Wie man Keyword-Recherchen für SEO durchführt

Tim Soulo
Guide by
Tim ist CMO und Produktberater bei Ahrefs. Vor allem aber ist er der größte Fan und der wahrste Missionar des Unternehmens. Erfahren Sie mehr über Tim
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Shows how many different websites are linking to this piece of content. As a general rule, the more websites link to you, the higher you rank in Google.

Shows estimated monthly search traffic to this article according to Ahrefs data. The actual search traffic (as reported in Google Analytics) is usually 3-5 times bigger.

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    Keywords sind die Grundsteine der Suchmaschinenoptimierung. Wenn niemand nach dem sucht, worüber du schreibst, wirst du keinen Traffic von Google bekommen – egal wie sehr du dich bemühst.

    Deshalb haben wir diesen Anfängerleitfaden geschrieben. Er vermittelt dir ein bewährtes Keyword-Recherche-Framework, das du leicht an deine Website und deine Ziele anpassen kannst. Wir haben das gleiche Framework verwendet, um unseren Blog-Traffic von 15.000 auf über 700.000 monatliche Suchanfragen in nur wenigen Jahren zu steigern.

    Monatlicher Suchtraffic zum Ahrefs Blog.

    Wir haben uns auch bemüht, alles so jargonfrei wie möglich zu halten, ohne uns mit Details zurückzuhalten und haben am Ende jedes Abschnitts einige zusätzliche Ressourcen verlinkt, falls du noch mehr lernen möchtest.

    Lass uns loslegen.

    Chapters


      Bevor wir in die Feinheiten der Keyword-Recherche eintauchen und wie du die besten Keywords für dein Unternehmen findest, sollten wir sicherstellen, dass wir die Grundlagen verstehen.

      Was sind Keywords?

      Keywords sind die Wörter und Ausdrücke, die Menschen in Suchmaschinen eingeben. Sie sind auch als Suchanfragen oder „SEO Keywords“ bekannt.

      Was ist Keyword-Recherche?

      Bei der Keyword-Recherche geht es darum, die Sprache zu verstehen, die deine Zielkunden verwenden, wenn sie nach deinen Produkten, Dienstleistungen und Inhalten suchen. Dann geht es darum, die besten Keyword-Möglichkeiten für deine Website zu analysieren, zu vergleichen und zu priorisieren.

      Warum ist Keyword-Recherche wichtig?

      Keyword-Recherche ist der einzige Weg, um herauszufinden, was die Leute in Suchmaschinen eingeben. Du musst das wissen, um zu vermeiden, dass du Inhalte über Dinge erstellst, nach denen niemand sucht. Viele Webseitenbetreiber machen diesen Fehler und das ist wahrscheinlich ein großer Teil des Grundes, warum laut unserer Studie 90,63% der Seiten keinen Traffic von Google bekommen.

      Die Keyword-Recherche hilft dir auch dabei, Fragen zu beantworten wie:

      • Wie schwer wird es sein, für dieses Keyword zu ranken?
      • Wie viel Traffic werde ich wahrscheinlich bekommen, wenn ich für dieses Keyword ranke?
      • Welche Art von Inhalt sollte ich erstellen, um für dieses Keyword zu ranken?
      • Werden Leute, die nach diesem Keyword suchen, voraussichtlich auch meine Kunden werden?

      Die richtigen Antworten auf diese Fragen zu finden, wird dir helfen, deine Kämpfe weise zu wählen.


      Die Keyword-Recherche beginnt damit, dass du dir überlegst, wie potenzielle Kunden nach deinem Unternehmen oder deiner Website suchen könnten. Du kannst dann Keyword-Recherche-Tools nutzen, um diese Ideen zu erweitern und noch mehr Keywords zu finden.

      Es ist ein einfacher Prozess, aber zwei Dinge müssen zutreffen, um diesen gut zu machen:

      1. Du musst gute Kenntnisse über deine Branche haben.
      2. Du musst verstehen, wie Keyword-Recherche-Tools funktionieren und wie du das Beste aus ihnen herausholen kannst.

      In diesem Kapitel zeigen wir dir ein paar Möglichkeiten auf, wie du dein Wissen in diesen beiden Bereichen verbessern kannst und dabei potenziell gewinnbringende Keywords für deine Website entdeckst.

      1. Brainstorming für ‚Seed’-Keywords
      2. Schauen, für welche Keywords deine Konkurrenten ranken
      3. Keyword-Recherche-Tools verwenden
      4. Deine Nische studieren

      1. Brainstorming für ‚Seed’-Keywords

      Seed Keywords sind die Grundlage des Keyword-Recherche-Prozesses. Sie definieren deine Nische und helfen dir, deine Konkurrenten zu identifizieren. Jedes Keyword-Recherche-Tool fragt nach einem Seed-Keyword, das es dann verwendet, um eine riesige Liste von Keyword-Ideen zu generieren (mehr dazu in Kürze).

      Wenn du bereits ein Produkt oder ein Geschäft hast, das du online bewerben möchtest, ist es einfach, ein Seed-Keyword zu finden. Denke einfach darüber nach, was Menschen in Google eingeben, um dein Angebot zu finden.

      Wenn du z.B. Kaffeemaschinen und ‑zubehör verkaufst, dann könnten die Seed-Keywords sein:

      • Kaffee
      • Espresso
      • Cappuccino
      • French Press

      Beachte, dass die Seed-Keywords selbst nicht notwendigerweise mit Seiten auf deiner Website belegt werden sollten. Wie der Name schon sagt, wirst du sie als „Samen“ für die nächsten Schritte in diesem Prozess verwenden. Mache dir also nicht zu viele Gedanken über deine Seed-Keywords. Es sollte nur ein paar Minuten dauern, sie zu finden. Sobald du eine Handvoll Ideen hast, die mit dem Thema deiner Website zu tun haben, kannst du mit dem nächsten Schritt fortfahren.

      2. Schauen, für welche Keywords deine Konkurrenten ranken

      Wenn du dir ansiehst, welche Keywords bereits Traffic zu deine Konkurrenten schicken, ist das normalerweise der beste Weg, um mit der Keyword-Recherche zu beginnen. Aber zuerst musst du diese Konkurrenten identifizieren. Hier kommt dir deine Liste mit den Keywords zu Hilfe, die du dir im Vorfeld zusammengestellt hast. Suche einfach bei Google nach einem deiner Seed-Keywords und schaue, wer auf der ersten Seite rankt.

      Wenn keine der Top-Ranking-Webseiten für deine Seed-Keywords deiner Seite ähneln (oder wo du sie hinbringen willst), versuche stattdessen nach relevanten „Autosuggest“-Suchvorschlägen zu suchen.

      Googles Suchvorschläge (Autosuggest) erscheinen, während du deine Suchanfrage eingibst.

      Wenn du zum Beispiel Kaffeezubehör verkaufst, findest du in den Suchergebnissen für „Cappuccinomaschine“ vielleicht mehr tatsächliche Konkurrenten als für „Cappuccino“. Das liegt daran, dass es hauptsächlich E‑Commerce-Shops wie deiner sind, die für Ersteres ranken, und Blogs, die für Letzteres ranken.

      So oder so, du musst immer noch dein bestes Urteilsvermögen einsetzen, wenn du konkurrierende Websites bestimmst. Wenn du große Marken wie Amazon oder die New York Times für dein Seed-Keyword ranken siehst, solltest du sie nicht unbedingt als Konkurrenten betrachten. Suche immer nach Websites, die deiner eigenen ähneln – oder dem, wohin du sie bringen willst.

      Sobald du ein paar Websites gefunden hast, die in Frage kommen, kannst du diese Websites einzeln in ein Competitive Intelligence Tool wie den Site Explorer von Ahrefs einfügen und dann den Top Seiten Bericht überprüfen. Du siehst dann deren beliebtesten Seiten nach geschätztem monatlichen Suchverkehr. Der Bericht zeigt auch das „Top Keyword“ jeder Seite an. Das ist dasjenige, das der Seite den meisten organischen Traffic schickt.

      Daten über den Top Seiten-Bericht im Ahrefs Site Explorer.

      Hier sind ein paar interessante Keywords, die wir für unseren fiktiven Kaffeeladen entdeckt haben, indem wir eine Konkurrenz-Website mit dem Site Explorer analysiert haben:

      • wie man eine French Press benutzt
      • türkischer kaffee
      • moka kanne
      • wie man Kaffee kocht
      • neapolitanische Kaffeemaschine

      Wie du siehst, kannst du, selbst wenn du dich in deiner Branche gut auskennst, viele einzigartige Keyword-Ideen finden, indem du deine Konkurrenten studierst und die du durch Brainstorming allein wahrscheinlich nicht gefunden hättest.

      Wenn du alle Konkurrenten in den Suchergebnissen überprüft hast, aber immer noch mehr Keywords willst, kannst du weitere Konkurrenten im Bericht Konkurrierende Domainsim Site Explorer finden. Gib einfach einen deiner bekannten Konkurrenten ein und es werden dir weitere ähnliche Seiten vorgeschlagen, basierend auf der Anzahl der überlappenden Keywords, für die sie bei Google ranken.

      Bericht über konkurrierende Domains in Ahrefs’ Site Explorer.

      Du kannst den obigen Prozess immer und immer wieder wiederholen, um nahezu unbegrenzt Keyword-Ideen zu erhalten.

      Siehst du eine Menge Themen, die du schon behandelt hast?

      Wenn du eine Keyword-Recherche für eine etablierte Website in deiner Branche durchführst, wirst du vielleicht feststellen, dass du die meisten Keywords deiner Konkurrenten bereits abgedeckt hast. In diesem Fall kannst du unser Content Gap Tool nutzen. Es findet Keywords, für die ein oder mehrere Konkurrenten ranken, du aber nicht. Um es zu nutzen, gib ein paar konkurrierende Domains in den oberen Bereich ein, dann füge deine Seite in das untere Feld ein und klicke auf „Keywords anzeigen“.

      Gib konkurrierende Seiten in Ahrefs’ Content Gap Tool ein.

      Erhalte eine Liste der Keywords, für die Konkurrenten ranken, aber deine Seite nicht, in Ahrefs’ Content Gap Tool.

      Hier sind nur ein paar der tausenden von Keywords, für die Homegrounds und Roasty Coffee ranken, aber yourcoffeestore.com nicht:

      • Moka-Kanne
      • Kaffee-Handmühle
      • Kaffee-Öle
      • Espresso

      Erfahre in diesem Video mehr über die Durchführung einer Content Gap Analyse.

      3. Keyword-Recherche-Tools verwenden

      Konkurrenten können eine großartige Quelle für Keyword-Ideen sein. Aber es gibt immer noch unzählige Keywords, auf die deine Konkurrenten nicht abzielen, und diese kannst du mit Hilfe von Keyword-Recherche-Tools finden.

      Keyword-Recherche-Tools funktionieren alle auf die gleiche Weise. Du gibst ein Start-Keyword ein und sie ziehen Keyword-Ideen aus ihrer Datenbank, die auf diesem Keyword basieren.

      Der Google Keyword Planner ist vielleicht das bekannteste Keyword-Tool. Es ist kostenlos und obwohl es hauptsächlich für Werbetreibende gedacht ist, kannst du es auch nutzen, um Keywords für SEO zu finden.

      Lass uns ein paar unserer Seed-Keywords eingeben und sehen, was es ausgibt:

      • barista
      • macchiato
      • irish coffee
      • americano
      • flat white
      • cold brew
      • percolator
      • turkish coffee
      • arabica
      • k cups
      • frappuccino

      Du wirst feststellen, dass der Google Keyword-Planer intelligent genug ist, dir relevante Keyword-Ideen zu zeigen, auch wenn sie nicht deine Seed-Keywords enthalten. Nimm zum Beispiel “k cups”. Es sei denn, du bist ein Hardcore-Kaffeekenner, dann wüsstest du wahrscheinlich nicht, dass dies mit Kaffee zu tun hat.

      Randnotiz.
      Die „Wettbewerb“-Metrik im Google Keyword Planner hat nichts mit SEO zu tun. Sie zeigt an, wie viele Werbetreibende bereit sind, Geld zu zahlen, um Anzeigen in den Suchergebnissen für dieses Keyword zu zeigen. Du solltest ihr keine Aufmerksamkeit schenken, wenn du organisch ranken willst. 

      Neben dem Keyword Planner gibt es noch eine ganze Reihe anderer kostenloser Keyword-Recherche-Tools. Diese sind großartig, wenn du ein kleines Budget hast, aber du wirst schnell merken, dass sie alle in ihren Daten und Funktionen sehr eingeschränkt sind, da ihr Ziel ist, dich zu einem zahlenden Kunden zu machen.

      Wenn du es mit der Keyword-Recherche ernst meinst, kannst du die kostenlose Variante überspringen und gleich ein „professionelles“ Tool wie den Ahrefs Keywords Explorer verwenden.

      Lass uns ein paar unserer Seed-Keywords eingeben und sehen, wie viele Ideen es generiert.

      Der ‘Phrase match’-Bericht im Keywords Explorer liefert uns fast vier Millionen Keyword-Ideen aus nur vier Startkeywords.

      3,7 Millionen Ideen. Und das ist nur aus dem „Phrase match“-Bericht. Andere Keyword-Ideen-Berichte gleichen Keyword-Ideen auf unterschiedliche Weise ab.

      Hier siehst du, wie die Berichte im Keywords Explorer Keyword-Ideen zuordnen:

      • Phrase match: Keyword-Ideen, die das Seed-Keyword als solches enthalten. Wenn dein Seed Keyword zum Beispiel „Computerstuhl“ ist, dann wäre „schwarzer Computerstuhl“ ein Treffer, aber „schwarzer Stuhl für Computer“ nicht, obwohl es auch beide Wörter enthält.
      • Gleiche Begriffe haben: Keyword-Ideen, die alle einzelnen Begriffe aus dem Seed-Keyword in beliebiger Reihenfolge enthalten. Wenn dein Seed-Keyword zum Beispiel „Computerstuhl“ ist, dann würde „schwarzer Stuhl für Computer“ in diesem Bericht erscheinen.
      • Fragen: Keyword-Ideen, die jeden Begriff aus dem Seed-Keyword in beliebiger Reihenfolge enthalten, plus ein „Fragewort“ wie „wie“, „was“, „wo“, „wann“ oder „warum“. Zum Beispiel, wenn dein Seed-Keyword „Computerstuhl“ ist, dann würde hier „was ist der beste Stuhl für Computerarbeit“ erscheinen.

      Nun, das mag wie eine überwältigende Menge an Ideen erscheinen, und das ist es auch. Aber keine Sorge. Im nächsten Abschnitt erfährst du, wie du diese direkt im Tool eingrenzen kannst.

      Randnotiz.
      Der Keywords Explorer hat Millionen von Keywords auch für andere Suchmaschinen. Bing, YouTube, Amazon und Baidu sind nur ein paar von ihnen. 

      4. Deine Nische studieren

      Alles, was wir bisher besprochen haben, reicht aus, um eine fast unbegrenzte Menge an Keyword-Ideen zu generieren. Aber zur gleichen Zeit hält dich der Prozess irgendwie „in Grenzen“. Er ist begrenzt durch deine Seed-Keywords und durch die Größe und Aktualität der Datenbank deines Keyword-Tools. Aus diesem Grund wirst du mit ziemlicher Sicherheit einige gute Ideen verpassen.

      Du kannst das Problem lösen, indem du deine Nische genauer studierst. Ein guter Ausgangspunkt ist das Durchstöbern von Branchenforen, Gruppen und Q&A Seiten. Dies wird dir helfen, mehr Dinge zu finden, mit denen deine potentiellen Kunden zu kämpfen haben, die nicht in den Keyword-Tools auftauchen und die keiner deiner Konkurrenten abdeckt.

      Hier ist zum Beispiel ein beliebter Thread aus dem /r/coffee Subreddit:

      Diese Person stellt eine Frage über eine Kaffeemaschine namens Aeropress. Wenn wir dieses Thema in den Keywords Explorer eingeben, sehen wir, dass es in den USA im Durchschnitt 61.000 monatliche Suchanfragen bekommt.

      Wir hätten diesen Subreddit mit Hilfe von Tools nicht finden können, da er keines unserer Seed-Keywords enthält.

      Hier sind ein paar andere interessante Themen aus diesem Subreddit, die es wert sein könnten, behandelt zu werden:

      • Aufgießen ohne Hario Filter
      • wie man einen Carajillo macht
      • Kaffeeanbau zu Hause
      • Äthiopischer Kaffee
      • kaffee abonnements

      Wenn du irgendwelche Trends unter diesen Keyword-Ideen bemerkst, kannst du diese als neue Seed-Keywords im Keywords Explorer verwenden, um weitere Ideen zu finden. Wenn wir zum Beispiel „aeropress“ als Seed-Keyword verwenden und den „Phrase match“-Bericht überprüfen, sehen wir tausende von Keyword-Ideen.

      Tausende von Keyword-Ideen im „Phrase match“-Bericht im Ahrefs’ Keywords Explorer.

      Neben dem Stöbern in Foren können auch deine Kunden eine fantastische Quelle für Keyword-Ideen sein. Denke daran, dass dies die Menschen sind, mit denen du bereits Geschäfte machst. Du willst mehr Leute wie sie auf deine Seite locken.

      Hier sind ein paar Möglichkeiten, um Erkenntnisse von Klienten oder Kunden zu gewinnen:

      • Sprich mit ihnen von Angesicht zu Angesicht
      • Schaue durch frühere Emails
      • Sieh dir die Anfragen des Kundensupports an
      • Versuche, dich an häufige Fragen zu erinnern, die in vergangenen Gesprächen aufkamen

      Achte auf die Sprache, die sie dabei verwenden. Sie wird sich oft von der Sprache unterscheiden, die du verwendest. Wenn du zum Beispiel Kaffeemaschinen online verkaufst, suchen deine Kunden vielleicht nach Vergleichen von bestimmten Maschinen.


      Eine Menge Keyword-Ideen zu haben ist schön und gut. Aber woher weißt du, welche die besten sind? Schließlich wäre es eine fast unmögliche Aufgabe, sie alle von Hand durchzugehen.

      Die Lösung ist einfach: Nutze SEO-Metriken, um die Dinge einzugrenzen und die Spreu vom Weizen zu trennen, bevor du sie zu deinem Content-Kalender hinzufügst.

      Lass uns sechs Keyword-Metriken untersuchen, die du dafür nutzen kannst.

      Suchvolumen

      Das Suchvolumen sagt dir, wie oft ein Keyword durchschnittlich pro Monat gesucht wird. Zum Beispiel hat „moka pot“ ein monatliches Suchvolumen von 40.000 allein in den USA.

      Bei dieser Zahl gibt es drei wichtige Dinge zu beachten:

      1. Es geht um die Anzahl der Suchanfragen, nicht um die Anzahl der Personen, die gesucht haben. Es gibt Fälle, in denen jemand nach einem Keyword mehrmals im Monat sucht, wie z.B. „wetter in singapur“. Diese Suchanfragen tragen zum Suchvolumen bei, auch wenn es die gleiche Person ist, die sie durchführt.
      2. Es sagt dir nicht, wie viel Traffic du durch das Ranking erhalten wirst. Selbst wenn du es schaffst, auf Platz 1 zu ranken, wird dein Traffic durch ein Keyword selten mehr als 30% dieser Zahl betragen. Und das auch nur, wenn du Glück hast.
      3. Es ist ein Jahresdurchschnitt. Wenn es im Dezember 120k Suchanfragen für ein Keyword gibt und in den restlichen elf Monaten des Jahres keine, liegt das monatliche Suchvolumen bei 10k (120k / 12 Monate).

      Im Keywords Explorer siehst du in jedem Keyword-Ideen-Bericht einen Filter für das Suchvolumen.

      Dieser Filter ist vor allem für zwei Dinge nützlich:

      1. Herausfiltern von Keywords mit hohem Suchvolumen. Wenn deine Seite neu ist, dann willst du wahrscheinlich nicht die Seiten mit Keywords mit 100k+ monatlichen Suchanfragen durchforsten, weil sie wahrscheinlich stark umkämpft sind.
      2. Filtere gezielt nach Keywords mit geringem Volumen. Vielleicht möchtest du unkompetitive, niedrigvolumige Keywords finden, bei denen du mit kurzen Artikeln leicht zusätzlichen Traffic abstauben kannst. Diese sind als Long-Tail Keywords bekannt.
      Wusstest du, dass die meisten Keywords Long-Tail-Keywords sind?

      Long-Tail Keywords sind Begriffe mit geringem Suchvolumen. Sie erhalten ihren Namen, weil sie auf der sogenannten “Suchnachfragekurve” landen:

      Wie du sehen kannst, haben wir an der Spitze der Kurve eine sehr kleine Anzahl von unglaublich beliebten Suchanfragen, wie:

      • youtube — 181M
      • facebook — 168M
      • weather — 52M
      • google translate — 42m
      • craigslist — 30m

      Diese werden von SEOs „Fat-Head“-Keywords bezeichnet.

      Und der „lange Schwanz” dieser Kurve besteht aus hunderten von Millionen Keywords mit sehr geringem Suchvolumen. Beispiele hierfür sind:

      • beste Schriftarten für einen Lebenslauf — 150
      • vier Säulen des Herzens eines Mannes — 150
      • Definition des Deuteronomiums — 100
      • 5 mal 5 Bedeutung Militär — 100
      • wie viel ist mein Overwatch-Account wert — 50
      • Angel-Food-Kuchen ohne Pfanne — 50
      • lustige Weihnachtskarten für Singles — 50

      Wenn du mehr über den Umgang mit verschiedenen Arten von Longtail-Keywords erfahren möchtest, schau dir unseren vollständigen Leitfaden an.

      Wenn du das Suchvolumen für ein anderes Land als die USA sehen willst, kannst du im Keywords Explorer  aus 171 Ländern wählen. Du kannst auch das globale Suchvolumen sehen (die Summe der Suchvolumen aus allen Ländern). Diese beiden Optionen sind aus zwei Gründen nützlich, wenn du international tätig bist:

      1. Du solltest dich nicht auf ein Land beschränken. Wenn du Produkte weltweit verkaufst, dann sind die USA vielleicht nur ein kleines Segment deines Marktes. Wenn Menschen anderswo nach dem suchen, was du anbietest, musst du davon wissen.
      2. Du solltest die „Kaufkraft“ von Ländern mit Suchvolumen berücksichtigen. Vielleicht siehst du ein vielversprechendes Keyword mit 100k monatlichen Suchanfragen, aber 90% davon kommen aus einem Land mit einem niedrigen BIP. In diesem Fall könnte das Keyword kein großartiges Ziel sein, da die „Kaufkraft“ der Suchenden wahrscheinlich recht gering ist.

      Schau dir zum Beispiel das Keyword „Backlink Generator“ an. Es hat ein globales Suchvolumen von 13.000, aber über 70% dieser Suchanfragen kommen aus Ländern mit einem niedrigen Pro-Kopf-BIP wie Indien, Indonesien, Bangladesch und Pakistan. Obwohl du also wahrscheinlich eine Menge Traffic bekommen könntest, indem du für dieses Keyword rankst, wäre der „“Geschäftswert“ dieses Traffics wahrscheinlich ziemlich gering im Vergleich zu einem Keyword, das 70%+ seiner Suchanfragen aus den USA bekommt.

      Eine weitere wichtige Sache, die du über das Suchvolumen wissen solltest, ist, dass es von Tool zu Tool variiert. Das liegt daran, dass jedes Tool diese Metrik auf unterschiedliche Weise berechnet und aktualisiert. Du kannst hier und hier mehr über die Feinheiten der Suchvolumenschätzungen lesen und warum selbst Googles Daten nicht wirklich „genau“ sind.

      Sei dir der Keyword Trends bewusst

      Da das Suchvolumen ein Jahresdurchschnitt ist, ist es oft nützlich, die Trendgrafiken im Keywords Explorer für Keywords, die du in Betracht ziehst, zu überprüfen. Wenn Keywords saisonabhängig sind oder in ihrer Popularität steigen oder fallen, dann ist das Suchvolumen möglicherweise nicht der beste Indikator für den monatlichen Traffic.

      Suchanfragen zu Weihnachten sind ein gutes Beispiel. Sie steigen alle im Dezember an, bevor sie im Februar auf Null sinken, aber das Suchvolumen spiegelt das nicht wider.

      Lies unseren Leitfaden zu Google-Trends für weitere praktische Tipps zur Recherche von Trend-Keywords.

      Klicks

      Viele Leute suchen vielleicht bei Google nach etwas, aber das bedeutet nicht, dass sie alle auf die Suchergebnisse klicken und die Seiten mit den besten Rankings besuchen. Hier kommt die Metrik „Klicks“ im Keywords Explorer ins Spiel. Sie zeigt dir die durchschnittliche Anzahl der monatlichen Klicks auf die Suchergebnisse für ein Keyword.

      Schau dir einfach mal eine Suchanfrage wie „Wie viel Koffein ist in Kaffee?“ an.

      Monatliches Suchvolumen und Klicks für „wie viel Koffein in Kaffee“, über den Ahrefs’ Keywords Explorer.

      Trotz eines monatlichen Suchvolumens von 48.000, bekommt sie nur 8.600 Klicks.

      Das passiert, weil Google die Frage direkt in den Suchergebnissen beantwortet. Die Leute müssen nicht klicken, um die Informationen zu finden, nach denen sie suchen.

      Google liefert für immer mehr Suchanfragen Antworten in den Suchergebnissen. Deshalb ist der Filter „Klicks“ im Keywords Explorer so wertvoll. Du kannst ihn nutzen, um Keyword-Ideen mit miserablem Suchtraffic-Potenzial auszusortieren.

      Filtern nach Klicks in Ahrefs’ Keywords Explorer.

      Du solltest dich auch vor Keywords hüten, bei denen bezahlte Anzeigen viele Klicks „stehlen“. Zum Beispiel gehen 32% der Klicks für „braun Kaffeemaschine“ auf bezahlte Anzeigen, also könnte dieses Keyword ein besseres Ziel für PPC sein.

      32% aller Klicks für „braun kaffeemaschine“ gehen auf bezahlte Anzeigen. Daten von Ahrefs’ Keywords Explorer.

      Traffic Potential

      Nehmen wir an, dass du ein Keyword wie „Nebenwirkungen von Kaffee“ in Betracht ziehst. Laut Keywords Explorer erhält dieses Keyword geschätzte 1.000 Suchanfragen und ~800 Klicks pro Monat.

      US und globales Suchvolumen für „Nebenwirkungen von Kaffee“. Daten von Ahrefs’ Keywords Explorer.

      Bedenke jedoch, dass wenn du für dieses Keyword rankst, deine Seite wahrscheinlich auch für alle möglichen verwandten Keywords und Synonyme ranken wird, wie:

      • Was passiert, wenn du zu viel Kaffee trinkst — 450 monatliche Suchanfragen
      • auswirkungen von zu viel kaffee — 200 monatliche suchvorgänge
      • nebenwirkungen von zu viel kaffee — 200 monatliche Suchen
      • nebenwirkungen beim trinken von zu viel kaffee — 100 monatliche Suchen

      Da all diese Suchanfragen in etwa das Gleiche bedeuten, ist es ein Fehler, deinen potentiellen Suchtraffic nur aus einer einzigen Suchanfrage abzuschätzen. Es ist besser, sich anzuschauen, wie viel Traffic die aktuellen Top-Ranking-Seiten derzeit bekommen, was im Keywords Explorersuper einfach zu machen ist.

      Hier sehen wir, dass die Top-Ranking-Seite für „Nebenwirkungen von Kaffee“ geschätzte ~3.500 Besuche pro Monat bekommt und für über 930 Keywords rankt:

      Geschätzter monatlicher organischer US-Suchverkehr auf der Top-Ranking-Seite für „Nebenwirkungen von Kaffee“. Daten von Ahrefs’ Keywords Explorer.

      Wir haben drei Millionen Suchanfragen untersucht und festgestellt, dass die durchschnittliche Top-Ranking-Seite für fast 1.000 andere Keywords in den Top 10 rankt.

      Die Moral von der Geschichte? Beurteile Keywords nicht nur nach ihrem Suchvolumen (oder Klicks). Schau dir die Top-Ranking-Ergebnisse an, um das gesamte Suchverkehrspotenzial des Themas abzuschätzen. In den meisten Fällen wird das Suchvolumen eines Keywords tatsächlich mit dem gesamten „Traffic-Potenzial“ des Themas korrelieren. Wenn du jedoch auf dieses Detail achtest, wird es dir helfen, deine Keywords zu priorisieren und Keyword-Möglichkeiten zu finden, die deine Konkurrenten übersehen haben.

      Keyword Difficulty

      SEO-Profis schätzen die Ranking-Schwierigkeit eines Keywords typischerweise manuell ein. Das heißt, sie schauen sich die Top-Ranking-Seiten für ihr Ziel-Keyword an. Sie berücksichtigen viele verschiedene Faktoren, um zu beurteilen, wie schwer oder leicht es sein wird zu ranken:

      • Anzahl (und Qualität) der Backlinks;
      • Domain Rating (DR);
      • Länge, Relevanz und Frische des Inhalts;
      • Verwendung des Zielkeywords, Synonyme, Entitäten;
      • Suchintention;
      • Branding;
      • etc.

      Dieser Prozess variiert von Person zu Person, da es keinen Konsens darüber gibt, was hier wichtig ist und was nicht. Eine Person glaubt vielleicht, dass DR wichtig ist, eine andere, dass Relevanz eine größere Rolle spielt. Dieser Mangel an Konsens macht das Leben für die Entwickler von Keyword-Recherche-Tools ein wenig schwierig, da sie alle versuchen, die Ranking-Schwierigkeit von Keywords auf einen einzigen umsetzbaren Score zu konzentrieren.

      Nachdem wir mit vielen professionellen SEOs über die Signale gesprochen haben, die ein zuverlässiger Keyword Difficulty Score berücksichtigen sollte, haben wir festgestellt, dass sich alle zumindest in einem Punkt einig sind: Backlinks sind entscheidend für das Ranking. Also haben wir uns entschieden, unseren Keyword Difficulty (KD) Score auf die Anzahl der eindeutigen Websites zu stützen, die auf die Top 10 Ranking-Seiten verlinken.

      Wie du in der Abbildung oben sehen kannst, bezieht sich jeder KD-Score auf eine ungefähre Anzahl von Webseiten, die auf deine Seite verlinken sollten, damit sie in den Top 10 der Suchergebnisse landet.

      Randnotiz.
      Bitte übersehe nicht den „Top 10“ Hinweis in der obigen Erklärung. Der KD-Score von Ahrefs sagt dir nicht, was es braucht, um für ein bestimmtes Keyword auf Platz 1 zu ranken. Er berät dich lediglich darüber, was es braucht, um in die Top 10 zu kommen. 

      Mit dem Wissen, wie KD funktioniert, missbrauchen viele Leute den Score, indem sie den Filter von 0 bis 30 einstellen und sich nur auf die „niedrig hängenden“ Möglichkeiten konzentrieren. Sie machen sich nie die Mühe, High-KD Keywords auf ihren Webseiten abzudecken, und das ist aus zwei Gründen ein großer Fehler:

      1. Du solltest dich früher um High-KD-Keywords kümmern, nicht später. Da du viele Backlinks brauchst, um zu ranken, lohnt es sich, deine Seite so schnell wie möglich zu erstellen und zu bewerben. Je länger du zögerst, desto größer ist der Vorsprung, den du deinen Konkurrenten gibst – und desto schwieriger wird es, sie in Zukunft zu übertreffen.
      2. Du solltest High-KD Keywords als Linkchancen sehen. Die Tatsache, dass die Top-Ranking-Seiten viele Backlinks haben, ist ein Zeichen für ein ‘linkwürdiges’ Thema. Mit anderen Worten, wenn du dieses Thema aufgreifst, könnte es eine Menge Backlinks für dich anlocken.

      Die Quintessenz ist diese: Die KD ist nicht dazu da, um dich davon abzuhalten, bestimmte Keywords anzusteuern. Es ist dazu da, dir zu helfen, zu verstehen, was es braucht, um für eine bestimmte Suchanfrage zu ranken und wie „link-würdig“ das Thema ist.

      Du solltest nur wissen, dass du die Keywords immer manuell bewerten solltest, bevor du sie bearbeitest und dich nicht nur auf den Keyword Difficulty Score eines Tools verlassen solltest, um deine endgültige Entscheidung zu treffen. Kein Keyword Difficulty Score kann die Komplexität von Googles Ranking-Algorithmus in eine einzige Zahl zusammenfassen. Sei vorsichtig mit Tools, die dir etwas anderes suggerieren.

      Wenn du mehr über Keyword Difficulty erfahren möchtest, schau dir unseren Keyword Difficulty Leitfaden an.

      Cost Per Click (CPC)

      Cost Per Click (CPC) zeigt, wie viel Werbetreibende bereit sind, für jeden Anzeigenklick auf ein Keyword zu zahlen. Es ist eher eine Metrik für Werbetreibende als für SEOs, aber es kann als nützlicher Indikator für den Wert eines Keywords dienen.

      Monday.com zahlt für Klicks vom Keyword “Projektmanagement Software”. Es kostet sie jedes Mal Geld, wenn jemand darauf klickt.”

      Zum Beispiel hat das Keyword „Bürokaffee“ einen relativ hohen CPC von $12. Das liegt daran, dass die meisten Suchenden nach Kaffeemaschinen für ihr Büro suchen, die Hunderte oder Tausende von Dollar kosten können. Aber es ist das Gegenteil für „wie man guten Espresso macht“. Das liegt daran, dass die meisten Suchenden nicht danach suchen, etwas zu kaufen. Sie suchen nach Informationen darüber, wie man Espresso zubereitet.

      Geschätzter CPC für „Bürokaffee“ und „wie man guten Espresso macht“ im Ahrefs’ Keywords Explorer.

      Eine wichtige Sache, die du über den CPC wissen musst, ist, dass er viel volatiler ist als das Suchvolumen. Während die Suchnachfrage für die meisten Keywords von Monat zu Monat ungefähr gleich bleibt, kann sich ihr CPC jede Minute ändern. Das bedeutet, dass die CPC-Werte, die du in Keyword-Tools von Drittanbietern siehst, Momentaufnahmen sind. Wenn du Echtzeitdaten willst, musst du AdWords nutzen.


      Für jedes Keyword auf deiner Liste musst du die richtige Art von Seite und Inhalt erstellen, um es anzusprechen. Zu verstehen, wie man das macht, ist ein entscheidender Schritt im Keyword-Recherche-Prozess. Glücklicherweise kannst du das in zwei einfachen Schritten tun.

      1. Identifiziere das übergeordnete Thema
      2. Identifiziere die Suchintentionen

      1. Identifiziere das übergeordnete Thema

      Sagen wir, du hast diese Keywords auf deiner Liste:

      • wie man whipped coffee macht
      • was ist whipped coffee?
      • whipped coffee rezept
      • wie macht man Rezept ohne instant
      • whipped coffee ohne Zucker

      Du fragst dich vielleicht, ob du für jedes Keyword eine eigene Seite erstellen sollst oder alle auf einer einzigen Seite ansprechen sollst?

      Die Antwort hängt größtenteils davon ab, wie Google diese Keywords sieht. Sieht es sie als Teil des gleichen Themas (z.B. wie man whipped coffee macht)? Oder sieht es sie alle als individuelle Themen? Du kannst ein Gefühl dafür bekommen, wenn du dir die Google Ergebnisse ansiehst.

      Zum Beispiel sehen wir einige der gleichen Seiten, die für “wie man whipped coffee macht” und “was ist whipped coffee” ranken.

      Das scheint darauf hinzudeuten, dass Google diese beiden Keywords als Teil desselben Themas ansieht.

      Wir sehen auch, dass die meisten Ergebnisse für beide Suchanfragen Beiträge über die Zubereitung von Whipped Coffee sind. Das sagt uns, dass “Was ist Whipped Coffee” ein Unterthema des breiteren Themas “Wie macht man Whipped Coffee” ist.

      Aus diesem Grund würde es wahrscheinlich mehr Sinn machen, diese beiden Keywords auf einer einzigen Seite anzusprechen, als zwei separate Seiten zu erstellen.

      Wenn wir uns jedoch die Ergebnisse für „Whipped Coffee ohne Zucker” anschauen, sehen wir das Gegenteil:

      Fast alle Ergebnisse beziehen sich speziell auf die Zubereitung eines zuckerfreien, gesunden Whipped Coffees und nicht auf irgendeinen allgemeinen Whipped Coffees. Das sagt uns, dass „Whipped Coffee ohne Zucker“ nicht Teil eines umfassenderen Themas der Zubereitung von Whipped Coffee ist (obwohl ein Whipped Coffee ohne Zucker tatsächlich immer noch ein Whipped Coffee ist). Also müssten wir wahrscheinlich einen separaten Artikel schreiben, um für dieses Keyword zu ranken.

      Das Problem bei diesem Ansatz ist, dass er ein manueller und sehr langsamer ist. Wenn du also viele Keywords zu analysieren hast, kann das eine ganze Weile dauern.

      Im Keywords Explorer haben wir dieses Problem gelöst, indem wir für jedes Keyword ein „Parent Topic“ anzeigen. Es zeigt dir, ob wir denken, dass du für dein Ziel-Keyword ranken kannst, während du stattdessen ein breiteres Thema anvisierst.

      Um das „Parent Topic“ zu identifizieren, nehmen wir die Top-Ranking-Seite für jedes Keyword und finden das Keyword, das die meisten Klicks auf die Seite schickt.

      Lass uns unsere Keywords von vorhin in den Keywords Explorer einfügen und ihre „Parent Topics“ überprüfen.

      Parents Topics für unsere Keywords im Ahrefs’ Keywords Explorer.

      Was wir hier sehen, spiegelt das wider, was wir in den Suchergebnissen gesehen haben. Die meisten unserer Keywords fallen unter das gleiche breite Thema. Die Ausnahme ist „Whipped Coffee ohne Zucker“, das müsste also eine eigene Seite werden.

      Allerdings ist unser „Parent Topic“-Feature nicht perfekt. Es gibt dir nicht immer so direkte Ratschläge, wie du deine Keywords am besten nach Seiten gruppieren kannst (in der SEO ist diese Praxis auch als “Keyword Clustering” bekannt), da Googles Suchergebnisse unbeständig sind.

      Als ich zum Beispiel kurz nach der Veröffentlichung dieses Leitfadens das Parent Topic für die gleichen Keywords wie oben überprüft habe, bekam ich andere Ergebnisse:

      In solchen Fällen kannst du versuchen, den „Traffic Anteil > Nach Seiten“ Bericht im Keywords Explorer zu verwenden. Es ist ein einfacher Weg zu sehen, ob und wo die gleichen Seiten für deine Gruppe von Keywords ranken.

      2. Identifiziere Suchintention

      Nehmen wir an, dass du diese Keywords auf deiner Liste hast:

      • Kaffeemühle
      • Latte vs Cappuccino
      • Kaffeemaschine für eine Tasse
      • arabica kaffee
      • Wie brüht man Cold Brew Kaffee?
      • Handmühle mit Mahlwerk für Kaffee

      Wenn du einen Onlineshop mit einem Blog betreibst, musst du verstehen, welche Keywords du mit Blogbeiträgen und welche mit Produktseiten ansprechen solltest.

      Für einige Keywords ist das offensichtlich. Du würdest keine Produktseite für “wie man Cold Brew Coffee aufbrüht” erstellen, weil das keinen Sinn macht. Suchende wollen wissen, wie man Cold Brew Coffee zubereitet, nicht wie man eine Brühvorrichtung kauft.

      Aber was ist mit einem Keyword wie „Handmühle mit Mahlwerk für Kaffee”? Solltest du dieses Keyword mit einem Blogbeitrag über die besten Kaffeemühlen ansprechen oder mit einer E‑Commerce Kategorieseite, die alle Kaffeemühlen zeigt, die du verkaufst?

      Beispiel für eine E‑Commerce Kategorieseite.

      Da dein Ziel wahrscheinlich ist, mehr Kaffeemühlen zu verkaufen, ist dein Instinkt wahrscheinlich, eine Kategorieseite mit allen Mühlen zu erstellen, die du zum Verkauf anbietest. Das wäre der falsche Schritt, denn diese Art von Inhalt entspricht nicht dem, was Suchende sehen wollen – auch bekannt als Suchintention.

      Woher wir das wissen? Wenn du dir die Top-Ranking-Seiten für dieses Keyword in Google ansiehst, sind das alles Blogbeiträge über die besten Kaffeemühlen mit Mahlwerk.

      Google versteht die Absicht besser als jeder andere, daher sind die Top-Ergebnisse für ein Keyword oft ein guter Indikator für die Suchabsicht. Wenn du die besten Chancen auf ein gutes Ranking haben willst, solltest du die gleiche Art von Inhalten erstellen, die du bereits auf der ersten Seite siehst.

      Du kannst die Top-Ergebnisse für dein Land im Keywords Explorer sehen. Drücke einfach auf das „SERP“ Symbol.

      SERP-Übersicht für „Kaffeemühle“ im Ahrefs’ Keywords Explorer.

      Von hier aus kannst du analysieren, was wir gerne die drei I’s der Suchabsicht nennen, um zu lernen, wie du das Keyword am besten ansprechen kannst:

      1. Inhaltstyp
      2. Format des Inhalts
      3. Blickwinkel des Inhalts

      1. Inhaltstyp

      Inhaltstypen fallen in der Regel in eine von fünf Kategorien: Blogposts, Produkte, Kategorien, Landing Pages oder Videos.

      2. Format des Inhalts

      Das Inhaltsformat gilt vor allem für „informativen“ Inhalt. Typische Beispiele sind How-Tos, Listicles, News-Artikel, Meinungsartikel und Reviews.

      3. Blickwinkel des Inhalts

      Der Blickwinkel des Inhalts ist das Hauptverkaufsargument des Inhalts. Zum Beispiel scheinen Leute, die nach „wie man einen Latte zubereitet“ suchen, wissen zu wollen, wie man dies ohne Maschine oder spezielle Ausrüstung macht.

      Obwohl es wichtig ist, deine Inhalte an den Erwartungen der Suchenden auszurichten, solltest du nicht unbedingt der Herde folgen und die Suchenden in ihrer Erwartungsblase halten. Wenn du dir sicher bist, dass du die Aufmerksamkeit der Suchenden mit einer anderen Art von Inhalt, einem anderen Format oder einem anderen Blickwinkel auf dich ziehen kannst, dann probiere es aus.


      Die Keyword-Priorisierung ist nicht der letzte Schritt im Keyword-Recherche-Prozess. Es ist eher etwas, das du tun solltest, während du die oben genannten Schritte durchläufst. Während du nach Keywords suchst, ihre Metriken analysierst und sie gruppierst, frage dich selbst:

      • Wie hoch ist das geschätzte Traffic-Potenzial für dieses Keyword?
      • Wie stark ist die Konkurrenz? Was wäre nötig, um dafür zu ranken?
      • Hast du bereits Inhalte zu diesem Thema? Wenn nicht, was braucht es, um eine konkurrenzfähige Seite zu erstellen und zu bewerben?
      • Bist du bereits für dieses Keyword gerankt? Könntest du den Traffic erhöhen, indem du deinen Rang um ein paar Positionen verbesserst?
      • Ist es wahrscheinlich, dass der Traffic in Leads und Verkäufe umgewandelt wird, oder wird er nur Markenbekanntheit bringen?

      Dieser letzte Punkt ist ein besonders wichtiger. Während Suchvolumen, Traffic-Potenzial, Schwierigkeitsgrad und Suchintention alles wichtige Überlegungen sind, musst du auch berücksichtigen, was der Traffic von diesem Keyword für dein Unternehmen wert ist.

      Wie du das „Geschäftspotenzial“ deiner Keyword-Ideen abschätzen kannst

      Viele Content Marketer und SEOs beurteilen den „Wert“ von Keywords, indem sie sie auf die Buyer’s Journey abbilden. Das ist der Prozess, den Menschen durchlaufen, bevor sie einen Kauf tätigen. Die herkömmliche Weisheit besagt, dass die Wahrscheinlichkeit eines Kaufs umso geringer ist, je früher sich die Menschen in ihrer Reise befinden.

      Wie machen die Leute das? Die beliebteste Methode ist es, Keyword-Ideen in drei Bereiche zu gruppieren: TOFU, MOFU, und BOFU.

      Hier sind einige Beispiele für TOFU‑, MOFU- und BOFU-Keywords für Ahrefs:

      • Top of the Funnel (TOFU): Online Marketing, was ist SEO, wie kann man den Website-Traffic steigern.
      • Middle of the Funnel (MOFU): wie man Keyword-Recherche betreibt, wie man Links aufbaut, wie man ein Website-Audit durchführt.
      • Bottom of the Funnel (BOFU): ahrefs vs moz, ahrefs Bewertungen, ahrefs Rabatt.

      Im Allgemeinen haben TOFU-Keywords das höchste Traffic-Potenzial, aber die Besucher sind noch nicht auf der Suche, etwas zu kaufen. Und MOFU- und BOFU-Keywords werden dir weniger Traffic bringen, aber diese Leute sind näher dran, deine Kunden zu werden.

      Bei Ahrefs denken wir, dass dieses Konzept einschränkend und vielleicht sogar irreführend ist.

      Hier sind drei Gründe warum:

      Erstens berücksichtigt es nicht, dass du jemanden vom oberen Ende des Trichters nehmen kannst, der nach etwas Allgemeinem wie „Online Marketing“ sucht und ihn auf einer Seite durch alle Stufen der Buyer’s Journey führen kannst. Das ist es, wofür Direct Response Texter bekannt sind. Sie erstellen ihre Anzeigen nicht auf Basis von TOFU/MOFU/BOFU. Sie erstellen eine Anzeige, die den Leser vom bloßen Verstehen seines Problems bis zum Kauf deiner Lösung führt.

      Zweitens ist es eine ziemliche Herausforderung, jedem Keyword ein definitives TOFU‑, MOFU- oder BOFU-Label zuzuweisen, weil die Dinge nicht immer so eindeutig sind. Zum Beispiel könnte „Link Building Tool“ für uns ein MOFU oder BOFU Keyword sein. Es kommt darauf an, wie du es betrachtest.

      Drittens weiten einige Marketer ihre Definition von TOFU so weit aus, dass sie am Ende nicht verwandte Themen abdecken. Ein Beispiel dafür ist Hubspot:

      Top Seiten Bericht für HubSpot’s Blog in Ahrefs Site Explorer.

      Wenn man bedenkt, dass sie Marketing Software verkaufen, wie glaubst du, werden sie dann die Leute konvertieren, die über  Artikeln kommen wie z.B.:

      • berühmte Zitate
      • kostenlose E‑Mail-Konten
      • Rücktrittschreiben
      • beste Website-Designs

      Um dieses Problem zu bekämpfen, haben wir einen einfachen und objektiveren „Business Score“ erstellt, um den Wert eines Keywords zu bestimmen. Und dieser basiert hauptsächlich darauf, wie gut wir unser Produkt in unserem Content pitchen können.

      Hier sind die Bewertungskriterien, die wir für Blog-Themen verwenden:

      PunktewertWas es bedeutetBeispiel
      3Unser Produkt ist eine unersetzliche Lösung für das Problem„wie man bei Google besser ranken kann“ – denn das ist schwer zu erreichen ohne einem Toolset wie Ahrefs
      2Unser Produkt hilft ein wenig, aber es ist nicht unbedingt notwendig, um das Problem zu lösen„SEO-Tipps“ — denn einige Tipps sind ohne unser Produkt nicht umsetzbar, andere hingegen schon
      1Unser Produkt kann nur flüchtig erwähnt werden„Marketing-Ideen“ – denn SEO ist eine von vielen Marketing-Ideen, und Ahrefs hilft dabei
      0Es gibt absolut keine Möglichkeit, unser Produkt zu erwähnen„Social Media Marketing“ – denn das ist nicht etwas, bei dem Ahrefs hilft 

      Indem wir diesen Score mit dem geschätzten Such-Traffic-Potenzial eines Themas koppeln, können wir eine gute Vorstellung von den wertvollsten Themen für unser Unternehmen bekommen. Du wirst feststellen, dass wir kaum Beiträge auf unserem Blog mit einem Business Score von Null haben, in denen unser Produkt nicht erwähnt wird.

      Wenn du diesen Prozess durchläufst, denke daran, dass du nicht nur nach „einfach zu rankenden“ Keywords suchst. Du suchst nach den Keywords mit dem höchsten Return on Investment.

      Sich nur auf Keywords mit geringem Schwierigkeitsgrad zu konzentrieren, ist ein Fehler, den viele Webseitenbetreiber machen. Du solltest immer kurz‑, mittel- und langfristige Ranking-Ziele haben. Wenn du dich nur auf kurzfristige Ziele konzentrierst, wirst du nie für die lukrativsten Keywords ranken. Wenn du dich nur auf mittel- und langfristige Ziele konzentrierst, wird es Jahre dauern, bis du überhaupt Traffic bekommst.

      Stell dir das so vor: Tief hängende Früchte zu pflücken ist einfach, aber die an der Spitze des Baumes sind oft saftiger. Bedeutet das, dass es sich nicht lohnt, die Früchte am unteren Ende zu pflücken? Nein. Du solltest sie trotzdem pflücken. Aber du solltest auch vorausschauend planen und eine Leiter für die Früchte oben kaufen.


      Bevor wir alles abschließen, lass uns einen Blick auf ein paar beliebte Keyword-Recherche-Tools werfen, die dir dabei helfen werden, alles oben Besprochene umzusetzen.

      Google Keyword Planner (Kostenlos)

      Für seine einzigartigen Keyword-Vorschläge und aktuellen CPC-Werte.

      Google Trends (Kostenlos)

      Für Trendvergleiche und die Erforschung der Geographie von Trends.

      Google Search Console (Kostenlos)

      Zur Überprüfung der Top 1.000 Keywords, für die du bereits rankst und wie viel Traffic dir diese Keywords schicken.

      Ahrefs Webmaster Tools (Kostenlos)

      Für die Überprüfung aller Keywords, für die du derzeit rankst, zusammen mit ihrem geschätzten Suchvolumen, Keyword Difficulty Scores, Traffic-Potenzial und anderen nützlichen SEO-Metriken.

      Keyword Generator (Kostenlos)

      Für die Generierung von hunderten von kostenlosen Keyword-Ideen aus einem Seed-Keyword.

      Keyword Difficulty Checker (Kostenlos)

      Zur Überprüfung der Ranking-Schwierigkeit eines Keywords, gemäß Ahrefs Keyword Difficulty (KD) Score.

      Keyword Rank Checker (Kostenlos)

      Um zu überprüfen, wo du für jedes Keyword in jedem Land rankst.

      Keywords Explorer

      Für den Fall, dass es dir wirklich ernst ist, die besten Keywords für deine Website zu finden. Finde zehntausende von Keyword-Ideen in Sekundenschnelle, filtere die Keyword-Ideen-Berichte nach Keywords, die für dich wichtig sind, und bewerte ihr Traffic-Potenzial und ihre Ranking-Schwierigkeit mit Leichtigkeit.

      Kommen wir zum Schluß

      Alles oben genannte sollte ausreichen, um die grundlegenden Konzepte der Keyword-Recherche zu verstehen und deine Content-Strategie zu planen.

      Wenn du mehr lernen und tiefer in die Keyword-Recherche einsteigen willst, dann schau dir unsere weiterführenden Links an, die in diesem Leitfaden verstreut sind. Diese geben dir ein viel tieferes Verständnis für die verfügbaren Metriken und Tools und wie du sie nutzen kannst.

      Vielleicht möchtest du dir auch dieses Video ansehen, in dem wir dich durch den gesamten Prozess von Anfang bis Ende begleiten.

      https://www.youtube.com/watch?v=CC3dIMS5RAo&t=1s

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      Über­set­zt von sehrausch.de: Such­­maschi­­nen– & Con­ver­­­­sion-Opti­mierung, Online-Mar­ket­ing & Paid-Adver­tis­ing. Pass­ge­nau aus ein­er Hand.

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