Claude Code für SEO: 35 Anwendungsfälle (mit Ahrefs MCP)

Porträt von Mateusz Makosiewicz

Nach Autor Mateusz Makosiewicz

SEO & Marketing Educator bei Ahrefs

October 12, 202645 Min. Lesezeit

Claude Code erledigt SEO-Aufgaben, für die du sonst mehrere Tools und viel Handarbeit brauchst. Gib ihm eine Aufgabe und Zugriff auf die richtigen Daten. Dann vergleicht es Reports, analysiert Seiten, entwirft Änderungen oder stellt dir Empfehlungen zum Prüfen zusammen.

Du musst dafür nicht deinen kompletten SEO-Workflow automatisieren. Fang mit einer einzigen Aufgabe an und behalte die Kontrolle: Du entscheidest, welche Funde zählen und welche Änderungen sich lohnen.

Die 35 Anwendungsfälle unten sind nach der Art der Arbeit sortiert. Am schnellsten startest du so: Nimm eine Aufgabe, die du ohnehin erledigst, such dir das passende Beispiel und pass es an deinen Ablauf an. Du kannst Claude Code sogar diesen Artikel geben und es bitten, aus den Ideen eigene SEO-Skills zu bauen.

Wie Claude Code für SEO funktioniert

Claude Code wird für SEO nützlich, sobald du ihm etwas Konkretes zu tun gibst. „Bring mich bis morgen auf Platz 1“ scheitert auch bei Claude. Statt „Analysiere den Traffic“ gibst du ihm zwei Search-Console-Exporte und fragst: Welche Seiten haben die meisten Klicks verloren, wie viele genau, und was hat sich zwischen den beiden Zeiträumen verändert?

Claude vergleicht die Dateien, berechnet die Differenzen und speichert das Ergebnis in einer neuen Tabelle.

Nach diesem Muster laufen viele SEO-Aufgaben. Gib Claude die passenden Dateien oder Daten. Sag ihm genau, was du herausfinden willst. Lass dir ein Ergebnis ausgeben, das du prüfen kannst.

Für den Anfang reichen einfache Exporte, etwa CSV-Dateien oder Tabellen. Du musst Claude nicht ab Tag eins mit jedem SEO-Tool verbinden.

Anthropic hat den Zugang zu Claude Code inzwischen vereinfacht. Für den schnellen Einstieg brauchst du kein Terminal mehr, Claude Code läuft auch in der Claude-Desktop-App und im Browser. Ausprobieren klappt damit ohne technisches Setup.

Drei Begriffe begegnen dir dabei ständig:

  • APIs lassen Claude Daten direkt aus einem Dienst abrufen. Du musst nichts mehr von Hand exportieren.
  • MCP (Model Context Protocol) ist eine Schnittstelle, über die ein KI-Modell direkt Daten aus Tools wie Ahrefs abrufen kann.
  • Skills sind wiederverwendbare Anleitungen für Aufgaben, die du mehrmals auf dieselbe Weise erledigst. Technisch ist ein Skill ein Ordner mit einer Datei namens SKILL.md, in der die Anweisungen stehen. Claude Code lädt ihn selbst, wenn er zur Aufgabe passt, oder du rufst ihn mit /name direkt auf.

An der Grundidee ändert keiner dieser Begriffe etwas: Claude braucht Zugriff auf die richtigen Informationen und einen klaren Auftrag.

So verbindest du Claude Code mit Ahrefs-Daten

Über den Ahrefs MCP ruft Claude Daten ab: wonach Menschen suchen, welche Seiten ranken und welche Websites auf dich verlinken. Deine verbundenen Projekte aus der Google Search Console und aus Web Analytics stehen ebenfalls zur Verfügung.

Damit hat Claude Material, das es mit deinen eigenen Dateien abgleichen kann. Zum Beispiel die Rankings deiner Wettbewerber oder die Links auf eine Seite, die du gerade prüfst.

Der Ahrefs MCP steckt in allen kostenpflichtigen Plänen ab Lite, und die Nutzungslimits pro Plan hat Ahrefs kürzlich erhöht. Wie du Ahrefs mit Claude Code verbindest, steht in der deutschen Anleitung von Ahrefs. Die Kurzfassung folgt im nächsten Abschnitt.

Claude Code in 10 Minuten: Anleitung für den Einstieg

Bevor es mit den 35 Anwendungsfällen losgeht, hier das Minimal-Setup. Programmierkenntnisse brauchst du keine. Du brauchst einen Ordner, eine Datei und etwa zehn Minuten. Die Angaben haben den Stand Oktober 2026.

Was du brauchst

  • Ein kostenpflichtiges Claude-Abo oder ein API-Konto. Claude Code steckt in den Plänen Pro, Max, Team und Enterprise sowie in Konten der Claude Console. Der kostenlose Plan enthält es laut Anthropic nicht. Pro kostet bei monatlicher Zahlung 20 $.
  • Einen Zugang, der zu dir passt. Ohne Terminal startest du im Tab „Code“ der Claude-Desktop-App für macOS und Windows, für Linux gibt es eine Beta. Die Browser-Version unter claude.ai/code arbeitet mit GitHub-Repositorys statt mit Ordnern auf deinem Rechner. Für diesen Einstieg nimmst du deshalb besser die Desktop-App. Wer lieber im Terminal oder in VS Code arbeitet, installiert die Kommandozeilenversion. Noch nie ein Terminal geöffnet? Anthropic hat dafür eine Terminal-Anleitung.
  • Einen Projektordner mit deinen Daten. Leg einen leeren Ordner an, zum Beispiel seo-projekt. Dort kommen deine Exporte hinein: ein Search-Console-Export als CSV, ein Ahrefs-Export, eine Sitemap. Claude Code arbeitet immer in dem Ordner, den du ihm gibst.
  • Optional: den Ahrefs MCP. Damit sparst du dir für viele Aufgaben die CSV-Exporte. Er ist in den kostenpflichtigen Ahrefs-Plänen ab Lite enthalten. Die Abfragen ziehen API-Units aus deinem Kontingent ab. In unserem Test kostete die Abfrage von elf Keywords 363 Units, die Search-Console-Daten deines Projekts kosteten keine.

So startest du

  1. Installieren. Die Desktop-App bringt alles mit. Im Terminal reicht auf macOS und Linux ein Befehl: curl -fsSL https://claude.ai/install.sh | bash. Windows und weitere Wege wie Homebrew oder WinGet beschreibt die Installationsanleitung von Anthropic. Node.js brauchst du dafür nicht mehr.
  2. Anmelden. Beim ersten Start fragt Claude Code nach deinem Konto. Die Anmeldung läuft im Browser.
  3. Projektordner öffnen. In der Desktop-App wählst du den Ordner aus. Im Terminal wechselst du mit cd seo-projekt hinein und startest dann claude.
  4. Ahrefs MCP verbinden (optional). Im Projektordner gibst du einmalig claude mcp add ahrefs https://api.ahrefs.com/mcp/mcp -t http ein. Die Verbindung gilt dann für diesen Ordner. Soll Ahrefs in allen Projekten verfügbar sein, hängst du --scope user an. Dann startest du Claude, tippst /mcp, wählst „Authenticate“ und meldest dich im Browser bei Ahrefs an. Details stehen in der Ahrefs-Doku für Claude Code, für die Desktop-App gibt es eine eigene Anleitung.

Deine erste Aufgabe

Exportier in der Google Search Console den Leistungsbericht der letzten drei Monate als CSV. Du bekommst eine ZIP-Datei mit mehreren Tabellen. Entpack sie und leg die Datei mit den Suchanfragen in den Ordner. Dann schreib Claude:

Lies die CSV-Datei mit den Suchanfragen. Finde alle Suchanfragen mit mehr als 500 Impressionen und einer CTR unter 2 %. Sortiere nach Impressionen und gib mir eine Tabelle mit Suchanfrage, Impressionen, CTR und durchschnittlicher Position.

Claude Code liest die Datei, rechnet und gibt dir die Tabelle aus. Danach fasst du nach: „Welche davon stehen auf Position 4 bis 10?“ Mehr steckt nicht dahinter. Du formulierst wie mit einem Kollegen, die Daten liegen im Ordner.

Brauchst du einen Ablauf öfter, speicherst du ihn als Skill. Er liegt dann im Projekt unter .claude/skills/<name>/SKILL.md. Am bequemsten bittest du Claude selbst darum: „Mach aus dem, was wir gerade gemacht haben, einen Skill.“

Randbemerkung


Keine Lust auf Terminal und Setup? Letaido ist ein KI-Teammitglied für Marketing-Teams, bei dem die Ahrefs-Daten schon an Bord sind. Viele Workflows aus diesem Artikel laufen dort im Chat, etwa Reports, Content-Checks und wiederkehrende Auswertungen. Als Ahrefs-Kunde testest du Letaido einen Monat kostenlos, inklusive KI-Credits im Wert von 50 $. Danach kostet es 99 $ im Monat: ahrefs.com/de/letaido. Wie eine Agentur damit arbeitet, beschreibt dieser Gastbeitrag.

Datenschutz: Was du vor dem Upload von GA-, GSC- und CRM-Daten klären musst

Kurz vorab: Das hier ist keine Rechtsberatung. Die verbindliche Einschätzung holst du dir bei deiner Datenschutzbeauftragten oder deinem Anwalt. Was folgt, sind die vier Fragen, die in Teams in Deutschland, Österreich und der Schweiz meist zuerst auf den Tisch kommen.

Ahrefs-Daten über den MCP sind dabei das kleinere Thema. Keywords, Backlinks und Rankings haben keinen Personenbezug. Heikel wird es bei den Fällen, in denen du eigene Exporte ins Spiel bringst: GA4-Daten, Search-Console-Exporte, CRM-Listen mit Leads.

Wo landen die Daten?

Claude Code läuft zwar auf deinem Rechner, verarbeitet wird aber bei Anthropic. Alles, was Claude liest, geht an Anthropics Server. Eine Datei im Projektordner bleibt also nicht automatisch bei dir. Laut Anthropic werden die Daten in den USA gespeichert. Für die Übermittlung nennt die Datenschutzerklärung unter anderem Standardvertragsklauseln.

Gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag?

Für die kommerziellen Angebote, also Team, Enterprise und die API, ist Anthropics Data Processing Addendum automatisch Teil der Commercial Terms. Extra unterschreiben musst du nichts. Für die Privat-Abos Pro und Max gelten dagegen die Verbraucherbedingungen. Für personenbezogene Daten aus deinem Unternehmen sind diese Pläne deshalb die falsche Wahl.

Werden deine Daten zum Training genutzt?

Bei Free, Pro und Max entscheidest du das selbst in den Datenschutz-Einstellungen. Laut Anthropic gilt das ebenso für Claude Code. Mit Zustimmung bewahrt Anthropic die Daten fünf Jahre auf, ohne Zustimmung 30 Tage. Unter den kommerziellen Bedingungen trainiert Anthropic standardmäßig nicht mit deinen Prompts und deinem Code und hält die Daten 30 Tage vor.

Brauchst du den Personenbezug überhaupt?

Meistens nicht. Für fast jede SEO-Auswertung reichen Zahlen pro Seite oder Suchanfrage. Entferne personenbezogene Spalten, bevor Claude die Datei liest:

  • E-Mail-Adressen, Namen, Telefonnummern und Firmenkontakte aus CRM-Exporten
  • IP-Adressen, Client-IDs und User-IDs aus GA4-Exporten
  • Suchanfragen aus der Search Console, die Personennamen enthalten

Ein pragmatischer Weg: Lass Claude Code ein kleines Skript schreiben, das die kritischen Spalten aus der Originaldatei löscht oder unkenntlich macht. Dieses Skript startest du selbst und nicht über Claude. So tauchen die Rohdaten nie im Chat auf. Erst die bereinigte Datei bekommt Claude. Den Ordner mit den Rohdaten sperrst du zusätzlich über eine Deny-Regel in den Einstellungen für Claudes Dateizugriff. In der Datei .claude/settings.json sieht das so aus: {"permissions": {"deny": ["Read(./rohdaten/**)"]}}. Eine .claudeignore-Datei, wie sie in manchen Anleitungen steht, wirkt laut Anthropic nicht.

Bleibt das Unspektakuläre: Trag den Einsatz in dein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten ein und schreib eine kurze interne KI-Richtlinie. Zwei Seiten reichen. Sie ersparen dir später die Diskussion, wer wann welchen Export in ein KI-Modell geladen hat.

So nutzt du Claude Code für Content-Erstellung und Content-Optimierung

Die ersten Beispiele zeigen, wie Claude aus Material, das du schon hast, etwas Neues macht. Aus einer Aufnahme wird ein Artikel, aus einem fertigen Guide ein Videoskript. Claude liefert den Entwurf, du prüfst ihn, bearbeitest ihn und entscheidest, was veröffentlicht wird.

1. Baue ein kostenloses SEO-Tool, das eine Suchanfrage beantwortet

Ein Reddit-Nutzer mit dem Namen u/Caitaline_Evars hat ein Open-Source-System gebaut, in dem Claude Code Keywords recherchiert. Danach veröffentlicht es täglich Artikel und wöchentlich kostenlose interaktive Tools. Zum Projekt gehört ein Dashboard, über das sich die Arbeit steuern und verfolgen lässt.

Manche Suchanfragen beantwortest du am besten mit etwas, das sich benutzen lässt. Wer wissen will, wie viele Fliesen er kaufen muss, ist mit einem Rechner schneller am Ziel als mit einem langen Artikel übers Ausmessen.

Google sieht das genauso. Für „fliesenrechner“ zeigt der Keywords Explorer in Deutschland rund 250 Suchen im Monat und eine Keyword Difficulty von 0. Von den zehn organischen Ergebnissen auf Seite 1 sind sieben Rechner-Tools (SERP-Stand September 2026).

Claude Code schreibt dir den Code für so ein kleines Tool. Du beschreibst, was Nutzer eingeben, wie gerechnet wird und was die Seite anzeigen soll.

Mit dem Ahrefs MCP prüfst du vorher Suchnachfrage und konkurrierende Seiten.

2. Mach aus Experteninterviews eigenständigen SEO-Content

Cody Schneider beschreibt einen SEO-Prozess für Softwarefirmen, bei dem deine eigene Sicht auf die Branche in jeden Artikel einfließt. Du nimmst dafür ein Gespräch auf. Claude schreibt jeden Artikel dann aus den rankenden Seiten und dieser Aufnahme.

Ein Artikel, der nur aus den Seiten entsteht, die schon ranken, kann diese Seiten bestenfalls wiederholen. Dann hat niemand einen Grund, ausgerechnet ihn zu lesen. Googles Leitfaden für hilfreiche, vertrauenswürdige Inhalte fragt ausdrücklich, ob eine Seite eigene Informationen bietet und Erfahrung aus erster Hand zeigt. Etwa, weil jemand ein Produkt tatsächlich benutzt hat.

Deine Erfahrung ist der Teil, den die Konkurrenz nicht hat. Das sind die Einwände, die Kunden vor dem Kauf haben, die typischen Fehler neuer Nutzer oder der Kundentyp, den du lieber zum Wettbewerb schickst. Das erzählst du meist schneller, als du es aufschreibst.

Sag Claude, dass es deine Punkte konkret lassen soll, statt sie zu allgemeinen Ratschlägen zu glätten. Prüf danach, ob deine Sicht die Bearbeitung überlebt hat und ob dir nichts in den Mund gelegt wurde.

3. Finde Content-Lücken in deinen bestehenden Artikeln

Teresa Torres hat ihr Blogarchiv und ihre Buchinhalte in Textdateien umgewandelt. Claude hat sie mit Keyword-Daten abgeglichen und Lücken gefunden. Über eine dieser Lücken schrieb sie danach in etwa einer Stunde einen Artikel, weil das meiste Material in ihren älteren Texten steckte.

Wer seit Jahren veröffentlicht, weiß irgendwann nicht mehr, wo er welchen Gedanken schon erklärt hat. Die beste Antwort steckt vielleicht mitten in einem langen Artikel, verteilt auf mehrere Beiträge oder in einem Buchmanuskript.

Lass Claude vergleichen, wonach Menschen suchen und was du schon geschrieben hast. Du bekommst fehlende Themen und Textstellen, auf denen du aufbauen kannst. So planst du einen Artikel, ohne vor einer leeren Seite zu sitzen. Torres stellt klar: Claude hat ihr Material gefunden und sortiert, geschrieben hat sie selbst.

4. Ergänze FAQs, die offene Fragen beantworten

Nalini Robbins hat mit Claude Code einmal gründlich aufgeräumt und dabei 163 bestehende Seiten um FAQs ergänzt. Im selben Durchgang hat sie Titles und Descriptions neu geschrieben und 1.797 interne Links repariert.

Eine Seite kann eine Leistung gut erklären und trotzdem offenlassen, was im Preis enthalten ist, wie lange es dauert oder für wen das Angebot passt. Ein kurzer FAQ-Block beantwortet diese Fragen direkt auf der Seite, die jemand gerade liest.

Gib Claude die Seite, die Fragen, die dein Team tatsächlich bekommt, und verlässliche Informationen für die Antworten. Es entwirft einen Abschnitt, den du prüfst und einbaust. Wie Robbins ihre Fragen ausgewählt hat, schreibt sie nicht. Diesen Teil übernimmst du selbst. Ein FAQ-Block lohnt sich nur für Fragen, die Leute wirklich stellen.

5. Optimiere Inhalte für direkte Antworten und KI-Suche

Corey Haines hat einen Open-Source-Skill für Claude Code gebaut, der Seiten auf Merkmale prüft, die KI-Suchsystemen das Zitieren erleichtern. Dazu gehören klare Definitionen und Absätze, die eine Frage direkt beantworten. Am Ende steht eine priorisierte Liste mit Änderungen.

Manchmal steht die Antwort auf der Seite, aber erst nach mehreren Absätzen. Eine Zwischenüberschrift fragt etwa, was eine Leistung kostet, und dann folgt eine lange Erklärung, bevor irgendwo ein Preis auftaucht.

Claude liest die Seite, findet solche Umwege und schlägt einen Einstiegssatz vor, der zuerst antwortet und danach erklärt.

Lass dir Original und Vorschlag nebeneinander ausgeben, damit du vergleichen kannst. Bedingungen, die die Antwort einschränken, müssen drinbleiben. Ein klarer Preis braucht weiterhin den Hinweis, was er enthält.

Wie Sichtbarkeit in KI-Antworten funktioniert, erklärt unser GEO-Guide. Welche Websites in Deutschland am häufigsten zitiert werden, zeigen unsere monatlichen Auswertungen für ChatGPT und AI Overviews.

Eine zweite gute Idee von Haines betrifft Alt-Texte. Lass dir alle Bilder deiner Seiten auflisten, mit ihrer aktuellen Beschreibung und den fehlenden Einträgen. Sieh dir jedes Bild im Zusammenhang an, bevor du einen Vorschlag übernimmst. Ein Diagramm braucht seine Kernaussage im Alt-Text. Ein reines Deko-Bild darf einen leeren Alt-Text haben, damit Screenreader es überspringen.

6. Mach aus einem Video einen SEO-Artikel

Ryan Doser hat einen Claude-Code-Skill gebaut, der seine eigenen Videos in Blogposts verwandelt. Er übergibt ihm das Video, die Suchanfragen, auf die der Post zielen soll, und einen Titel. Der Skill schreibt den Post aus dem Transkript, ergänzt Screenshots und ein Beitragsbild und schickt den Entwurf an seine Website.

Hast du ein gutes Tutorial oder eine Produktdemo aufgenommen, liegt ein großer Teil des Materials bereits vor. Die Arbeit besteht darin, aus gesprochener Erklärung einen Text zu machen, den Menschen lesen und über die Suche finden.

Gib Claude das Transkript, die Ziel-Suchanfragen und die Zielgruppe. Es ordnet das Material danach, was Suchende wissen wollen, setzt Zwischenüberschriften, streicht Wiederholungen und macht aus Vorführungen nummerierte Schritte. Danach gleichst du den Entwurf mit dem Video ab und ergänzt die Bilder, die zum Verständnis nötig sind.

Welchen Standard Claude beim Optimieren anlegen soll, bringst du ihm über einen SEO-Guide bei, dem du vertraust. Zum Beispiel unseren Guide zu On-Page-SEO.

7. Mach aus einem Artikel ein Videoskript

Borja Fatás beschreibt eine wöchentliche Routine: Aus jedem neuen Artikel wird ein Video zum selben Thema, 8 bis 12 Minuten lang, mit Kapiteln. Er präsentiert dafür den fertigen Beitrag vor der Kamera. Angefangen hat er damit, als er merkte, dass die meisten KI-Antworten, die er zu kaufnahen Suchanfragen ausgewertet hatte, ein Video zitierten.

Ein fertiger Artikel liefert dir viel von dem, was ein Video braucht: Recherche, Beispiele und eine klare Erklärung. Wort für Wort vorgelesen ergibt er trotzdem selten ein gutes Video.

Gib Claude den Artikel, sag ihm, für wen das Video ist, und beschreib das Format. Es kürzt Erklärungen, die gesprochen zu lang wirken, gliedert die Hauptpunkte in natürliche Abschnitte und schlägt Stellen für Screenshots, Beispiele und andere Bilder vor.

Heraus kommt ein Skript, das die Person vor der Kamera proben und verfeinern kann. Statt das Thema neu zu recherchieren, konzentriert sie sich darauf, es gut zu erklären.

8. Verwandle einen Artikel in Social-Media-Posts und Antworten

Fatás betreibt außerdem eine tägliche Routine, die jeden veröffentlichten Artikel in mehrere kürzere Formate zerlegt: ein Video, einen Medium-Post, eine Antwort auf Quora und einen LinkedIn-Artikel. Er hat diese Plattformen gewählt, weil KI-Assistenten sie häufig zitieren. Unsere englischsprachigen Auswertungen zu den meistzitierten Websites in AI Overviews und ChatGPT zeigen Ähnliches für YouTube, Quora und LinkedIn.

Für Deutschland lohnt ein zweiter Blick. In unserer Studie zu den zitierten Seiten in ChatGPT hat ChatGPT YouTube und LinkedIn sehr oft abgerufen, aber vergleichsweise selten als Quelle genannt. YouTube wurde in 14,0 % der Antworten zitiert, für die ChatGPT die Plattform gelesen hatte. Bei www.linkedin.com waren es 26,1 %, bei de.linkedin.com 31,5 %. Der Median über alle 1.000 untersuchten Domains liegt bei 50,1 %.

Randbemerkung


Die Zahlen messen etwas anderes als die englischsprachige Auswertung: wie oft ChatGPT eine Domain nennt, nachdem es sie gelesen hat. Wie oft eine Domain insgesamt zitiert wird, ist eine zweite Frage.

Ein Post auf diesen Plattformen bringt dir dort Reichweite. Ob ChatGPT ihn als Quelle nennt, steht auf einem anderen Blatt.

Ein Artikel enthält oft mehrere Ideen, die an anderen Orten funktionieren. Ein langer Guide beantwortet vielleicht eine Frage, die jemand in einer Community gestellt hat. Eines seiner Beispiele taugt als Social-Media-Post.

Gib Claude den Originalartikel und die genaue Frage oder die Vorgaben der Plattform. Es zieht das passende Material heraus und schreibt einen kürzeren Text, der für sich allein verständlich ist. Prüf, ob die neue Fassung die Frage beantwortet und genug erklärt für jemanden, der das Original nicht kennt. So nutzt du die Recherche mehrfach, ohne dass jeder Leser erst den ganzen Artikel durcharbeiten muss.

9. Verkette Skills zu einer wiederholbaren Artikel-Pipeline

Ryan Law, unser Director of Content Marketing, hat ein Content-System aus 23 Skill-Dateien für Claude Code gebaut (auf Englisch). Es bringt eine Keyword-Idee in sechs bis zwölf Minuten zu einem fast fertigen Entwurf. Die Skills decken einzelne Stufen des Redaktionsprozesses ab, etwa Keyword-Recherche, Themenlücken und Gliederung. Ein Haupt-Skill ruft sie der Reihe nach auf. Im englischen Ahrefs-Blog sind so rund 15 Artikel erschienen, etwa 30 weitere wurden damit aktualisiert.

Ein Artikel besteht aus mehreren Arbeitsschritten, und jeder braucht andere Anweisungen. Ein einziger langer Prompt, der alles abdecken soll, macht meist jeden Schritt schlechter. Mit getrennten Skills bekommt Claude für jeden Schritt eine klare Anleitung. Einen Schritt lässt du dann allein laufen oder als Teil des ganzen Ablaufs.

Speichere das Ergebnis jeder Stufe als eigene Datei. Ist der Entwurf schwach, öffnest du die Gliederung oder die Recherchedatei und suchst die Stelle, an der es schiefging. Dann reparierst du diesen einen Skill und startest ab dem letzten guten Schritt neu.

Füttere jede Stufe mit echten Daten. Ryans Pipeline holt sich über den Ahrefs MCP Keyword-Metriken, häufige Fragen und die aktuellen Suchergebnisse. So steht der Entwurf auf echten Zahlen statt auf erfundenen.

Vor jedem Lauf gibt Ryan ein, zwei Sätze als Richtung vor, etwa den Blickwinkel oder die Produktfunktionen, die vorkommen sollen. Laut Ryan funktioniert das System, weil es einen Redaktionsprozess abbildet, den sein Team vorher schon hatte. Er setzt es nur bei Themen ein, die er gut genug kennt, um jede Aussage zu prüfen.

Wie Ryan das ganze System vorführt, siehst du im Ahrefs-Podcast (auf Englisch).

So wertest du SEO-Performance mit Search-Console- und Analytics-Daten aus

Die Search Console zeigt dir, wie deine Seiten in der organischen Suche abschneiden. SEA-Reports zeigen, was in der bezahlten Suche passiert. Web-Analytics zeigt, was Besucher nach dem Klick tun. Claude führt die Daten aus diesen Reports zusammen, damit du sie gemeinsam auswertest. Genau hier lohnt es sich, SEO zu automatisieren: bei Auswertungen, die sonst jeden Montag Handarbeit sind.

10. Finde Keywords, bei denen sich SEA und organische Suche überschneiden

Will Scott hat einen Projektordner angelegt. Darin schreiben kurze Skripte die Search-Console-, Analytics- und SEA-Daten seiner Kunden in Dateien, die Claude Code zusammen auswertet. Die Skripte hat Claude Code selbst für ihn geschrieben.

Bei einem Kunden aus dem Hochschulbereich fand die Auswertung 351 Suchbegriffe, für die der Kunde Anzeigen bezahlte. Gleichzeitig rankte er dafür in den unbezahlten Ergebnissen schon gut. Daraus folgt eine Frage, die sich jedes Unternehmen in dieser Lage stellen sollte: Bringt die Anzeige zusätzliche Kunden?

Gib Claude Exporte aus beiden Reports und lass es die Suchbegriffe abgleichen. Neben jedem Treffer stehen dann organische Position, Anzeigenkosten und erfasste Anfragen oder Käufe. Die Liste sehen sich SEA- und SEO-Team gemeinsam an.

Der Ahrefs MCP ergänzt Suchvolumen, geschätzten Klickpreis und die konkurrierenden Ergebnisse. Nutz die Liste, um SEA-Tests auszuwählen. Ob die Anzeige trotz gutem Ranking zusätzliche Kunden bringt, zeigt erst so ein Test.

11. Finde SEA-Keywords ohne organische Sichtbarkeit

Scotts Auswertung für denselben Kunden fand außerdem 41 Suchbegriffe, bei denen die Anzeigen die einzige Präsenz waren, ganz ohne organische Sichtbarkeit. Er behandelt sie als Content-Lücken.

Deine SEA-Reports kennen Suchanfragen, die bereits passende Besucher oder Kunden bringen, auch wenn deine Website dafür organisch kaum sichtbar ist. Diese Begriffe sind gute Startpunkte für die Content-Recherche.

Claude vergleicht die bezahlten Suchbegriffe mit den organischen Daten, die du ihm gibst. Heraus kommt eine Tabelle der fehlenden Begriffe mit Anzeigenbudget und erfassten Leads oder Verkäufen. So siehst du, welche davon Aufmerksamkeit verdienen.

Der Ahrefs MCP zeigt dir danach Suchvolumen und die Seiten, die aktuell für diese Begriffe ranken.

12. Finde organische Keywords, die sich für SEA lohnen

Scott lässt sich von Claude außerdem die 20 organischen Suchanfragen mit den meisten Impressionen ausgeben, auf die seine Kampagnen nicht bieten. Beim Hochschulkunden kamen 33 gut laufende organische Suchanfragen heraus, auf denen das SEA-Team aufbauen könnte. Der Abgleich funktioniert also in beide Richtungen: Deine Website erscheint vielleicht schon bei relevanten Suchen, an die dein SEA-Team noch nicht gedacht hat.

Eine Impression heißt, dass die Seite in den Suchergebnissen aufgetaucht ist. Der Report zeigt dir also Suchen, bei denen du schon etwas Sichtbarkeit hast. Claude prüft die organische Liste gegen die Kampagnenliste und gibt die fehlenden Begriffe aus, die sich das SEA-Team ansieht.

Der Ahrefs MCP ergänzt Suchvolumen und geschätzte Klickpreise. Die Zahlen helfen bei der Planung. Ob die Suche zum Angebot passt und ob sich eine Kampagne rechnet, beurteilt dein Team selbst.

13. Finde die SEO-Seiten, die Leads oder Umsatz bringen

Cody Schneider beschreibt ein Setup, das Search-Console- und Analytics-Daten gemeinsam speichert und Claude Code Zugriff darauf gibt. Claude verknüpft dann den Suchtraffic jeder Seite mit der Conversion, die er steigern will.

Eine Seite kann viele Besucher anziehen und trotzdem kaum Anfragen oder Käufe auslösen. Um den Unterschied zu sehen, brauchst du Suchdaten und Daten dazu, was Besucher nach dem Klick tun.

Gib Claude Reports über denselben Zeitraum, in beiden mit der URL der Seite. Über die URL verknüpft Claude Suchklicks mit erfassten Aktionen, etwa ausgefüllten Kontaktformularen. So vergleichst du Seiten nach mehr als nur Traffic.

Der Ahrefs MCP ergänzt Engagement- und Referral-Daten aus eingerichteten Web-Analytics-Projekten. Bleib bei der Auswertung auf Seitenebene. Welcher Umsatz auf welche einzelne Suchanfrage zurückgeht, verraten diese Reports nicht.

Bei CRM- und Lead-Exporten gilt: Namen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern haben in der Datei, die Claude liest, nichts verloren. Was du vorher klären solltest, steht im Abschnitt zum Datenschutz weiter oben.

14. Finde Seiten mit vielen Impressionen und wenigen Klicks

Schneider ließ Claude Code alle Suchanfragen heraussuchen, bei denen seine Seiten in den Top 10 standen, mindestens 100 Impressionen hatten und eine Klickrate unter 3 % zeigten. Claude schrieb die Datenbankabfrage selbst, führte sie aus und lieferte die Liste. Ein Treffer: eine Seite auf Position 5 mit mehr als 700 Impressionen und null Klicks.

Eine Impression heißt, dass deine Seite in den Suchergebnissen aufgetaucht ist. Ein Klick heißt, dass jemand dein Ergebnis gewählt hat. Die Klickrate (CTR) ist der Anteil der Impressionen, aus denen ein Klick wird.

Seiten mit vielen Impressionen und kaum Klicks verdienen einen genaueren Blick. Vielleicht sind Title oder Description unklar oder unattraktiv. Möglich ist auch, dass die anderen Ergebnisse besser beantworten, wonach die Leute suchen.

In deinen Search-Console-Daten sieht das etwa so aus: Ein Fliesenhändler steht mit seinem Ratgeber für „fliesen berechnen“ auf Position 4 und bekommt viele Impressionen, aber kaum Klicks. Sein Title verspricht „Fliesen kaufen: Unser großer Ratgeber“, gesucht wird eine Rechenhilfe. Genau solche Fälle findet die Abfrage.

15. Finde Seiten knapp hinter der ersten Suchergebnisseite

Schneiders Setup findet auch Suchanfragen, bei denen eine Seite auf der zweiten Ergebnisseite rankt. Er prüft diese Seiten dann und entscheidet, ob er den Artikel aktualisiert, Title und Zwischenüberschriften überarbeitet oder Inhalte ergänzt.

Willst du mehr Suchtraffic, sind Seiten knapp außerhalb des sichtbaren Bereichs ein guter Startpunkt. Die Seite existiert schon, und du weißt, bei welchen Suchen sie auftaucht.

Lass Claude diese Suchanfragen mit den zugehörigen Seiten auflisten. Dann vergleichst du deinen Inhalt mit den Ergebnissen, die vor dir stehen. Beim Fliesenhändler könnte sein Verlege-Ratgeber für „fliesen verlegen anleitung“ auf Position 12 stehen, während die Seiten davor eine Werkzeugliste und eine Angabe zur Trocknungszeit haben. Beides fehlt im eigenen Text.

Heraus kommt eine kurze Liste mit Seiten und konkreten Unterschieden. Nicht jede Seite knapp hinter den Top 10 lässt sich leicht verbessern. Trotzdem wird aus einem riesigen Search-Console-Report eine überschaubare Aufgabenliste.

16. Finde Seiten, die organischen Traffic verlieren

Riccardo Montis hat Claude Code mit der Google Search Console verbunden und lässt die Auswertung jede Woche laufen. Sie markiert Ergebnisse auf Seite 1, die Klicks verlieren, und priorisiert, welche Seiten ein Update brauchen. Nach seiner Darstellung erkennt er so nachlassende Inhalte schon in der ersten Woche und spart 5 bis 10 Stunden Recherche pro Woche. Sein Setup teilt er mit allen, die unter dem Post kommentieren.

Verliert ein einzelner Artikel langsam an Traffic, fällt das oft niemandem auf, solange der Gesamttraffic gut aussieht. Gib Claude zwei vollständige Zeiträume gleicher Länge, zum Beispiel die letzten vier vollen Wochen und die vier Wochen davor. Lass dir die Seiten ausgeben, die verlieren, dazu die Größe der Veränderung und die betroffenen Suchanfragen.

So bekommst du eine kurze Liste mit Seiten zum Prüfen und musst dich nicht durch den ganzen Search-Console-Report wühlen. Der Ahrefs MCP liefert zusätzlichen Kontext: Ranking-Verlauf, Entwicklung der Wettbewerber, Veränderungen bei den Backlinks und Funde aus dem Site Audit.

Weniger Klicks heißen nicht immer, dass der Inhalt ein Update braucht. Prüf vor dem Umschreiben, ob die Nachfrage gesunken ist, etwa saisonal, oder ob einer der beiden Zeiträume unvollständige Daten enthält. Wie du einen Content-Audit insgesamt angehst, erklärt unser Guide zum Content-Audit.

17. Analysiere, was Besucher nach dem Klick aus der Suche tun

Will Scott fragt seine zusammengeführten Daten auch, welche Seiten in der Search Console gut laufen, in der Web-Analyse aber hohe Absprungraten haben. Diese Seiten sind für ihn der Startpunkt, um Inhalte zu finden, die eine Überarbeitung brauchen.

Ein Besuch sagt noch nichts darüber, ob die Seite geholfen hat. Vielleicht hat der Besucher die Antwort sofort gefunden. Vielleicht hat er gesucht und nichts gefunden. Es kann auch sein, dass der Inhalt nicht zu seiner Erwartung passte.

Claude gleicht die URLs aus Search Console und Analytics ab. So siehst du Suchleistung und Verhalten nach dem Klick nebeneinander. Du findest zum Beispiel Seiten, die gut ranken, bei denen aber ein großer Teil der Besuche ohne weitere Interaktion endet. Der Ahrefs MCP ergänzt Engagement- und Referral-Daten auf Seitenebene aus Web Analytics, sofern das Tracking eingerichtet ist.

Bei der Absprungrate ist Vorsicht angebracht. Analytics-Tools definieren Engagement unterschiedlich. Prüf deshalb, wie dein System es misst, bevor du Schlüsse ziehst. Ein kurzer Besuch kann ein guter sein: Wer die Antwort sofort findet, geht eben wieder. Denk außerdem daran, dass Analytics-Exporte personenbezogene Daten enthalten können, etwa über User-IDs oder URL-Parameter.

18. Entscheide, ob du eine neue Seite baust oder eine bestehende aktualisierst

Ein Reddit-Nutzer mit dem Namen u/iammofidul lässt Claude vor jeder neuen Seite die Search Console prüfen. Danach ordnet Claude die Idee ein: „neu erstellen“, „bestehende Seite verbessern“ oder „verwerfen“. Dafür schaut Claude, ob schon eine Seite für die Suche rankt und welche Suchanfragen ihr Klicks bringen. Außerdem prüft es, ob das geplante Keyword tatsächlich eine andere Suchintention hat.

Randbemerkung


Der Beitrag wurde aus unbekannten Gründen wenige Tage nach unserer Recherche gelöscht. Die Idee ist trotzdem gut genug, um sie hier zu zeigen und selbst auszuprobieren.

Ein neues Keyword heißt nicht automatisch, dass du eine neue Seite brauchst. Vielleicht beantwortet ein bestehender Artikel die meisten Fragen schon und braucht nur eine klarere Erklärung, einen neuen Abschnitt oder ein kleines Update.

Der Ahrefs MCP ergänzt die Prüfung um Suchvolumen und Informationen zu konkurrierenden Seiten. Heraus kommt eine Empfehlung, die du prüfst, bevor jemand zu schreiben anfängt. So vermeidest du mehrere Seiten, die leicht unterschiedliche Fassungen derselben Frage beantworten.

19. Finde Keyword-Kannibalisierung zwischen ähnlichen Seiten

Borja Obeso beschreibt eine Reihe zeitgesteuerter Claude-Code-Routinen für SEO. Eine davon gruppiert Seiten nach Keywords, findet Seiten, die um dieselben Suchen konkurrieren, und schlägt vor, welche bleiben und welche zusammengelegt werden.

Mit der Zeit sammeln sich auf einer Website mehrere Artikel zu sehr ähnlichen Themen. Leser stoßen auf mehrere Guides, die fast dieselbe Frage beantworten. Das Team weiß irgendwann nicht mehr, welche Seite es aktualisieren, bewerben oder verlinken soll.

Ein typischer Fall: Der Fliesenhändler hat einen Ratgeber „Verschnitt bei Fliesen: So viel brauchst du“ und eine Rechner-Seite mit Verschnitt-Funktion. In der Search Console wechseln sich beide für „verschnitt fliesen berechnen“ ab. Keine von beiden schafft es auf Seite 1.

Gib Claude deine Seitenliste, die Inhalte und Ranking-Daten. Claude findet Seitenpaare, die bei denselben oder ähnlichen Suchen auftauchen, und gibt dir eine kurze Liste zum Prüfen.

Lies die Seiten danach selbst und entscheide, ob sie denselben Zweck erfüllen. Du kannst sie zu einer stärkeren Seite zusammenlegen, jeder Seite eine klarere Aufgabe geben oder beide lassen, wie sie sind. Wie du dabei vorgehst, erklärt unser Guide zur Keyword-Kannibalisierung.

Ranken zwei Seiten für dieselbe Suchanfrage, ist das ein Anlass zum Prüfen. Manchmal konkurrieren sie, manchmal bedienen sie unterschiedliche Bedürfnisse und dürfen beide bleiben.

20. Finde SEO-Themen, die deine Website besser abdecken sollte

Will Scott lässt Claude seine Search-Console-Suchanfragen nach Themen gruppieren und die Gruppen finden, die viele Impressionen, aber schwache durchschnittliche Positionen haben. Daraus leitet er ab, welche Themen mehr Content-Arbeit verdienen.

In der Search Console stehen oft viele verschiedene Suchanfragen zum selben Thema. Schaust du jede einzeln an, siehst du das große Bild kaum. „kaffeevollautomat entkalken“, „entkalker kaffeevollautomat test“ und „wie oft kaffeevollautomat entkalken“ zeigen vielleicht alle auf dieselbe schwache Stelle in deinem Content.

Claude gruppiert solche verwandten Suchanfragen und zeigt, welche Seiten dafür auftauchen. So prüfst du ein ganzes Thema statt Dutzender einzelner Suchbegriffe. Gruppen mit vielen Impressionen und schwachen Rankings zeigen Themen, bei denen deine Website schon etwas sichtbar ist, aber stärkere oder vollständigere Inhalte vertragen könnte.

Prüf die Gruppen, bevor du loslegst. Ähnlich klingende Suchanfragen können unterschiedliche Bedeutungen oder Bedürfnisse haben. Der Ahrefs MCP ergänzt verwandte Keywords und Trends im Suchvolumen. So findest du Fragen, für die deine Seite bisher gar nicht auftaucht.

So nutzt du Claude Code für Content-Recherche, Keyword-Lücken und Promotion

Recherche heißt oft, viele Seiten zu lesen, bevor du weißt, welche davon zählen. Claude sammelt und ordnet dieses Material für dich. Bitte es, die Quellen bei seinen Ergebnissen mitzuführen. Dann siehst du, worauf jede Empfehlung beruht.

21. Finde Content-Lücken, die deine Wettbewerber schon abdecken

Alex Nederlof hat mit Claude Code das Online-Tool seiner Firma auditiert. Zuerst ließ er Claude das Unternehmen, die Wettbewerber und den Markt recherchieren und die Ergebnisse speichern. Dann holte Claude die Search-Console-Daten und prüfte die Website im Browser. Nederlof schlägt vor, noch einen Schritt weiterzugehen und die Websites der Wettbewerber nach Keywords und Content-Lücken zu crawlen.

Die Websites deiner Wettbewerber verraten dir Fragen, die deine eigene Seite noch nicht beantwortet. Vielleicht erklären sie, worauf es bei der Produktwahl ankommt, vergleichen Optionen oder lösen ein häufiges Problem, das bei dir fehlt.

Gib Claude deine Website, eine Liste relevanter Wettbewerber und etwas Kontext zu deinem Angebot. Heraus kommt eine Liste fehlender Themen, jeweils mit einer Begründung, warum sich ein Blick lohnt. Nimm sie als Ausgangspunkt. Konzentrier dich auf Themen, die deinen Kunden wichtig sind, statt alles nachzubauen, was ein Wettbewerber veröffentlicht.

Der Ahrefs MCP ergänzt die Keywords, Top-Seiten, den geschätzten Traffic und die Backlinks der Wettbewerber.

22. Erstelle SEO-Content-Briefings aus den aktuellen Suchergebnissen

Schneider hat einen Claude-Code-Skill gebaut, der die Seiten findet, die aktuell für ein Ziel-Keyword ranken. Der Skill liest ihre Inhalte aus und schreibt aus dieser Recherche einen Beitrag. Für ein besseres Content-Briefing reicht dir der Rechercheteil.

Ein gutes Briefing erklärt, für wen der Artikel ist, welche Fragen er beantworten und welche Punkte er abdecken soll. Dafür öffnest du normalerweise mehrere Suchergebnisse und vergleichst, was jede Seite enthält.

Gib Claude dein Ziel-Keyword und lass es die häufigen Fragen, Beispiele, Themen und Seitenformate in den Ergebnissen zusammenfassen. Vielleicht stellt sich heraus, dass die meisten Top-Ergebnisse Vergleiche sind und keine allgemeinen Guides. Dann weißt du besser, was Suchende bei diesem Begriff erwarten.

Aus diesen Mustern formt Claude das Briefing. Den ganzen Artikel sollten die bestehenden Ergebnisse trotzdem nicht diktieren. Was du an eigener Expertise, Beispielen, Erfahrung oder Belegen beisteuerst, entscheidest du.

23. Plane Local-SEO-Seiten für Leistungen und Standorte

Nicholas Dulait plant Leistungsseiten, indem er jede Leistung mit jedem Standort kombiniert. Für die Priorisierung sortiert er die Keyword-Daten nach Klickpreis, weil ein hoher CPC auf Suchen mit stärkerer Kaufabsicht hindeuten kann. Er warnt davor, Hunderte fast identischer Seiten zu bauen.

Für den deutschsprachigen Raum haben wir das im Keywords Explorer nachgesehen (abgerufen im Oktober 2026, CPC in US-Dollar):

Keyword
Land
Suchvolumen
CPC
rohrreinigung
DE
14.000
1,80 $
rohrreinigung berlin
DE
2.200
5,00 $
rohrreinigung düsseldorf
DE
1.300
8,00 $
rohrreinigung münchen
DE
1.300
6,00 $
rohrreinigung köln
DE
800
8,00 $
spirale rohrreinigung
DE
1.100
0,15 $
rohrreinigung wien
AT
700
2,50 $
rohrreinigung zürich
CH
100
3,50 $

In Deutschland hat das allgemeine Keyword das größte Volumen, die Städte-Kombinationen haben die höheren Klickpreise. Wer „rohrreinigung köln“ sucht, will meist jemanden beauftragen. Wer „spirale rohrreinigung“ sucht, will eher selbst ran. Die Werte gelten jeweils für das eingestellte Land. Für Wien und Zürich stellst du im Keywords Explorer auf Österreich oder die Schweiz um.

Bedient dein Unternehmen mehrere Regionen, lohnt sich die Entscheidung, welche Kombinationen aus Leistung und Ort eine eigene Seite verdienen. Gib Claude deine Leistungen, die Orte, die du abdeckst, und die Seiten, die du schon hast. Claude ordnet die Kombinationen und markiert Lücken oder Dubletten zum Prüfen.

Bevor du eine neue Seite baust, stell sicher, dass du die Leistung an diesem Ort anbietest und nützliche lokale Informationen ergänzen kannst: Anfahrt, Einsatzgebiet, Ansprechpartner. Wer nur den Städtenamen austauscht, bietet Besuchern nichts Neues.

Baue Seiten nur dort, wo die Kombination aus Leistung und Ort einen Sinn ergibt. Mehr Grundlagen findest du in unserem Guide zu Local SEO.

24. Erstelle Vergleichs- und Alternativseiten

Corey Haines hat einen Skill veröffentlicht, der aus dem Namen eines Wettbewerbers Vergleichs- und Alternativseiten erstellt. Die Seiten können eine Funktionstabelle enthalten, belegte Unterschiede, Handlungsaufforderungen für Wechselwillige und Kundenstimmen. Der Skill deckt mehrere Formate ab, von der einfachen Seite „Alternative zu X“ bis zum direkten Vergleich zweier Produkte.

Wer eine Vergleichsseite besucht, will meist eine Entscheidung treffen. Es geht um den Preis, bestimmte Funktionen, für wen welches Produkt am besten passt oder wie aufwendig ein Wechsel wäre.

Gib Claude korrekte Informationen zu beiden Produkten, Belege und echte Kundenbeispiele, die du verwenden darfst. Claude macht daraus einen strukturierten Entwurf mit klaren Abschnitten und Vergleichstabellen. Dabei fallen dir Lücken in deinen Informationen schneller auf.

25. Finde Chancen für Linkbuilding, PR und digitale PR

Borja Fatás lässt täglich mehrere Claude-Routinen laufen, die nach Wegen suchen, wie seine Firma nützliche Erwähnungen und Links bekommt.

Eine Routine sucht Vergleichsartikel, in denen bereits Wettbewerber vorkommen. Eine andere sucht Journalisten, die Experten als Quelle brauchen. Außerdem hat er Claude Code genutzt, um Daten für eigene Studien zu sammeln.

Dahinter steckt dieselbe Idee: Claude übernimmt die zeitraubende Suche.

Für Vergleichsartikel gibst du Claude eine Beschreibung deines Produkts und eine Liste deiner Wettbewerber. Lass es passende Artikel finden, zusammenfassen, was jeder empfiehlt, und die Fälle markieren, in die dein Produkt tatsächlich passen würde. Kontaktierst du den Autor, sollte dein Pitch erklären, was dein Produkt den Lesern bringt. Dass die Konkurrenz im Artikel steht, ist für ihn kein Grund, dich aufzunehmen.

Ähnlich funktioniert es bei Journalistenanfragen. Gib Claude die Anfragen, auf die du Zugriff hast, und eine ehrliche Beschreibung der Expertise in deinem Team. Claude sortiert die unpassenden Anfragen aus und entwirft eine Antwort, die die richtige Person prüft. Bevor du sie abschickst, prüf die Deadline und ob die Antwort die Frage des Journalisten direkt beantwortet. Aussagen, Meinungen und persönliche Erfahrungen müssen von jemandem kommen, der dahintersteht.

Claude hilft dir außerdem, überhaupt erst etwas Zitierwürdiges zu schaffen. Für einen Artikel hat Fatás mit Claude Code Daten von 1.000 rankenden Seiten gesammelt und Muster in den Ergebnissen ausgewertet. Mit demselben Ansatz untersuchst du eine Frage aus deiner Branche, ordnest die Ergebnisse in einer Tabelle und machst daraus eine eigene Studie.

Welchen Weg du auch nimmst: Prüf die Chancen und die Daten selbst. Ein Artikel, der Wettbewerber erwähnt, macht dein Produkt nicht automatisch relevant. Ein Muster in einem Datensatz beweist ebenso wenig, dass ein Faktor einen anderen verursacht hat.

So prüfst du SEO-Content vor der Veröffentlichung

Ein Entwurf, der gut klingt, kann trotzdem Fehler enthalten. Die folgenden Beispiele vergleichen den Text mit etwas Konkretem: freigegebenen Unternehmensfakten, einer Stil-Checkliste, der Quellenrecherche oder den Versprechen der Seite selbst.

26. Baue wiederholbare Content-Checks vor der Veröffentlichung

Borja Fatás nutzt Claude außerdem in einem Ablauf, der Entwürfe vor der Veröffentlichung gegen feste Regeln prüft. Die Checks decken drei Bereiche ab: Unternehmensfakten, Schreibstandards und die Richtigkeit der Quellen.

Erstens gleichst du einen Entwurf mit einem aktuellen Referenzdokument ab, in dem die freigegebenen Informationen über dein Unternehmen stehen. Claude markiert falsche Preise, veraltete Produktdetails, falsche Firmennamen oder Funktionen, die es nicht gibt. Das ist besonders nützlich, weil solche Fehler in einem polierten Entwurf völlig plausibel klingen.

Zweitens machst du aus wiederkehrenden Korrekturen einfache Checks. Fatás' Ablauf lehnt zum Beispiel eine Liste von Füllwörtern ab und markiert sich wiederholende Schlussformeln. Dasselbe geht für fehlende Abschnitte, verbotene Formulierungen, Formatregeln oder Wörter, die deine Redaktion vermeiden will. Am zuverlässigsten sind objektive Checks mit einer klaren Antwort: bestanden oder durchgefallen.

Drittens prüft Claude, ob die Belege die Aussagen im Artikel tragen. Gib ihm den Entwurf und die Recherche dahinter und lass es jede Tatsachenbehauptung mit der Passage verbinden, die sie belegt. Claude markiert Aussagen ohne Beleg und Abweichungen bei Land, Zielgruppe, Datum oder dem, was eine Studie tatsächlich gemessen hat.

Diese Checks nehmen dir viel wiederkehrende Redaktionsarbeit ab, dein Urteil bleibt trotzdem gefragt. Halte dein Referenzmaterial aktuell, prüf wichtige Aussagen an der Originalquelle und beurteile subjektive Fragen selbst. Etwa, ob ein Argument überzeugt oder ein Beispiel wirklich hilft.

27. Prüf, ob deine Seite hält, was der Title verspricht

Der Reddit-Nutzer u/BadMenFinance hat Claude alle Seiten aus der Search Console ziehen und nach den Impressionen sortieren lassen, aus denen kein Klick wurde. Zwölf Seiten auf den Positionen 6 bis 9 fielen auf.

Bei diesen Seiten passten Title, Hauptüberschrift und der Titel beim Teilen in sozialen Netzwerken schlecht zusammen. In einem Fall versprach der Title zehn konkrete, getestete Skills. Der Artikel enthielt nur fünf grobe Kategorien. Nachdem er eine Seite korrigiert hatte, stieg ihre Klickrate nach seinen Angaben von 0,16 % auf 1,04 %.

Verspricht ein Suchergebnis etwas, das die Seite nicht liefert, fühlen sich Besucher getäuscht. Gib Claude die verschiedenen Titel und den Artikel selbst und lass es Versprechen finden, die der Inhalt nicht einlöst.

Danach entscheidest du, ob du den Titel umschreibst, den Artikel verbesserst oder beides. Wortgleich müssen die Titel nicht sein. Sie sollten aber denselben Inhalt korrekt beschreiben.

Prüf nach jeder Änderung die Live-Seite selbst. Derselbe Nutzer beschreibt einen Fall, in dem Claude drei starke Artikel durch kurze Platzhalterseiten ersetzt und danach zufrieden Vollzug gemeldet hat.

So findest und behebst du On-Page- und Technik-Probleme

Hier beginnt die Arbeit mit Informationen über die Website selbst, etwa ihren Seiten, Links oder ihrem Code. Claude macht daraus eine Liste konkreter Probleme oder Änderungsvorschläge, die jemand prüft.

28. Schreib SEO-Titles auf Basis echter Suchanfragen

Nachdem Schneider Seiten mit vielen Impressionen und wenigen Klicks gefunden hatte, ließ er Claude Code neue Titles und Descriptions entwerfen. Grundlage waren die genauen Suchanfragen, über die Menschen die jeweilige Seite gefunden hatten. Zusätzlich ließ er Claude die Titles der konkurrierenden Seiten für dieselben Suchen prüfen. Sein Fazit: Einige seiner Titles passten nicht zu dem, was die Leute tatsächlich suchten.

Der Title in den Suchergebnissen hilft Menschen zu entscheiden, ob sich der Klick lohnt. Dreht er sich um etwas anderes als die Frage hinter der Suche, wird selbst eine passende Seite übersehen.

Zurück zum Fliesenhändler aus Fall 14: Die Search Console zeigt, dass sein Ratgeber vor allem über „fliesen berechnen“, „fliesenbedarf berechnen“ und „fliesen m2 berechnen“ gefunden wird. Ein Title wie „Fliesenbedarf berechnen: So viele Fliesen brauchst du pro Raum“ trifft diese Suchen besser als „Fliesen kaufen: Unser großer Ratgeber“.

Gib Claude die Suchanfragen, die Titles der Konkurrenz und den Inhalt deiner Seite. Claude schlägt Alternativen vor, die besser zu dem passen, was Menschen suchen und was die Seite tatsächlich liefert.

So bekommst du Title-Varianten mit einer klaren Begründung statt einer Liste flotter Überschriften. Prüf, ob die Seite jedes Versprechen einlöst. Beobachte nach der Änderung die Ergebnisse, statt davon auszugehen, dass der neue Title automatisch mehr Klicks bringt.

29. Verbessere die interne Verlinkung deiner Website

Borja Obeso hat seinen Prozess für interne Links in einen Claude-Skill verwandelt. Der Skill schaut sich an, wie die Seiten einer Website verbunden sind, welche am wichtigsten sind und wo nützliche Links fehlen.

Sein System teilt Seiten in drei Gruppen ein: Seiten, die Geld bringen, unterstützende Seiten und Ballast. Verwandte Inhalte gruppiert es um einen zentralen Guide. Die unterstützenden Artikel verlinken auf diesen Guide, der Guide führt Leser zu einer passenden Produkt- oder Leistungsseite. So entsteht ein klarer Weg durch die Website, und keine Seite steht mehr für sich allein.

Claude findet außerdem Seiten mit wenigen oder gar keinen internen Links, darunter wichtige Seiten, die vom Rest der Website aus schwer zu finden sind. Seiten ganz ohne interne Links heißen Orphan Pages. Claude schlägt dann verwandte Seiten vor, die auf sie verlinken könnten.

Obesos Prozess hilft auch bei der eigentlichen Änderung. Gib Claude die betreffenden Inhalte und lass es vorschlagen, an welcher Stelle der Link stehen soll und welche Wörter verlinkt werden. Der Ankertext darf dabei natürlich variieren.

Ein weiterer nützlicher Schritt: Schau dir Seiten an, die viele Backlinks von anderen Websites haben. Sie sind oft Einstiegspunkte in deine Website. Von dort führst du Leser zu verwandten Guides, Artikeln, Produkten oder Leistungen, die sie sonst nicht finden würden.

Gib Claude dafür deine Seitenliste und Daten zu internen Links und Backlinks. Dazu kommt so viel Inhalt, dass klar wird, worum es auf jeder Seite geht. Über den Ahrefs MCP verbindet Claude zum Beispiel Daten aus dem Site Audit mit den Backlink-Daten aus dem Site Explorer. Daraus findet es Lücken und schlägt Verbesserungen vor.

Nimm die Ergebnisse als Empfehlungen, die du einzeln prüfst. Kontrollier, ob der Crawl genug von der Website erfasst hat und ob jeder vorgeschlagene Link im Zusammenhang hilft. Wähl den nächsten Schritt, den ein Leser von selbst gehen würde, statt einen Weg zur Verkaufsseite zu erzwingen. Mehr dazu in unserem Guide zu internen Links.

30. Finde Probleme mit Indexierung, Canonicals, Weiterleitungen und Sitemap

Daniel Foley Carter hat einen beliebten Claude-Code-Skill für SEO-Audits an seiner eigenen Agentur-Website getestet. Dabei hat er mehrere Prüfungen dokumentiert, die der Skill übersehen hat. Viele davon laufen auf dasselbe Problem hinaus: Eine Website gibt Suchmaschinen aus Versehen widersprüchliche oder veraltete Anweisungen, welche Seiten in der Suche erscheinen sollen.

Fang mit Seiten an, die eine Noindex-Anweisung haben. Sie sagt Suchmaschinen, dass die Seite nicht in den Suchergebnissen erscheinen soll. Lass Claude den Seitencode und die HTTP-Header der Server-Antwort prüfen und die betroffenen URLs auflisten, jeweils mit der Stelle, an der das Noindex steht. So findest du wichtige Seiten, die aus Versehen ausgeschlossen sind.

Als Nächstes prüfst du Canonical Tags und Weiterleitungen. Canonicals sollten auf gültige, indexierbare Seiten zeigen. Bei Weiterleitungen suchst du Ketten, Schleifen, kaputte Ziele und Seiten, die wie Fehlerseiten aussehen, obwohl sie einen Erfolgs-Statuscode liefern. Wie ein korrektes Setup aussieht, erklärt unser Guide zu Canonical Tags.

Zuletzt vergleichst du deine XML-Sitemap mit der aktuellen Website. Achte auf URLs, die weiterleiten, nicht mehr existieren oder von der Suche ausgeschlossen sind.

Gib Claude deine Crawl-Daten, die Sitemap, Statuscodes, Canonical-Ziele und Indexierungsanweisungen. Lass es die URLs auflisten, bei denen sich diese Signale widersprechen, und das Problem jeweils erklären.

Das Ergebnis ist eine Prüfliste. Manche Ausschlüsse, Weiterleitungen und Canonical-Entscheidungen sind Absicht. Kläre also erst, was gewollt ist, bevor du etwas änderst. Mehr Grundlagen findest du in unserem Guide zu technischem SEO.

31. Finde hreflang-Fehler auf mehrsprachigen Websites

Der Reddit-Nutzer u/Illustrious-triffle hat einen Open-Source-Audit-Skill für Claude Code gebaut. Der Skill lässt 17 Skripte über 13 spezialisierte Unter-Skills laufen und erstellt einen Bericht mit Punktzahl. Zu den Prüfungen gehört hreflang, also der Code, der Suchmaschinen sagt, welche Seiten Sprach- oder Länderversionen voneinander sind.

Auf einer mehrsprachigen Website müssen passende Seiten auf die richtigen Versionen desselben Inhalts zeigen. Im deutschsprachigen Raum ist das oft sogar dieselbe Sprache. Ein Shop hat eine Seite für Deutschland (de-DE), eine für Österreich (de-AT) und eine für die Schweiz (de-CH). Der Text ist fast gleich, Preise und Versandbedingungen unterscheiden sich. Die österreichische Produktseite muss auf genau dieses Produkt in der deutschen und der Schweizer Version zeigen und nicht auf irgendeine deutschsprachige Seite.

Gib Claude die Crawl-Daten und lass es drei Dinge prüfen:

  • Rückverweise: Zeigt jede de-AT-Seite auf ihre Entsprechung in de-DE und de-CH, und zeigen diese zurück?
  • Codes: Steht zuerst die Sprache, dann die Region, also de-AT statt at-DE? Laut Google kommt der Sprachcode nach ISO 639-1 zuerst, die Region nach ISO 3166-1 Alpha 2 danach. Gibt es ein x-default für alle, die zu keiner Version passen?
  • Ziele: Zeigt ein hreflang auf eine 404-Seite, eine Weiterleitung oder eine Seite mit Noindex?

Lass Claude zusätzlich prüfen, ob sich die Länderversionen inhaltlich unterscheiden. Stehen auf der Schweizer Seite noch Euro-Preise, liegt der Fehler im Inhalt und nicht im Tag.

Heraus kommt eine Liste von Seitenpaaren. Schau sie dir selbst an, bevor du etwas änderst. Gerade auf großen Websites bedienen ähnliche Seiten oft unterschiedliche Zielgruppen oder Regionen. Die Regeln im Detail erklärt unser hreflang-Guide.

32. Prüfe und verbessere strukturierte Daten

Zwei Claude-Code-Workflows zeigen auf denselben Anwendungsfall: Claude prüft strukturierte Daten und verbessert, wie sie auf der ganzen Website erzeugt werden.

Im ersten Beispiel schreibt der Reddit-Nutzer u/Illustrious-triffle, dass Claude strukturierte Daten validiert und veraltete Typen markiert, die andere Tools noch empfehlen. Auf seinem eigenen Blog fand er drei solcher veralteten Typen.

Im zweiten Workflow nutzt Borja Obeso Claude Code, um strukturierte Daten für Seitenvorlagen zu erstellen und zu prüfen, ob sie die Validierung bestehen. Ein Plugin oder eine Anfrage an die Entwickler braucht er dafür nicht.

Zusammen zeigen die beiden Beispiele zwei Seiten derselben Aufgabe. Gib Claude eine Seite und ihre strukturierten Daten und lass es das Markup mit dem sichtbaren Inhalt vergleichen. Claude markiert fehlende Felder, veraltete Typen und inhaltliche Abweichungen. Das zählt, weil Google verlangt, dass strukturierte Daten eine realitätsgetreue Darstellung der Seiteninhalte sind. Betrifft dasselbe Problem viele ähnliche Seiten, lässt du Claude die gemeinsame Vorlage untersuchen und Code vorschlagen, der die richtigen Angaben automatisch übernimmt.

Prüf den Code und die Fakten dahinter. Teste Änderungen an Vorlagen auf mehreren Seiten, bevor du sie für die ganze Website ausrollst. Eine technisch gültige Umsetzung kann trotzdem falsche Informationen enthalten. Ein Fehler in einer gemeinsamen Vorlage trifft jede Seite, die sie nutzt. Was Schema-Markup leistet und wie du es umsetzt, erklärt unser Guide zu Schema-Markup.

Alternativ lässt du ein spezialisiertes SEO-Tool wie den Ahrefs Site Audit die Probleme finden und übergibst sie Claude über den MCP. Claude kümmert sich dann um die Korrektur.

33. Finde Performance-Probleme mit PageSpeed-Reports

Nicholas Dulait lässt einen Performance-Report im Browser laufen, kopiert die komplette Ausgabe in Claude Code und bittet es, die Probleme zu beheben. Danach lässt er den Report erneut laufen und wiederholt das, bis sich die Werte verbessern.

Ein Performance-Report zeigt dir, dass eine Seite langsam ist. Welche Datei oder welcher Code dahintersteckt, zeigt er oft nicht. Claude Code verbindet die Warnung im Report mit dem Code hinter der Seite.

Gib Claude den Report und Zugriff auf die betreffenden Dateien. Lass es die wahrscheinliche Ursache erklären und eine Änderung vorschlagen. Vielleicht findet es Skripte, die unnötig geladen werden und die Seite bremsen.

Mehr als eine Handvoll Seiten prüfst du am besten im Stapel. Google bietet dafür eine PageSpeed Insights API an. Claude Code schreibt dir ein kleines Skript, das deine wichtigsten URLs nacheinander prüft. Die Werte für LCP und CLS landen in einer Tabelle, dazu INP, wo Felddaten von echten Nutzern vorliegen. Wie du diese Werte liest, erklärt unser Guide zu PageSpeed Insights.

Lass die vorgeschlagene Änderung von jemandem aus der Entwicklung prüfen und stell sicher, dass die Seite danach wie erwartet funktioniert. Dann lässt du denselben Test unter ähnlichen Bedingungen noch einmal laufen und prüfst, ob die Änderung das Ergebnis verbessert hat.

So überwachst du SEO-Änderungen und Performance über die Zeit

Sobald du weißt, welche Checks sich lohnen, bewahr die Eingaben und früheren Ergebnisse auf. Dann lassen sich die Checks leicht wiederholen. Die folgenden Beispiele helfen einem Team, sich zu merken, was sich geändert hat, und zu entscheiden, was als Nächstes Aufmerksamkeit braucht.

34. Führ ein Änderungsprotokoll, um Traffic-Veränderungen zu erklären

Ein Reddit-Nutzer mit dem Namen u/kotrfa beschreibt einen wöchentlichen Claude-Code-Ablauf. Er holt Search-Console-Daten, führt für jede Seite eine Historie der Änderungen und schlägt Korrekturen vor, die ein Mensch prüft.

Diese Historie hilft besonders, wenn eine Seite plötzlich Traffic verliert. In einem Fall war zwei Monate vorher ein einzelnes Wort aus einem Title gestrichen worden. Claude bemerkte, dass zur selben Zeit die Impressionen für verwandte Suchen um 97 % eingebrochen waren.

Ohne Protokoll weißt du oft nicht mehr, was vor einem Rückgang passiert ist. Vielleicht hat jemand den Title umgeschrieben, einen Abschnitt gestrichen, interne Links geändert oder die Seite auf andere Weise aktualisiert.

Führ ein einfaches Protokoll: was geändert wurde, wann und warum. Claude vergleicht diese Historie mit den Performance-Daten und markiert Änderungen, die du dir ansehen solltest. Der Ahrefs MCP ergänzt Kontext, etwa Ranking-Verläufe, Veränderungen bei Backlinks und Unterschiede zwischen zwei Crawls.

Denk daran, dass zeitliche Nähe noch keinen Zusammenhang beweist. Eine Änderung kurz vor einem Rückgang ist ein Hinweis, dem du nachgehst.

35. Erstelle einen wöchentlichen Report zu SEO-Performance und Änderungen

Nalini Robbins hat eine Routine für jeden Montag eingerichtet. Claude prüft die Rankings für 20 Ziel-Suchanfragen, schaut, ob KI-Assistenten ihr Unternehmen zitieren, und holt Search-Console-Daten. Danach verschickt es eine Zusammenfassung: was sich geändert hat und was als Nächstes Aufmerksamkeit braucht.

So ein Ablauf spart Zeit, weil eine wöchentliche SEO-Durchsicht meist so aussieht: dieselben Reports öffnen, mit der Vorwoche vergleichen und entscheiden, was genauer untersucht werden muss.

Sobald du weißt, welche Checks zählen, übernimmt Claude die Datensammlung und bereitet eine knappe Durchsicht vor. Lass dir zeigen, was sich geändert hat und welche Seite oder KI-Antwort betroffen ist. Dazu gehören die Zahlen und ein Vorschlag, was du dir als Nächstes ansiehst.

Der Ahrefs MCP ergänzt weiteren Kontext. Dazu gehören Ranking-Veränderungen, Daten aus dem Brand Radar, neue Probleme aus dem Site Audit und Veränderungen bei den Websites, die auf dich verlinken.

Zeitplan und Versand richtest du separat ein. Claude Code bringt dafür inzwischen geplante Aufgaben mit, die in der Cloud laufen, auch wenn dein Rechner aus ist. Sie sehen allerdings keine Dateien auf deinem Rechner, und die Funktion ist noch als Vorschau gekennzeichnet. Der Report bleibt ein Werkzeug für die Durchsicht. Er liefert eine klare Liste mit Änderungen, die jemand prüft, und Claude bearbeitet die Website dabei nicht auf eigene Faust.

Fazit

Fang mit etwas an, das du in deinem SEO-Alltag ohnehin tust. Gib Claude die Dateien oder Daten, die es braucht, sag ihm, was du zurückhaben willst, und schau, wie gut es die Aufgabe erledigt. Sobald das Ergebnis nützlich und verlässlich ist, baust du weitere Schritte oder eine Automatisierung darauf auf.

Claude Code, MCP und die verfügbaren Integrationen ändern sich schnell. Prüf bei jedem Setup den aktuellen Stand der Doku von Anthropic und Ahrefs, bevor du etwas fest einplanst.

Noch mehr Anwendungsfälle findest du bei Glen Allsopp: Er hat 15 Anwendungsfälle für den Ahrefs MCP zusammengestellt (auf Englisch). Er zeigt unter anderem, wie du:

  • Themen findest, bei denen die Nachfrage wächst oder saisonal schwankt
  • andere Länder über den Suchtraffic von Wettbewerbern erforschst
  • verschwundene Seiten findest, auf die andere Websites noch verlinken
  • vergleichst, wie schnell Wettbewerber Links von neuen Websites bekommen
  • die Websites findest, die bei einer Reihe verwandter Suchen ranken, auch bei Suchanfragen mit bestimmten SERP-Features

Der Guide enthält Beispiel-Prompts und Tipps zu Umfang und Zeitraum, damit du Claude einen genaueren Rechercheauftrag gibst.

Falls dir das Terminal nicht liegt: Mit Letaido laufen viele dieser Auswertungen im Chat, mit den Ahrefs-Daten schon an Bord.

Porträt von Mateusz Makosiewicz

Marketingforscher und Ausbilder bei Ahrefs. Mateusz hat über 10 Jahre Erfahrung im Marketing, die er in Agenturen, SaaS- und Hardware-Unternehmen gesammelt hat. Wenn er nicht schreibt, komponiert er Musik oder genießt lange Spaziergänge.