
Nach Autor Joshua Hardwick
Ehemaliger Head of Content bei Ahrefs
Jede Webseite hat Meta-Tags, diese sind allerdings nur innerhalb des HTML-Codes sichtbar.
In diesem Guide lernst du, wie du die sechs wichtigsten Meta-Tags für SEO nutzt und wie nicht:
Dies ist der Seiten-Title, den Google und die meisten anderen Suchmaschinen in den Suchergebnissen anzeigen.

Titles sind entscheidend, um Nutzern einen schnellen Einblick in den Inhalt eines Suchergebnisses zu geben und aufzuzeigen, warum dieses Ergebnis relevant zu ihrer Suchanfrage ist. Es ist oft die primäre Information, um zu entscheiden welches Ergebnis geklickt wird, weshalb es wichtig ist, Titles mit hoher Qualität auf deinen Webseiten zu nutzen.
Füge den folgenden Code in den <head> Bereich deiner Seite ein:
<title>Dies ist der Title der Seite</title>Falls du WordPress nutzt, installiere ein SEO Plugin wie z.B. Yoast. Damit solltest du einen Bereich sehen, in dem du den Title-Tag innerhalb der Seite oder des Post-Editors einfügen kannst.

Es gibt vier verbreitete Probleme mit Title-Tags:
Um die ersten beiden Probleme zu überprüfen, kopiere die URL deiner Seite in ein kostenloses Tool, wie SERPSim.
Wenn kein Title angezeigt wird, solltest du einen erstellen.

Falls der Pixelzähler rot ist, kürzen den Title.

Um gleiche oder mehrere Title-Tags auf einer Seite ausfindig zu machen, crawle deine Seite mit Ahrefs' Site Audit.
Überprüfe dann den On Page-Report nach "Multiple title tag"-Fehlern:

Behebe diese, indem du die überflüssigen Tags von den betroffenen Seiten entfernst.
Überprüfe als nächstes den Duplicate Content-Report und halte Ausschau nach Title-Tags mit "Bad duplicate"-Fehlern:

Ändere die Title-Tags auf den betroffenen Seiten, damit diese individuell sind.
Dieser Report zeigt übrigens auch Seiten, deren Title-Tags zu lang, zu kurz, nicht vorhanden oder leer sind.

Die Meta-Description fasst den Inhalt einer Seite zusammen. Suchmaschinen nutzen diese oft für das Snippet in den Suchergebnissen.

Wieder erklärt es Google am besten:
Ein Meta-Description-Tag sollte Nutzer mit einer kurzen, relevanten Zusammenfassung einer bestimmten Seite informieren und interessieren. Er fungiert als Pitch, welcher den User überzeugen soll, dass eine Seite exakt das bietet, wonach gesucht wird.
Meta-Descriptions sind jedoch nicht direkte Ranking-Faktoren. Google erklärt:
Obwohl wir den Description-Meta-Tag manchmal für die Snippets, die wir anzeigen, verwenden, nutzen wir den Description-Meta-Tag dennoch nicht für unser Ranking.
Füge den folgenden Code in den <head> Bereich deiner Seite:
<meta name="description" content="Füge den Meta-Description-Text hier ein.">Falls du WordPress nutzt, kannst du dies einfach innerhalb des Yoast-Plugins durchführen.

Die vier häufigsten Probleme mit Meta-Descriptions sind identisch mit denen von Title-Tags:
Die ersten beiden Fehler kannst du auf einer Seiten-für-Seiten Basis mit SERPSim oder Yoast überprüfen.
Crawle deine gesamte Website mit Ahrefs' Site Audit und überprüfe den On Page-Report nach den ersten drei Fehlern.

Überprüfe den Duplicate Content-Report nach gleichen Meta-Descriptions auf mehreren Seiten.
Verwende die gleichen Lösungen wie für die Title-Tags.
Der Meta-Robots-Tag teilt Suchmaschinen mit, ob und wie deine Webseiten gecrawlt werden sollen.
<meta name=”robots” content="index, follow">Die Nutzung von falschen Attributen im Meta-Robots-Tag kann eine katastrophale Auswirkung auf die Präsenz deiner Website in den Suchergebnissen haben. Deine SEO-Bemühungen sind darauf angewiesen, dass du diesen Tag verstehst und dass du ihn richtig einsetzt.
Vor diesem Hintergrund kannst du die folgenden Werte innerhalb des Tags nutzen:
Du kannst diese Werte auf eine der folgenden Weisen kombinieren:
<meta name=”robots” content="noindex, nofollow"><meta name=”robots” content="index, follow">
<meta name=”robots” content="noindex, follow">
<meta name=”robots” content="index, nofollow">
Du kannst auch <meta name=”robots” content="none"> nutzen, was identisch ist mit ‘index, follow’. Keinen Meta-Robots-Tag zu verwenden, ist auch gleichwertig mit ‘index, follow’.
Randbemerkung
Lese auch: Robots Meta Tag & X‑Robots-Tag: Alles was du wissen musst
Kopiere den relevanten Code, der weiter oben angeführt ist in den <head> Bereich deiner Seite.
Nutze Yoasts erweiterte Einstellungen in WordPress, um die Meta-Robots-Tags einzufügen.

Der Großteil aller CMS bietet ähnliche Optionen.
Es gibt drei häufige Fehler im Bezug auf Meta-Robots:
Die ersten beiden Probleme können im Coverage-Report in Google Search Console überprüft werden.
Um indexierte Seiten zu finden, die ein “meta robots noindex”-Attribut haben, navigiere zum "Valid with warnings"-Tab und suche nach "Indexed, though blocked by robots.txt"-Warnungen:

Überprüfe den Quelltext dieser Seiten nach dem Meta-Robots-Noindex-Tag. Entferne entweder den robots.txt-Abschnitt oder den Meta-Robots-Noindex-Tag in Abhängigkeit davon, was du erreichen möchtest.
Um fehlerhafte Meta-Robots-Noindex-Tags zu ermitteln, navigiere zum “Excluded"-Tab und suche nach Seiten mit dem "Excluded by ‘noindex’”-Tag:

Entferne den Robots-Meta-Tag von allen Seiten, die indexiert werden sollen.
Um Seiten mit fehlerhaften Meta-Robots-Nofollow-Tags zu finden, crawle die Seite mit Ahrefs' Site Audit und halte im Indexability-Report Ausschau nach "Nofollow page"-Warnungen.

Entferne den Tag, es sei denn du möchtest explizit vermeiden, dass Suchmaschinen die Links auf dieser Seite crawlen.
Randbemerkung
Ein Meta-Viewport-Tag legt den sichtbaren Bereich einer Webseite fest. Er wird genutzt um dem Browser zu vermitteln, wie eine Seite für verschiedene Bildschirmgrößen gerendert werden soll (z.B. Desktop/Tablet/Mobile).
Laut Google “legt das Vorhandensein des Tags für Google nahe, dass die Seite mobilfreundlich ist”. Dies ist wichtig, da Google seit 2015 mobilfreundliche Webseiten höher in mobilen Suchergebnissen rankt.
Das folgende Beispiel zeigt, wie eine Seite auf einem Mobilgerät mit und ohne Meta-Viewport-Tag aussehen kann:

Randbemerkung
Füge den folgenden Code in den <head> Bereich deiner Webseite:
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">Beachte, dass das Content-Attribut nicht “width=device-width, initial-scale=1.0” lauten muss, allerdings handelt es sich dabei um die gebräuchlichste Umsetzung—und um die Korrekte für die meisten Seiten.
Da die meisten CMS und Themes den Viewport automatisch setzen, sind Probleme mit Tags auf den meisten modernen Websites ungewöhnlich.
Du kannst dennoch überprüfen, ob Probleme vorliegen, indem du den Mobile Usability-Report in Google Search Console nutzt.
Dieser listet Seiten auf, bei denen Usability-Probleme auf Mobilgeräten vorliegen. Sollte dieses Problem auch nur ansatzweise mit dem Fehlen des Viewport-Meta-Tags zusammenhängen, wird ein “Viewport not set”-Fehler angezeigt.

Behebe den Fehler, indem du du den passenden Meta-Viewport-Tag auf allen betroffen Seiten einfügst.
WICHTIG
Nutzt du Google Search Console nicht?
Der Meta-Viewport ist fast immer auf dem Seiten-Level festgelegt und in der Regel im Theme fest codiert.
Nutze Googles Mobile-Friendly-Test-Tool, um zu überprüfen, ob deine Homepage einen Meta-Viewport-Tag besitzt.

Sollte der Tag nicht auf der Homepage sein, befindet er sich vermutlich auch nicht auf deinen anderen Seiten.
Beachte, dass es sich dabei nicht um eine absolut zuverlässige Methode handelt. Wenn möglich, nutze immer Google Search Console.
Der Meta-Charset-Tag setzt die Zeichenkodierung für eine Webseite fest. Mit anderen Worten, übermittelt er dem Browser, wie der Text auf deiner Website dargestellt werden soll.
Es gibt hunderte von Character-Sets, die zwei häufigsten im Web sind aber:
Die ganze Liste findest du hier.
Das Verwenden einer falschen Zeichenkodierung kann dazu führen, dass Zeichen nicht richtig im Browser dargestellt werden.

Probleme mit der Zeichenformatierung sind schlecht für die User Experience und können dazu führen, dass die Seite defekt wirkt.
Dies kann wiederum zu folgenden SEO Problemen führen:
Realistisch betrachtet lässt sich aber festhalten:
Sofern deine Seite aufgrund der Zeichencodierung nicht extrem fehlerhaft ist, was unwahrscheinlich ist, sind die Auswirkungen recht gering.
Dennoch ist es erwähnenswert, dass Google wenn möglich die Nutzung von Unicode/UTF-8 empfiehlt.
Füge den folgenden Code in den <head> Bereich deiner Webseite:
<meta charset=UTF-8">Solltest du HTML4 oder darunter verwenden, nutze stattdessen den folgenden Code:
<meta http-equiv="Content-Type" content="text/html;charset=UTF-8">Wenn du unsicher bist, welche HTML-Version du nutzt, überprüfe deinen Quelltext nach <!doctype html>. Solltest du diesen Code-Abschnitt finden, nutzt du HTML5.
Die meisten Websites nutzen entweder die UTF-8 oder ISO-8859-1 Zeichencodierung.
Ersteres ist Letzterem zu bevorzugen.
Aus diesem Grund lohnt es sich Seiten deiner Website dahingehend zu überprüfen, ob sie die UTF-8 Zeichencodierung verwenden. Dies ist in Ahrefs’ Site Audit möglich. Navigiere zum Page Explorer und nutze die Einstellungen:

Ergibt die Suche Treffer, überprüfe jeden davon einzeln nach Problemen mit der Zeichencodierung.
Wenn möglich, wechsle zur UTF-8 Codierung. Dies kann das Problem beheben, jedoch nicht in jedem Fall. Wenn du allerdings kein Meta-Charset festlegst, ist der Browser dazu gezwungen eigene Annahmen zu treffen, was dazu führen kann, dass Usern fehlerhafter Text angezeigt wird. Dieser Artikel erklärt den Sachverhalt genauer.
Ein Meta-Refresh-Tag signalisiert dem Browser den User nach einer festgelegten Zeitspanne zu einer anderen URL weiterzuleiten.
Meta-Refresh Weiterleitungs-Tags sind für SEO insofern wichtig, dass du diese nicht nutzen solltest, auch wenn Google sie erkennt und entsprechend umsetzt.
Dafür gibt es einige Gründe:
Ein weiteres mögliches Problem entsteht, wenn kein Canonical-Tag auf der Seite vorhanden ist, wie John Mueller in diesem Tweet erklärt:
— 🍌 John 🍌 (@JohnMu) March 2, 2018301 or 302 is essentially just a question of which URL is canonical, that can go either way here, so make sure your other canonicalization methods reflect the way you want it to go.
Füge den folgenden Code in den <head> Bereich deiner Seite:
<meta http-equiv="refresh" content="5;url="https://example.com/">Das Content-Attribut gibt die Zeitverzögerung in Sekunden an. Das URL-Attribut bestimmt die Ziel-URL.
Das Nutzen von Meta-Refresh Weiterleitungen ist eine schlechte Verfahrensweise, weshalb es am besten ist diese wo möglich zu entfernen.
Um die Tags zu finden, crawle deine Seite mit Ahrefs' Site Audit und überprüfe den Internal Pages-Report. Halte Ausschau nach dem "Meta refresh redirect"-Fehler.

Ersetze den Tag wenn möglich mit 301- oder 302-Weiterleitungen.
Falls dies nicht möglich ist, überprüfe ob ein Canonical-Tag vorhanden ist und stelle sicher, dass dieser sich auf die Canonical-Version der Seite bezieht.
Einige Beiträge empfehlen den Meta-Keyword-Tag mit einer Liste an Ziel-Keywords auszufüllen. Dies ist jedoch nicht zielführend und unter Umständen ein schlechter Ratschlag. Google nutzt seit 2009 keine Meta-Keywords für Rankings, weil:
[...] Keyword-Meta-Tags entwickelten sich schnell zu einem Bereich, den jemand mit oft irrelevanten Keywords füllen konnte, ohne dass ein durchschnittlicher Besucher diese Keywords jemals sah. Weil der Keywords-Meta-Tag so häufig missbraucht wurde, begann Google bereits vor vielen Jahren den Keywords-Meta-Tag zu ignorieren.
Bing ging 2011 eine Schritt weiter, als bekannt gegeben wurde, dass der Tag als Spam-Signal gesehen wird. Sollten deine Tags mit Keywords gefüllt sein, könnte dies bei Bing kontraproduktiv sein.
Aus diesem Grund ist es am besten auf der sicheren Seite zu sein und Meta-Keywords-Tags von deiner Seite zu entfernen.
Um dies umzusetzen, crawle deine Seite mit Ahrefs’ Site Audit und nimm die folgenden Einstellungen im Page Explorer vor:

Entferne den Meta-Keywords-Tag von allen entsprechenden Seiten.
Beachte, dass es meist einfach ist diese Tags zu entfernen, da viele Websites einen seitenübergreifenden Meta-Keywords-Tag in ihrem CMS setzen. Den Tag von allen Seiten zu entfernen, kann durch die Entfernung dieses einen Code-Abschnitts durchgeführt werden.
Meta-Tags sind nicht so kompliziert. Die sechs oben beschriebene Tags zu verstehen, sollte ausreichen, um alle wesentlichen SEO Fauxpas zu vermeiden.
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Übersetzt von Heike Radlanski. Heike beschäftigt sich mit allen Aspekten des Online Marketing und Product Managements.

Ehemaliger Head of Content bei Ahrefs (oder, in einfachem Deutsch: Ich bin derjenige, der dafür verantwortlich ist, dass jeder Blogbeitrag, den wir veröffentlichen, EPISCH ist).