oberflächlich sein, wenn das Thema eine deutlich ausführlichere Behandlung verlangt. Nicht wegen der Wortanzahl, sondern weil er die Suchintention nicht bedient. Die Metrik ist das Symptom, nicht die Ursache.
Unsere Empfehlung
Konzentriere dich nicht auf vermeintliche Ranking-Signale oder einzelne Tool-Scores. Prüfe stattdessen, welche Maßnahmen deine Inhalte tatsächlich verbessern und ihre Auffindbarkeit unterstützen. Unsere Kennzeichnung hilft dir dabei, bestätigte Google-Aussagen von begründeten SEO-Annahmen zu unterscheiden.
Eine offizielle Zahl gibt es nicht. Google spricht in seinem Leitfaden zu Ranking-Systemen von zahlreichen Faktoren und Signalen, nennt aber keine konkrete Anzahl.
Die oft zitierten „über 200 Ranking-Faktoren“ gehen auf Aussagen aus den 2000er-Jahren zurück. Als aktuelle Zahl sind sie nicht belegt. Außerdem gewichtet Google Signale je nach Suchanfrage unterschiedlich. Wichtiger als eine vermeintlich vollständige Liste ist deshalb, welche Faktoren tatsächlich bestätigt sind. Das sind deutlich weniger als 200.
Den einen wichtigsten Ranking-Faktor gibt es nicht. Welche Signale besonders relevant sind, hängt von der Suchanfrage ab. Bei aktuellen Nachrichten spielt beispielsweise die Frische eine größere Rolle als bei zeitlosen Themen.
Google betont heute vor allem hilfreiche, zuverlässige und nutzerorientierte Inhalte. Unsere Einschätzung: Die Suchintention ist deine Eintrittskarte. Wenn dein Inhalt nicht zur Anfrage passt, helfen dir auch starke Backlinks und eine schnelle Website wenig.
Ja, Backlinks sind weiterhin ein bestätigter Google-Ranking-Faktor. Google führt Link-Analysen und PageRank ausdrücklich in seinem Leitfaden zu Ranking-Systemen auf.
Allerdings sind Links nicht für jede Suchanfrage gleich wichtig. Ihre Bedeutung hat sich seit den Anfangsjahren von Google verändert. Entscheidend sind außerdem die Relevanz und Qualität der Verlinkungen, nicht allein ihre Anzahl. Backlinks sind also weiterhin wichtig, aber kein Garant für Top-Rankings.
Nein, E-E-A-T ist kein eigenständiger Google-Ranking-Faktor.
Google nutzt E-E-A-T als Bewertungsrahmen in seinen Search Quality Rater Guidelines. Die Bewertungen der Quality Rater beeinflussen einzelne Rankings nicht direkt. Googles Systeme verwenden jedoch verschiedene Signale, um Inhalte mit starkem E-E-A-T zu erkennen. Besonders wichtig ist das bei sensiblen YMYL-Themen.
Praktisch heißt das: Du kannst E-E-A-T nicht „optimieren“ wie Page Speed. Du kannst nur die Signale verbessern, an denen Rater und Nutzer Erfahrung, Expertise und Vertrauenswürdigkeit erkennen.
Das hängt von der Art und dem Umfang deiner Änderungen ab. Laut Google kann das erneute Crawlen einer Seite einige Tage bis mehrere Wochen dauern. Erste Ranking-Veränderungen können entsprechend schnell sichtbar werden.
Bei größeren inhaltlichen Verbesserungen kann es dagegen mehrere Monate dauern, bis Google ihre Wirkung vollständig berücksichtigt. Nach einem Core Update empfiehlt Google, mindestens eine Woche nach Abschluss des Rollouts zu warten, bevor du Veränderungen analysierst.
Unsere Empfehlung
Plane SEO langfristig und bewerte die Entwicklung über mehrere Monate. Einzelne tägliche Ranking-Schwankungen sagen wenig über den Erfolg deiner Maßnahmen aus.
Alles, was oben steht, lässt sich in acht Schritten zusammenfassen:
Ist einer dieser Ratschläge neu? Ist er sexy?
Nein, und genau darum geht es.
Beim Ranking in Google geht es selten um die neuesten Tipps, Tricks und Schlagwörter. Es geht darum, sich die Arbeit zu machen, Inhalte zu erstellen, nach denen die Sucher suchen, eine gute Nutzererfahrung zu bieten und Google zu beweisen, dass es das beste Ergebnis für die Suchanfrage ist.
Und die gute Nachricht zum Schluss: Die SEO-Ranking-Faktoren, die 2020 funktioniert haben, funktionieren im Wesentlichen auch heute noch. Der Rahmen hat sich erweitert, nicht ersetzt. Wer saubere, hilfreiche Inhalte mit guter Technik und echten Backlinks kombiniert, ist sowohl in den klassischen Suchergebnissen als auch als zitierte Quelle in KI-Antworten gut aufgestellt.

Head of Content @ Ahrefs (oder, in einfachen Worten, ich bin der Typ, der dafür sorgt, dass jeder Blog-Post EPISCH wird).