Backlinks aufbauen: Dein Taktik-Guide für erfolgreiche Links

Porträt von Monika Butterweck

Nach Autor Monika Butterweck

Marketing Manager DACH bei Ahrefs

October 2, 202631 Min. Lesezeit

Linkaufbau ist keine Raketenwissenschaft. Es gibt keinen geheimen Club, in dem nur eine kleine Elite weiß, wie man Backlinks bekommt. Jeder kann es tun.

Hier sind 13 Taktiken für deinen Linkaufbau, sortiert nach Aufwand:

Backlink Aufbau Taktik
Aufwand
Wirkung
Am besten geeignet für
Nischen- und Branchenverzeichnisse
Niedrig
Niedrig
Homepage-Links
Interner Linkaufbau
Niedrig
Hoch
Links zu Inhalten
Strategische Partnerschaften
Niedrig bis mittel
Mittel
Homepage- und Markenlinks
Link Reclamation
Niedrig bis mittel
Mittel
Bestehende Linkchancen
Unlinked Brand Mentions
Mittel
Mittel
Homepage- und Markenlinks
Podcasts
Mittel
Mittel
Homepage- und Markenlinks
Resource Page Link Building
Mittel
Niedrig
Backlinks zu Inhalten
Journalisten-Anfragen
Mittel
Hoch
Autoritätslinks und Markenerwähnungen
Digital PR & eigene Daten
Hoch
Hoch
Backlinks zu Inhalten
Linkable Assets
Hoch
Hoch
Backlinks zu Inhalten
Broken Link Building
Hoch
Hoch
Backlinks zu Inhalten
Guest Posts
Hoch
Mittel
Marken- und Content-Links
Listicle Outreach
Hoch
Hoch
Homepage- und Markenlinks

So generierst du Backlinks

Kurz gesagt gibt es vier Wege, wie du an Backlinks kommst:

  • Hinzufügen: Du setzt selbst Links auf anderen Websites
  • Fragen: Du bittest andere um einen Link
  • Verdienen: Andere verlinken freiwillig auf deine Inhalte
  • Kaufen: Du bezahlst für einen Link (Vorsicht!)

Die meisten Linkaufbau-Taktiken folgen einem dieser vier Wege.

Prüfe zuerst deine Backlinks

Bevor du neue Backlinks aufbaust, lohnt sich ein Blick auf das, was bereits da ist. Mit dem kostenlosen Backlink Checker von Ahrefs kannst du die Backlinks jeder beliebigen Website oder URL prüfen.

Gib einfach deine Domain ein und klicke auf Backlinks prüfen. Du siehst unter anderem, wie viele Backlinks und verweisende Domains auf deine Website zeigen und welche Seiten auf dich verlinken.

Noch interessanter für den Linkaufbau: Du kannst genauso die Domain oder eine einzelne Seite eines Wettbewerbers eingeben. So findest du heraus, wer bereits auf ähnliche Inhalte verlinkt und bekommst erste Ideen für deine eigene Linkbuilding-Strategie.

Für eine vollständige Analyse deines Backlinkprofils und zusätzliche Filter kannst du anschließend den Site Explorer von Ahrefs verwenden. Auf ihn werden wir bei den folgenden Taktiken immer wieder zurückkommen.

1: Verdiene Backlinks mit Digital PR und eigenen Daten

Aufwand
Wirkung
Am besten geeignet für
Hoch
Hoch
Backlinks zu Inhalten

Mit Digital PR machst du aus eigenen Daten Geschichten, über die andere berichten wollen. Statt einzelne Websites um einen Link zu bitten, veröffentlichst du neue Erkenntnisse, die Journalisten, Blogger und andere Publisher als Quelle aufgreifen können.

Besonders gut eignen sich dafür eigene Studien, Umfragen und Datenauswertungen. Ahrefs nutzt diesen Ansatz selbst regelmäßig: In unserer Studie zu „Google AI Overviews vs. ChatGPT: Welche Quellen zitieren KI-Systeme in Deutschland?“ wurden beispielsweise Millionen von Zitationen ausgewertet und darauf konkrete Unterschiede zwischen den Systemen gezeigt.

Der Ablauf ist simpel: Datenquelle → Story → Pressearbeit → Backlinks

Finde eine Datenquelle

Du brauchst nicht unbedingt einen eigenen riesigen Datenschatz, um loszulegen. Es gibt eine ganze Liste von Wegen, die du für diesen Schritt nutzen kannst:

  • Werte eigene Unternehmens- oder Produktdaten aus
  • Führe eine Umfrage durch
  • Analysiere öffentliche Datensätze
  • Vergleiche mehrere Datenquellen miteinander
  • Untersuche vorhandene Daten aus einem neuen Blickwinkel

Wichtig ist weniger die Menge der Daten als das, was du daraus machst. Suche nach neuen Erkenntnissen, überraschenden Unterschieden oder Entwicklungen, die für andere interessant sein könnten.

Randbemerkung


Datenbasierte Inhalte können starke Link-Magnete sein. In einer Ahrefs-Fallstudie zu einer Statistik-Seite führten 515 Outreach-E-Mails zu 36 redaktionellen Backlinks von 32 Websites.

Finde heraus, welche Daten gefragt sind

Du kannst auch andersherum starten und zuerst herausfinden, nach welchen Statistiken Menschen bereits suchen. Der Keywords Explorer von Ahrefs hilft dir dabei:

  1. Gib ein allgemeines Thema aus deiner Nische ein
  2. Gehe zu Übereinstimmende Begriffe
  3. Filtere nach Begriffen wie „Statistik“, „Studie“ oder „Daten“
  4. Suche nach Themen, zu denen du eigene oder bessere Daten liefern kannst

Damit weißt du noch nicht automatisch, welche Studie Backlinks bekommen wird. Du bekommst aber ein besseres Gefühl dafür, welche Daten zu deinem Thema aktiv gesucht werden.

Gehe anschließend einen Schritt weiter: Schau dir erfolgreiche Statistik-Seiten zu deinem Thema im Site Explorer von Ahrefs an. Im Backlinks-Bericht kannst du untersuchen, welche Aussagen und Zahlen andere Websites tatsächlich aufgegriffen und verlinkt haben:

  1. Öffne den Site Explorer
  2. Gib die URL einer erfolgreichen Statistik-Seite ein
  3. Gehe zu Backlinks
  4. Suche im Anker- und Umgebungstext nach häufig aufgegriffenen Zahlen oder Aussagen

So findest du nicht nur ein Thema für deine Datenstudie, sondern auch mögliche Aufhänger für die spätere Geschichte dazu.

Mache aus deinen Daten eine Story

Eine Tabelle voller Zahlen ist noch keine Geschichte. Überlege deshalb lieber, welche Aussage Journalisten oder Blogger aus deinen Daten mitnehmen könnten.

Das können zum Beispiel überraschende Ergebnisse, Trends, regionale Unterschiede oder Vergleiche sein. Unsere Ahrefs-Beispielstudie zu Google AI Overviews und ChatGPT zeigt etwa, dass nur 17 der jeweils 50 meistzitierten Domains in beiden Systemen auftauchen. So entsteht eine interessante Geschichte aus Zitationsdaten.

Frage dich also immer, warum sich jemand für die Daten interessieren könnte – nicht nur, was die Daten zeigen.

Veröffentliche deine Ergebnisse

Bereite die wichtigsten Erkenntnisse auf einer eigenen Seite auf. Zeige transparent, woher deine Daten stammen und wie du sie ausgewertet hast. So haben Journalisten und andere Publisher eine Originalquelle, auf die sie sich beziehen und verlinken können. Als Orientierung kannst du dir dafür auch die Daten & Studien im Ahrefs-Blog ansehen.

Bringe deine Story zu den richtigen Leuten

Jetzt kommt der PR-Teil. Suche nach Journalisten, Bloggern und Publishern, für deren Publikum deine Ergebnisse relevant sind. Stelle ihnen dabei nicht einfach deine Studie vor, sondern die interessanteste Geschichte daraus.

Dein Pitch sollte schnell klarmachen, was neu oder überraschend ist und warum es für die jeweilige Zielgruppe relevant ist. Je besser Daten, Story und Empfänger zusammenpassen, desto größer ist die Chance, dass deine Analyse aufgegriffen und verlinkt wird.

2: Erstelle Linkable Assets

Aufwand
Wirkung
Am besten geeignet für
Hoch
Hoch
Backlinks zu Inhalten

Linkable Assets sind Inhalte oder Ressourcen, die so nützlich sind, dass andere Websites gerne darauf verlinken. Sie können langfristig Backlinks verdienen, statt dass du für jeden einzelnen Link einen neuen Inhalt erstellen musst.

Typische Linkable Assets sind beispielsweise:

  • Templates und Checklisten
  • Studien und eigene Daten
  • Ausführliche Guides und Definitions-Ressourcen
  • Infografiken und andere hilfreiche Visualisierungen
  • Kostenlose Tools und Rechner

Ein gutes Beispiel ist der kostenlose Website Authority Checker von Ahrefs. Statt nur zu erklären, was Website Authority beziehungsweise Domain Rating bedeutet, können Nutzer direkt eine Domain eingeben und deren Stärke prüfen. Er löst so ein konkretes Problem direkt auf der Seite und bietet damit einen natürlichen Grund, ihn als Ressource zu empfehlen und zu verlinken. Großer Pluspunkt: Ein solches Tool kann nicht so einfach von AI Overviews in Google übernommen werden, was sonst manchmal ein Problem sein kann.

Entwickle eine Idee, die einen Link wert ist

Bevor du ein weiteres Tool oder einen weiteren Guide erstellst, frage dich, warum jemand darauf verlinken sollte. Ein Linkable Asset sollte etwas bieten, das sich nicht einfach in einem Satz zusammenfassen lässt oder überall gleich zu finden ist.

Ein Rechner übernimmt beispielsweise eine Aufgabe für den Nutzer. Ein Template spart Arbeit. Eine Definitions-Ressource kann ein komplexes Thema besonders verständlich erklären. Eine Studie liefert eine Originalquelle für eine Aussage.

Du kannst dabei auch deine bestehenden Inhalte betrachten. Vielleicht lässt sich aus einem erfolgreichen Guide ein Template entwickeln, aus internen Daten eine Studie oder aus einer komplizierten Berechnung ein kostenloses Tool.

Nutze bestehende Links als Inspiration

Du brauchst keine magische Glaskugel, um zu erraten, welche Assets funktionieren könnten. Mit Ahrefs kannst du dir ansehen, welche Ressourcen in deiner Nische bereits viele Backlinks bekommen.

Suche dazu im Ahrefs Content Explorer nach einem relevanten Thema und filtere nach Seiten mit vielen verweisenden Domains. Wenn wir zum Beispiel nach „Long Tail Keywords“ suchen, ist ein Ergebnis dieser Blogbeitrag mit 1,2K verweisenden Domains: 

Achte anschließend auf Ergebnisse, bei denen du erkennen kannst, warum sie verlinkt werden. Nehmen wir an, du findest dabei einen stark verlinkten Guide. Statt einfach einen weiteren Guide zum selben Thema zu schreiben, kannst du überlegen, was der bestehende Inhalt noch nicht gut löst. Vielleicht sind Informationen veraltet, Beispiele fehlen oder ein komplizierter Prozess ließe sich mit einem Template oder Tool wesentlich einfacher machen.

Verbessere bestehende Ressourcen mit der Skyscraper-Technik

Genau darauf basiert die Skyscraper-Technik. Du findest einen Inhalt, der nachweislich Backlinks bekommt, erstellst eine bessere Alternative und stellst sie anschließend Websites vor, die bereits auf den bestehenden Inhalt verlinken.

Randbemerkung


„Besser“ bedeutet nicht automatisch länger. Ein kostenloser Rechner, ein übersichtliches Template oder eine präzisere Definition kann nützlicher sein als ein weiterer 5.000-Wörter-Guide.

Ist dein Linkable Asset live, prüfst du die ursprüngliche Ressource im Site Explorer > Verweisende Domains. Dort findest du Websites, die bereits auf einen Inhalt zu diesem Thema verlinken und deshalb interessante Kandidaten für deinen Outreach sind.

3: Baue Backlinks mit Broken Link Building auf

Aufwand
Wirkung
Am besten geeignet für
Hoch
Hoch
Backlinks zu Inhalten

Beim Broken Link Building suchst du nach nicht mehr erreichbaren Seiten, auf die andere Websites noch verlinken. Anschließend erstellst du einen passenden Ersatz und schlägst den verlinkenden Websites vor, stattdessen auf deine Seite zu verweisen.

Das funktioniert, weil niemand seine Besucher gerne auf einen toten Link schickt. Gleichzeitig weißt du bereits, dass das Thema grundsätzlich Links anziehen kann.

Finde tote Seiten mit Backlinks

Ein einfacher Weg führt wieder über den Ahrefs Content Explorer:

  1. Öffne den Content Explorer
  2. Suche nach einem relevanten Thema
  3. Filtere nach Nur defekte Seiten
  4. Setze einen Filter für Seiten mit mindestens 10 verweisenden Domains

Suche nach einer Seite, deren Thema zu deiner Website passt und für die du einen sinnvollen Ersatz erstellen könntest. Die Zahl der verweisenden Domains hilft dir dabei einzuschätzen, wie viele potenzielle Linkchancen es gibt.

Eine Suche nach „SEO“ findet zum Beispiel diese Seite mit 179 verweisenden Domains (verlinkenden Websites):

Wenn du auf die Seite klickst, um sie zu besuchen, siehst du die Warnung „Seite kann nicht gefunden werden“, die bestätigt, dass sie kaputt ist:

Prüfe, was früher auf der Seite stand

Eine URL verrät dir manchmal schon, worum es auf der verschwundenen Seite ging. Für einen genaueren Blick kannst du dir eine archivierte Version der Seite auf Archive.org ansehen.

Du musst den alten Inhalt dabei nicht möglichst genau nachbauen. Entscheidend ist, dass deine neue Ressource dieselbe Such- oder Informationsabsicht erfüllt und für die Websites, die bisher auf die tote Seite verlinken, ein sinnvoller Ersatz ist.

In unserem Beispiel zeigt die URL der Website „/seo-tips“ an, es war früher also eine Liste mit SEO-Tipps.

Achtung


Nicht jeder Backlink zu einer toten Seite ist automatisch eine gute Linkchance. Prüfe, ob die verlinkende Website relevant und der ursprüngliche Link inhaltlich sinnvoll ist, bevor du Zeit in einen Ersatz und Outreach investierst.

Biete deinen Inhalt als Ersatz an

Ist dein neuer Inhalt live, öffnest du die tote URL im Site Explorer > Backlinks. Dort siehst du, welche Websites noch auf sie verlinken.

Wende dich anschließend an passende Websitebetreiber, weise sie auf den defekten Link hin und schlage deine Ressource als Ersatz vor. Dein Pitch hat damit einen konkreten Anlass: Du bittest nicht einfach um einen Backlink, sondern hilfst gleichzeitig dabei, einen kaputten Link zu ersetzen.

4: Hole dir Links mit Link Reclamation zurück

Aufwand
Wirkung
Am besten geeignet für
Niedrig bis mittel
Mittel
Bestehende Linkchancen

Nicht jeder Backlink muss komplett neu aufgebaut werden. Bei der Link Reclamation suchst du nach Links, die verloren gegangen sind, nicht mehr am richtigen Ziel ankommen oder eigentlich auf deine Inhalte verweisen sollten.

Dazu gehören verlorene Backlinks genauso wie Bilder und Daten, die ohne Link übernommen wurden. Eine weitere Chance bieten alte URLs und Weiterleitungen. Genau hier kommen 301-Redirects ins Spiel.

Hole verlorene Backlinks zurück

Websites verändern sich ständig. Seiten werden gelöscht, Inhalte aktualisiert und Links entfernt. Dadurch kannst du Backlinks verlieren, die du früher bereits hattest.

Im Site Explorer von Ahrefs kannst du unter Backlinks > Verloren nach solchen Links suchen.

Prüfe bei interessanten Ergebnissen zuerst, warum der Link verschwunden ist. Wurde er bei einer Aktualisierung entfernt, kannst du den Websitebetreiber darauf ansprechen. Zeigt der alte Link dagegen auf eine Seite deiner Website, die nicht mehr existiert, solltest du prüfen, ob du eine passende neue Zielseite hast.

Nutze 301-Redirects als Linkchance

Ein 301-Redirect ist eine permanente Weiterleitung von einer URL auf eine andere. Rufst du beispielsweise eine alte Seite auf, die dauerhaft unter einer neuen Adresse erreichbar ist, kann dich die Website per 301 automatisch dorthin weiterleiten.

Für Link Reclamation sind solche Weiterleitungen interessant, wenn Backlinks noch auf die alte URL zeigen, das neue Ziel aber nicht mehr wirklich zum ursprünglichen Link passt. Die Websites verlinken dann zwar technisch auf ein funktionierendes Ziel, aber nicht mehr unbedingt auf die ursprüngliche Ressource.

Solche Chancen kannst du mit dem Site Explorer finden:

  1. Suche nach einer bekannten Website aus deiner Nische
  2. Öffne den Bericht Beste nach Links
  3. Filtere nach HTTP Code > 3XX Weiterleitung
  4. Suche nach weitergeleiteten URLs mit mehreren verweisenden Domains

Hast du eine interessante URL gefunden, öffne sie und schau dir an, wohin sie heute weitergeleitet wird. Vergleiche das aktuelle Ziel mit dem Thema der ursprünglichen URL.

Angenommen, eine Website hatte einen ausführlichen Guide zu einem bestimmten Thema, auf den zahlreiche andere Seiten verlinkt haben. Dieser Guide wurde inzwischen entfernt und auf eine allgemeinere Seite weitergeleitet. Wenn du einen aktuellen, passenden Guide zum ursprünglichen Thema hast, könntest du den verlinkenden Websites eine bessere Alternative anbieten.

Diese Websites kannst du anschließend kontaktieren, auf die Weiterleitung hinweisen und deine Ressource als passendere Alternative vorschlagen.

Randbemerkung


Nicht jeder 301-Redirect ist eine Linkchance. Führt die alte URL bereits zu einer aktuellen und inhaltlich passenden Ressource, gibt es für die verlinkende Website keinen Grund, ihren Link zu ändern.

Finde Bilder und Daten, bei denen dein Link fehlt

Manchmal fehlt ein Backlink, obwohl eine andere Website deine Inhalte bereits verwendet. Das kann zum Beispiel passieren, wenn jemand eine Grafik übernimmt oder Daten aus deiner Studie zitiert, ohne die Originalquelle zu verlinken.

Bei Bildern kannst du solche Verwendungen mit einer umgekehrten Bildersuche finden. Bei eigenen Studien helfen charakteristische Zahlen, Formulierungen oder der Name der Untersuchung. Lade zum Beispiel eine eigene Grafik bei Google Lens hoch und prüfe unter Genaue Übereinstimmung, ob sie auf anderen Websites auftaucht.

Findest du eine Verwendung ohne Link, kannst du den Websitebetreiber freundlich bitten, die Originalquelle zu ergänzen. Der große Vorteil: Du musst nicht erst erklären, warum dein Inhalt relevant ist. Die Website nutzt ihn ja bereits.

5: Verwandle Markenerwähnungen in Backlinks

Aufwand
Wirkung
Am besten geeignet für
Niedrig
Mittel
Etablierte Marken

Wenn andere Websites deine Marke erwähnen, aber nicht auf dich verlinken, steckt darin eine ziemlich naheliegende Linkchance. Schließlich kennen die Autoren deine Marke bereits und haben sich sogar entschieden, sie in ihrem Content zu erwähnen. Du musst sie also nicht erst von null überzeugen.

Die Aufgabe besteht darin, solche unverlinkten Markenerwähnungen zu finden und bei den relevantesten nach einem Link zu fragen.

Behalte deine Markenerwähnungen im Blick

Mit dem Ahrefs Brand Radar kannst du verfolgen, wo und wie deine Marke im Web und in KI-Antworten auftaucht. So bekommst du einen laufenden Überblick über deine Sichtbarkeit, statt nur gelegentlich nach einzelnen Erwähnungen zu suchen.

Finde unverlinkte Erwähnungen im Content Explorer

Für die gezielte Suche nach unverlinkten Erwähnungen kannst du anschließend den Ahrefs Content Explorer verwenden: 

  1. Öffne den Content Explorer
  2. Suche nach deinem Markennamen
  3. Schließe deine eigene Domain mit dem -site:-Operator aus. Für Ahrefs sieht die Suche zum Beispiel so aus: Ahrefs -site:ahrefs.com
  4. Filtere nach Unverlinkte Domains
  5. Prüfe die verbleibenden Ergebnisse auf sinnvolle Linkchancen

Jetzt solltest du Seiten sehen, auf denen deine Marke erwähnt wird, ohne dass ein Link zu deiner Website vorhanden ist.

Je nach Bekanntheit deiner Marke können dabei ziemlich viele Ergebnisse zusammenkommen. Grenze sie deshalb weiter ein:

  • Setze die Sprache auf Deutsch, falls deine Inhalte nur hier relevant sind
  • Nutze einen Domain-Rating-Filter, zum Beispiel DR 30+, um sehr schwache Domains auszusortieren
  • Aktiviere Eine Seite pro Domain, damit einzelne Websites deine Ergebnisse nicht dominieren
  • Wähle Unverlinkte Domains hervorheben und gib deine eigene Domain ein

Allerdings ist nicht jede Erwähnung automatisch eine gute Gelegenheit. Öffne interessante Ergebnisse und schau dir an, in welchem Zusammenhang deine Marke genannt wird.

Wird Ahrefs beispielsweise nur in einer langen Liste von SEO-Tools erwähnt, ist der zusätzliche Nutzen eines Links möglicherweise gering. Wird dagegen eine Ahrefs-Studie zitiert, eine Funktion erklärt oder Ahrefs als weiterführende Ressource empfohlen, gibt es einen deutlich natürlicheren Grund für eine Verlinkung.

Bitte um die Verlinkung

Hast du eine passende Erwähnung gefunden, suche nach der richtigen Kontaktperson. Bei Blogartikeln ist das häufig der Autor selbst. Alternativ kannst du auf der Autoren-, Team- oder Kontaktseite nachsehen.

Deine Nachricht muss kein großer Pitch sein. Die Website erwähnt dich schließlich bereits. Weise kurz auf die Erwähnung hin und frage freundlich, ob ein Link zur entsprechenden Ressource ergänzt werden kann.

Achte dabei auf das passende Linkziel. Wenn jemand eine Studie, ein Tool oder einen bestimmten Guide von dir erwähnt, sollte der Link direkt dorthin führen und nicht einfach auf deine Homepage.

Suche nicht nur nach deinem Markennamen

Dasselbe Prinzip funktioniert auch für andere Begriffe, die eindeutig mit dir verbunden sind. Suche zum Beispiel nach:

  • Produkt- oder Toolnamen
  • eigenen Studien
  • charakteristischen Metriken oder Begriffen
  • bekannten Personen aus deinem Unternehmen

So findest du Erwähnungen, die bei einer reinen Suche nach deinem Markennamen durchs Raster fallen.

Erwähnungen können doppelt wertvoll sein

Eine Erwähnung ohne Backlink ist allerdings nicht automatisch wertlos. Markenpräsenz im Web spielt auch eine Rolle, wenn du deine Sichtbarkeit in KI-Suchen analysierst.

Brand Radar unterscheidet deshalb zwischen Erwähnungen, bei denen eine Marke in einer KI-Antwort genannt wird, und Zitationen, bei denen eine Website als Quelle verlinkt wird. Eine Erwähnung kann bereits zur Sichtbarkeit deiner Marke beitragen und gleichzeitig eine Chance sein, daraus einen Backlink zu machen.

6: Baue Links über Ressourcenseiten auf

Aufwand
Wirkung
Am besten geeignet für
Mittel
Niedrig
Backlinks zu Inhalten

Beim Resource Page Link Building suchst du nach Seiten, die hilfreiche Ressourcen zu einem bestimmten Thema sammeln und verlinken. Hast du einen passenden Inhalt, kannst du ihn für die Aufnahme in die Liste vorschlagen.

Das funktioniert aus einem ziemlich simplen Grund: Ressourcenseiten sind ausdrücklich dafür da, auf hilfreiche externe Inhalte zu verlinken.

Finde relevante Ressourcenseiten

Am einfachsten startest du mit einer Google-Suche. Mit Google-Suchoperatoren kannst du gezielt nach Seiten suchen, die Ressourcen oder Links zu deinem Thema sammeln.

Probiere zum Beispiel: 

  • [Thema] intitle:ressourcen inurl:ressourcen.html
  • [Thema] intitle: ressourcen inurl:links.html

Angenommen, du möchtest Backlinks zu einem Kalorienrechner aufbauen. Dann könntest du zum Beispiel nach ernährung intitle:ressourcen inurl:ressourcen.html suchen.

Öffne anschließend interessante Ergebnisse und prüfe, ob es sich tatsächlich um eine Ressourcenseite handelt. Entscheidend ist vor allem, ob die Seite externe Ressourcen wie deine verlinkt.

Findest du beispielsweise eine Seite mit hilfreichen Tools zur Ernährungsplanung, könnte ein guter Kalorienrechner thematisch hineinpassen. Passt deine Ressource zur Seite, suche nach der verantwortlichen Person und schlage sie für die Liste vor. Erkläre kurz, warum sie für die Leser eine sinnvolle Ergänzung wäre. Nur weil eine Seite Ressourcen sammelt, muss sie schließlich nicht jede Ressource aufnehmen.

Finde weitere Ressourcenseiten über bestehende Links

Hast du eine relevante Ressourcenseite gefunden, kannst du noch einen Schritt weitergehen.

Schau dir an, auf welche Ressourcen dort bereits verlinkt wird. Eine davon könnte auch auf anderen Ressourcenseiten auftauchen. Über ihr Backlinkprofil findest du dann weitere potenzielle Linkchancen.

So gehst du vor:

  1. Öffne den Site Explorer
  2. Gib die URL einer bereits verlinkten Ressource ein
  3. Gehe zum Bericht Backlinks
  4. Filtere nach verweisenden Seiten mit Begriffen wie ressourcen in der URL

So kannst du weitere Seiten finden, die ähnliche Ressourcen sammeln und möglicherweise auch deinen Inhalt aufnehmen würden.

7: Baue Backlinks mit Gastbeiträgen auf

Aufwand
Wirkung
Am besten geeignet für
Hoch
Mittel
Marken- und Content-Links

Beim Guest Posting oder Gastblogging schreibst du einen Beitrag für eine andere Website in deiner Nische. Im Gegenzug bekommst du Aufmerksamkeit für deine Expertise, was auch häufig einen Backlink zu deiner Website bedeutet.

Das Prinzip ist nicht neu. Gute Gastbeiträge können aber weiterhin funktionieren, wenn du sie nicht als Möglichkeit verstehst, möglichst viele Links auf möglichst vielen Websites unterzubringen. Entscheidend ist, wo du veröffentlichst und was du beizutragen hast.

Finde Websites, die Gastbeiträge veröffentlichen

Du könntest bei Google nach Websites suchen, die ausdrücklich nach Gastautoren suchen. Damit findest du allerdings nur einen Teil der Möglichkeiten. Viele Websites veröffentlichen Beiträge externer Autoren, ohne eine klassische „Schreib für uns“-Seite zu haben.

Mit dem Content Explorer kannst du breiter suchen:

  1. Öffne den Content Explorer
  2. Gib ein relevantes Thema ein und suche im Titel
  3. Filtere nach deutschen Ergebnissen
  4. Filtere nach Beiträgen mit mehr als 500 Wörtern
  5. Wechsle zum Tab Websites

Damit findest du Websites, die regelmäßig ausführlich über dein Thema schreiben. Schau dir interessante Kandidaten anschließend genauer an.

Veröffentlicht eine Website Beiträge von vielen verschiedenen Autoren, kann das ein Hinweis darauf sein, dass dort auch externe Autoren schreiben.

Das bedeutet allerdings noch nicht automatisch, dass die Website Gastbeiträge akzeptiert. Prüfe die Autoren und Beiträge genauer und schau nach, ob du externe Experten darunter findest.

Randbemerkung


Wenn deine Ergebnisse vor allem aus sehr großen Websites bestehen, bei denen ein Gastbeitrag unrealistisch wäre, kannst du den DR-Filter nutzen, um die Auswahl einzugrenzen.

Wähle Qualität statt Menge

Eine lange Liste potenzieller Websites ist noch keine gute Guest-Posting-Strategie. Konzentriere dich lieber auf Seiten, deren Publikum tatsächlich zu deinem Thema passt.

Bevor du eine Website kontaktierst, schau dir deshalb einige ihrer Beiträge an. Welche Themen behandelt sie? Welche Formate funktionieren dort? Wer schreibt für sie? Und vor allem: Kannst du etwas beitragen, das für ihre Leser wirklich interessant ist?

Ein guter Pitch beginnt deshalb nicht mit deinem Wunsch nach einem Backlink. Schlage stattdessen ein konkretes Thema vor und erkläre kurz, warum es zum bestehenden Content und zur Zielgruppe der Website passt.

Nutze Gastbeiträge nicht als Linkfabrik

Sei vorsichtig bei Websites oder Netzwerken, die Gastbeiträge hauptsächlich gegen Bezahlung veröffentlichen und dabei mit garantierten Backlinks werben.

Das Ziel sollte nicht sein, möglichst viele Gastposts mit Links zu platzieren. Ein einzelner fachlich starker Beitrag auf einer relevanten Website kann wertvoller sein als eine ganze Reihe austauschbarer Beiträge auf Websites, die praktisch jeden gegen Geld veröffentlichen.

Wenn du einen Gastbeitrag schreibst, sollte der Inhalt deshalb auch ohne den Backlink einen guten Grund haben, veröffentlicht zu werden.

Und wenn ein Link zu deiner Website sinnvoll ist, sollte er natürlich zum Kontext passen – etwa weil du auf eine eigene Studie, ein Tool oder einen weiterführenden Inhalt verweist.

8: Lass dich in relevanten Listicles aufnehmen

Aufwand
Wirkung
Am besten geeignet für
Hoch
Hoch
Homepage- und Markenlinks

Beim Listicle Outreach suchst du nach „Best of“-Listen in deiner Branche, in denen dein Unternehmen oder Produkt noch fehlt. Anschließend schlägst du dem Autor vor, dich in die Liste aufzunehmen.

Das kann dir nicht nur einen Backlink bringen. Du erreichst deine Zielgruppe genau dort, wo sie verschiedene Anbieter, Produkte oder Lösungen miteinander vergleicht.

Finde relevante Listicles

Starte mit einer einfachen Google-Suche. Je nach Unternehmen kannst du zum Beispiel diese Suchanfragen verwenden:

  • Beste [Geschäftsart] in [Ort] –„[Name deines Unternehmens]“
  • Beste [Produktkategorie] –„[Name deines Unternehmens]“

Betreibst du beispielsweise ein Café in Berlin, könntest du nach beste Cafés in Berlin -"Name deines Cafés" suchen.

Da du deine Marke aus der Suche ausgeschlossen hast, kannst du gezielt nach Listicles suchen, in denen sie noch nicht vorkommt.

Öffne interessante Ergebnisse und prüfe zunächst, ob deine Marke tatsächlich fehlt. Schau dir außerdem an, welche Unternehmen oder Produkte aufgenommen wurden und nach welchen Kriterien der Autor seine Auswahl getroffen hat.

Wende dich anschließend an den Autor oder die Redaktion. Dabei musst du nicht unbedingt schon in der ersten Nachricht um eine Aufnahme bitten. Gerade bei redaktionellen Listen kann es sinnvoller sein, zunächst den Kontakt herzustellen und kurz zu erklären, warum dein Unternehmen oder Produkt für die Auswahl relevant sein könnte.

Denk bei Listicles auch an KI-Empfehlungen

Relevante Listicles können inzwischen doppelt interessant sein. KI-Assistenten greifen für Empfehlungen auch auf „Best of“-Listen und andere Drittanbieter-Inhalte zurück. Eine Platzierung garantiert zwar keine Erwähnung in einer KI-Antwort, kann aber deine Präsenz auf den Quellen erhöhen, die für solche Empfehlungen herangezogen werden.

Mit Ahrefs Brand Radar kannst du prüfen, welche externen Seiten für relevante KI-Antworten zitiert werden und wo Wettbewerber auftauchen, deine Marke aber noch fehlt.

9: Beantworte Anfragen von Journalisten

Aufwand
Wirkung
Am besten geeignet für
Mittel
Hoch
Autoritätslinks und Markenerwähnungen

Journalisten brauchen für ihre Artikel regelmäßig Einschätzungen, Daten oder Zitate von Experten. Genau daraus kann eine Linkchance entstehen: Du beantwortest eine passende Anfrage und wirst im fertigen Artikel als Quelle genannt. Das kann oftmals auch Backlinks bedeuten. Damit sind Journalisten-Anfragen eine klassische Form von Earned Media.

Früher war HARO („Help a Reporter Out“) dafür die bekannteste Plattform, ist aber längst nicht deine einzige Option. Je nach Branche und Markt kannst du unter anderem diese Plattformen ausprobieren:

  • Featured
  • Qwoted
  • SourceBottle
  • Source of Sources
  • ResponseSource
  • ProfNet

Oftmals lohnt es sich außerdem, Fachjournalisten und relevante Medien direkt im Blick zu behalten. Quellenanfragen findest du zum Beispiel über LinkedIn oder unter Hashtags wie #journorequest auf X.

Randbemerkung


Welche Plattform am besten funktioniert, hängt stark von deiner Branche und deinem Markt ab. Gerade für deutschsprachige Anfragen kann die direkte Beziehung zu Fachjournalisten wichtiger sein als eine internationale Vermittlungsplattform.

Je genauer deine Antwort zur Anfrage passt, desto besser. Journalisten brauchen keinen langen Pitch und meistens auch keine Informationen, die sie selbst in wenigen Sekunden recherchieren könnten.

Liefer ihnen stattdessen etwas, das sie tatsächlich verwenden können: eigene Daten, konkrete Erfahrungen, einen ungewöhnlichen Blickwinkel oder ein kurzes, zitierfähiges Statement.

Genau hier schließt sich der Kreis zu Digital PR: Die eigenen Daten und Geschichten aus Abschnitt 1 geben dir Material, mit dem du bei Journalisten-Anfragen wesentlich mehr beitragen kannst als eine allgemeine Expertenmeinung. Wenn du tiefer einsteigen möchtest, findest du in unserem Guide weitere PR-Methoden für Medienanfragen und Earned Media.

10: Nutze strategische Partnerschaften für Backlinks

Aufwand
Wirkung
Am besten geeignet für
Niedrig bis mittel
Mittel
Homepage- und Markenlinks

Manchmal musst du für einen Backlink gar keine neue Beziehung aufbauen. Unternehmen, Kunden, Lieferanten, Verbände oder andere Organisationen, mit denen du bereits zusammenarbeitest, können natürliche Linkchancen bieten.

Der Vorteil: Du pitchst nicht bei Fremden. Es gibt bereits eine echte Verbindung zwischen euch. Das kann schon ein guter Grund für eine Verlinkung sein.

Prüfe dein bestehendes Netzwerk

Starte mit Unternehmen und Organisationen, zu denen bereits eine Beziehung besteht. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Lieferanten und Hersteller, deren Produkte du verkaufst
  • Verbände und Mitgliedschaften, denen dein Unternehmen angehört
  • Kunden und Partner, mit denen du öffentlich zusammenarbeitest
  • Co-Marketing-Partner, mit denen du Studien, Events oder andere Inhalte entwickelst

Schau anschließend, wo eine Verlinkung natürlich in diese Beziehung passt. Ein Verband könnte seine Mitglieder auflisten, ein Hersteller seine Händler und ein Partner gemeinsame Projekte oder Studien vorstellen.

Lass dich auf Händler- und Partnerseiten aufnehmen

Gerade für lokale Unternehmen kann diese Strategie eine gute Möglichkeit sein, Backlinks aufzubauen. Liste zunächst die Unternehmen auf, deren Produkte du direkt beziehst und verkaufst. Suche anschließend für jede Marke nach Händler- oder Bezugsquellenseiten. Beispielsweise:

  • [Markenname] intitle:händler
  • [Markenname] intitle:bezugsquellen
  • [Markenname] intitle:„wo kaufen“

Findest du eine Seite, auf der Händler aufgelistet und verlinkt werden, prüfe, ob dein Unternehmen bereits dabei ist.

Falls nicht, reicht häufig eine kurze Nachricht an deinen Ansprechpartner bei der Marke. Schließlich bittest du nicht um irgendeinen Backlink, sondern darum, eine bestehende Geschäftsbeziehung korrekt auf der Website abzubilden.

Dasselbe Prinzip funktioniert bei Verbänden und Mitgliedschaften. Prüfe, ob es ein Mitgliederverzeichnis oder Unternehmensprofile gibt und ob dein Unternehmen dort mit Website-Link aufgeführt werden kann.

Denk über bestehende Verzeichnisse hinaus

Strategische Partnerschaften können auch neue Linkchancen schaffen. Beim Co-Marketing entwickelst du gemeinsam mit einem Partner Inhalte oder Kampagnen. Das können zum Beispiel Studien, Branchenreports, Webinare oder Guides sein.

Davon profitieren beide Seiten. Ihr könnt den gemeinsamen Inhalt über eure eigenen Kanäle verbreiten und habt einen natürlichen Grund, aufeinander zu verlinken.

Gerade gemeinsame Studien passen außerdem gut zu unserer Digital-PR-Taktik aus Abschnitt 1: Ein Partner kann Daten, Reichweite oder zusätzliche Expertise beisteuern. So wird aus einer Kooperation vielleicht sogar eine Story, die weitere Websites aufgreifen und verlinken.

11: Probiere weitere Linkaufbau-Taktiken aus

Zum Schluss gibt es noch ein paar Taktiken, die je nach Website und Branche einen Blick wert sein können.

Lass dich in Podcasts interviewen

Aufwand
Wirkung
Am besten geeignet für
Mittel
Mittel
Homepage- und Markenlinks

Podcasts können dir neben Reichweite auch Backlinks bringen. Viele Podcasts haben für jede Episode eine eigene Seite und verlinken dort die Websites ihrer Gäste.

Suche bei Google nach relevanten Podcasts in deiner Branche. Prüfe anschließend einige aktuelle Episodenseiten und schau nach, ob dort auf die Websites oder Profile der Gäste verlinkt wird.

Findest du einen passenden Podcast, der seine Gäste verlinkt, könnte sich ein Pitch lohnen. Das kannst du zum Beispiel auf der Website des Podcasts direkt prüfen:

Du kannst auch schauen, in welchen Podcasts andere Experten aus deiner Branche zu Gast waren und bereits interviewt wurden. Das kann dann auch für dich interessant sein:

  1. Öffne den Site Explorer
  2. Gib die Website oder ein relevantes Profil der Person ein
  3. Öffne den Bericht Backlinks
  4. Suche nach verweisenden Seiten mit Begriffen wie „Podcast“ oder „Episode“

Nutze Nischen- und Branchenverzeichnisse selektiv

Aufwand
Wirkung
Am besten geeignet für
Niedrig
Niedrig
Homepage-Links

Verzeichnisse sind 2026 keine Taktik, bei der du deine Website einfach in möglichst viele Listen eintragen solltest. Relevante lokale oder branchenspezifische Verzeichnisse können aber weiterhin sinnvoll sein.

Mit Link-Überschneidungen im Site Explorer von Ahrefs kannst du prüfen, welche Websites auf deine Wettbewerber verlinken, aber nicht auf dich:

  1. Öffne den Site Explorer und gib deine Homepage ein
  2. Öffne Link-Überschneidungen
  3. Füge einige konkurrierende Homepages hinzu
  4. Lass dir die Linkchancen anzeigen
  5. Suche in den Ergebnissen nach relevanten Verzeichnissen

Findest du dort ein seriöses Verzeichnis, das für deine Branche oder Zielgruppe tatsächlich relevant ist, kannst du dein Unternehmen hinzufügen. Irgendwelche allgemeinen Verzeichnisse nur für den Backlink mitzunehmen, lohnt sich dagegen kaum.

Vergiss deine internen Links nicht

Aufwand
Wirkung
Am besten geeignet für
Niedrig
Hoch
Links zu Inhalten

Streng genommen baust du mit internen Links keine Backlinks auf. Unterschätzen solltest du sie trotzdem nicht.

Interne Links können PageRank von einer Seite auf eine andere weitergeben. So kannst du die Autorität, die deine Seiten unter anderem über Backlinks erhalten, gezielt auf andere wichtige Seiten deiner Website weiterleiten. Auch der Ankertext hilft Google dabei, den Kontext der verlinkten Seite besser zu verstehen.

Das macht interne Links zu einem ziemlich schnellen Hebel. Anders als bei Backlinks hast du schließlich selbst in der Hand, wo du sie setzt.

Im Site Audit von Ahrefs kannst du passende interne Linkmöglichkeiten finden. Melde dich einfach für Ahrefs Free an und crawle deine Website:

  1. Öffne dein Projekt im Site Audit
  2. Gehe zu Link Opportunities
  3. Suche nach der Seite, die du stärken möchtest
  4. Prüfe die vorgeschlagenen Quellseiten und passenden Textstellen

So findest du Stellen auf deiner Website, an denen ein interner Link natürlich in den bestehenden Content passt. Wie du daraus eine sinnvolle interne Linkstruktur aufbaust und PageRank gezielt auf wichtige Seiten leitest, erklären wir ausführlicher in unserem Guide zu internen Links für SEO.

Wie KI Linkbuilding und Outreach verändert

KI-Suche macht klassische Linkbuilding-Taktiken nicht überflüssig. Sie verändert aber, was du als Erfolg wertest und welche Websites du für deinen Outreach priorisierst.

Für klassisches SEO bleiben Backlinks wichtig. Wenn du auch in KI-Antworten sichtbar sein möchtest, solltest du deinen Blick allerdings etwas erweitern.

Denk nicht nur in Backlinks

Backlinks sind nicht das Einzige, was zählt. Auch Erwähnungen deiner Marke auf anderen Websites können für deine Sichtbarkeit in der KI-Suche interessant sein.

Das zeigt auch eine Ahrefs-Analyse von 75.000 Marken: Brand Mentions im Web korrelierten stark mit der Sichtbarkeit in ChatGPT, AI Mode und AI Overviews. Klassische Linkmetriken wie die Anzahl der Backlinks zeigten dagegen nur eine sehr schwache Korrelation.

Randbemerkung


Korrelation bedeutet nicht Kausalität. Die Daten zeigen einen Zusammenhang zwischen Brand Mentions und KI-Sichtbarkeit. Sie beweisen nicht, dass mehr Erwähnungen automatisch zu mehr Sichtbarkeit in KI-Antworten führen.

Ahrefs Brand Radar unterscheidet dabei zwischen zwei Dingen:

  • Erwähnung: Deine Marke taucht in einer KI-Antwort auf
  • Zitation: Eine Seite deiner Website wird als Quelle verlinkt

Das muss nicht gleichzeitig passieren. Eine KI kann deine Marke erwähnen, ohne deine Website zu zitieren. Deine Website kann aber auch als Quelle dienen, ohne dass deine Marke prominent in der Antwort auftaucht.

Damit bekommen einige Taktiken aus diesem Guide eine zweite Funktion. Digital PR, Gastbeiträge, Podcasts, Listicles und strategische Partnerschaften können Backlinks bringen und gleichzeitig dafür sorgen, dass deine Marke häufiger auf relevanten Drittseiten auftaucht.

Wenn du tiefer einsteigen möchtest, erklären wir in unserem Guide zu Generative Engine Optimization (GEO/AEO), wie du deine Sichtbarkeit in KI-Suchen gezielt verbessern kannst.

Priorisiere Quellen, die KI bereits nutzt

KI verändert auch, welche Websites für deinen Outreach besonders interessant sein können.

Neben Relevanz und klassischen SEO-Metriken kannst du dir ansehen, welche Domains und Seiten KI-Systeme für dein Thema bereits als Quellen nutzen.

Mit Brand Radar kannst du solche Quellen finden und prüfen, wo Wettbewerber auftauchen, deine Marke aber noch fehlt.

Findest du eine interessante Website, kannst du überlegen, welche der bisherigen Taktiken dazu passt. Vielleicht eignet sich deine Studie für einen Artikel. Vielleicht fehlt dein Unternehmen in einem relevanten Listicle. Oder die Website kommt für einen Gastbeitrag oder eine strategische Partnerschaft infrage.

Du suchst also nicht nach einer komplett neuen Linkbuilding-Taktik. Du bekommst eine zusätzliche Möglichkeit, bestehende Chancen zu priorisieren.

Randbemerkung


Schau dir nicht nur ein KI-System an. Welche Quellen häufig zitiert werden, kann sich je nach Plattform deutlich unterscheiden. Wie weiter oben erwähnt zeigte unsere deutsche Studie zu AI Overviews und ChatGPT, dass sich nur 17 der jeweils 50 meistzitierten Domains überschnitten haben.

Das verändert auch deinen Outreach. Statt eine Website nur wegen ihres DR oder ihrer Backlinks anzusprechen, kannst du zusätzlich fragen: Taucht sie dort auf, wo KI-Systeme Informationen zu meinem Thema finden?

KI verändert damit nicht unbedingt die Linkbuilding-Taktiken selbst. Sie gibt dir aber eine zusätzliche Perspektive darauf, welche Erwähnungen wertvoll sein können und wo sich dein Outreach besonders lohnen könnte.

Was du dir beim Linkbuilding sparen kannst

Nicht jeder Backlink ist ein guter Backlink. Und nicht jede Taktik, mit der du schnell viele Links bekommst, ist deshalb eine gute Idee.

Wenn dir eine Methode vor allem Masse, Geschwindigkeit und garantierte Backlinks verspricht, solltest du genauer hinschauen.

KI-Massen-Outreach

KI kann dir beim Outreach helfen. Zum Beispiel beim Recherchieren eines potenziellen Kontakts oder beim Formulieren einer Nachricht.

Was sie nicht besser macht: dieselbe generische Mail an Hunderte Websites zu schicken.

Guter Outreach braucht einen konkreten Grund. Warum kontaktierst du genau diese Person? Warum passt dein Inhalt zu ihrer Website? Und was hat sie davon? Wenn deine KI-Mail diese Fragen nicht beantworten kann, macht Automatisierung aus schlechtem Outreach nur mehr schlechten Outreach.

Randbemerkung


Nutze KI lieber, um guten Outreach schneller vorzubereiten, statt schlechten Outreach schneller zu verschicken.

Backlinks in Massen kaufen

Bezahlte Links sind nicht automatisch dasselbe wie Werbung. Problematisch wird es, wenn du Links kaufst, um Rankings zu manipulieren.

Google zählt den Kauf oder Verkauf von Links zu diesem Zweck zu Link-Spam. Wir raten deshalb ebenfalls davon ab, Backlinks für bessere Rankings zu kaufen. Mehr über die Risiken und Kosten erfährst du in unserer Analyse zum Kauf von Backlinks.

Besonders skeptisch solltest du bei Angeboten werden, die dir Pakete mit Dutzenden oder Hunderten „hochwertigen“ Backlinks versprechen. Ein Backlink wird nicht wertvoller, nur weil jemand DA 70+ daneben schreibt.

Kommentar- und Foren-Spam

Einen Link unter möglichst viele Blogartikel oder Forenbeiträge zu setzen, ist keine Linkbuilding-Strategie.

Das heißt nicht, dass Links aus Foren grundsätzlich wertlos sind. Wenn du in einer echten Diskussion eine hilfreiche Ressource verlinkst, weil sie eine Frage beantwortet, kann das für die Leser sinnvoll sein.

Der Unterschied ist der Zweck: Hilfst du bei der Diskussion oder bist du nur wegen des Links da?

Linktausch-Netzwerke

„Du verlinkst mich, ich verlinke dich“ klingt nach einem einfachen Deal. Einzelne natürliche gegenseitige Links zwischen Websites sind auch nichts Ungewöhnliches.

Anders sieht es bei systematischem Linktausch aus. Wenn Websites Links hauptsächlich austauschen, um ihre Rankings zu beeinflussen, entsteht ein Link-Schema statt einer echten Empfehlung.

Besonders vorsichtig solltest du bei Netzwerken sein, deren gesamtes Angebot darin besteht, Websitebetreiber für möglichst viele gegenseitige Links zusammenzubringen.

Minderwertige Verzeichnisse

Relevante Branchen- und Nischenverzeichnisse haben wir weiter oben bewusst als mögliche Taktik aufgenommen. Das heißt aber nicht, dass jedes Verzeichnis einen Eintrag wert ist.

Ein lokales Handwerkerverzeichnis oder das Mitgliederverzeichnis eines Fachverbands kann für dein Unternehmen sinnvoll sein. Ein Verzeichnis mit einem Namen wie highauthoritydirectory247.com, Hunderttausenden zusammengewürfelten Einträgen und dem Versprechen eines „High-DA-Backlinks“ eher nicht:

Frag dich im Zweifel: Würde ich hier auch gelistet sein wollen, wenn es dafür keinen Backlink gäbe? Wenn die Antwort Nein lautet, kannst du dir den Link meistens ebenfalls sparen.

Randbemerkung


Leicht zu bekommen bedeutet nicht automatisch schlecht. Aber je weniger eine Website darauf achtet, wen und was sie verlinkt, desto weniger solltest du den Link allein wegen einer vermeintlich starken SEO-Metrik verfolgen.

Backlinks sind für die klassische Suche weiterhin relevant. Entscheidend ist aber nicht, möglichst viele davon zu sammeln. Ein thematisch passender Link von einer vertrauenswürdigen Seite kann wesentlich wertvoller sein als eine ganze Reihe künstlich erzeugter Links. Woran du gute Backlinks erkennst, erklären wir ausführlicher in unserem Guide zu Backlinks und ihrer Bedeutung für SEO.

Häufige Fragen zum Backlink-Aufbau

Wie kommt man an Backlinks?

Du kannst Backlinks bekommen, indem du sie selbst hinzufügst, andere Websites darum bittest oder Inhalte erstellst, die freiwillig verlinkt werden. Besonders gut funktionieren verlinkungswürdige Ressourcen wie eigene Studien, kostenlose Tools und hilfreiche Guides. Welche Methode sinnvoll ist, hängt von deiner Website, deiner Branche und den verfügbaren Ressourcen ab.

Was genau ist ein Backlink?

Ein Backlink ist ein Link von einer externen Website auf deine Website. Suchmaschinen wie Google nutzen solche Links unter anderem als Signal für die Relevanz und Autorität einer Seite. Mit dem kostenlosen Backlink Checker von Ahrefs kannst du prüfen, welche Websites auf deine oder eine andere Website verlinken. Wie Backlinks funktionieren und woran du gute Links erkennst, erklären wir ausführlicher in unserem Guide Was sind Backlinks?

Sind Backlinks noch wichtig?

Ja. Backlinks sind für die klassische Google-Suche weiterhin relevant, aber Qualität zählt mehr als reine Masse. Für die Sichtbarkeit in KI-Antworten solltest du außerdem nicht nur auf Links schauen: Ahrefs-Daten zu 75.000 Marken zeigen, dass Markenerwähnungen im Web stärker mit KI-Sichtbarkeit korrelieren als klassische Linkmetriken.

Wie lange dauert es, bis Backlinks wirken?

Das lässt sich nicht pauschal vorhersagen. Es kann Tage oder Wochen dauern, bis ein neuer Backlink gecrawlt und entdeckt wird, und mögliche Auswirkungen auf Rankings können erst Wochen oder Monate später sichtbar werden. Wie schnell und wie stark sich ein Link auswirkt, hängt unter anderem von der verlinkenden Seite, deiner eigenen Website, dem Wettbewerb und vielen weiteren Ranking-Signalen ab.

Porträt von Monika Butterweck
Verfasst vonMonika Butterweck

Monika Butterweck ist als Marketing Managerin bei Ahrefs für den DACH-Markt zuständig.