
Nach Autor Joshua Hardwick
Ehemaliger Head of Content bei Ahrefs
In der Vergangenheit haben einige dieser Aktualisierungen das SEO-Game massiv verändert. Wir denken aber, dass sich das im Jahr 2021 nicht in diese Richtung entwickeln wird. Wahrscheinlicher ist, dass sich bestehende Trends fortsetzen und Google die Suchlandschaft weiter verfeinert, anstatt sie neu zu definieren.
Angesichts dieser Prognose sind hier einige SEO-Trends, die du im Jahr 2021 im Auge behalten solltest:
Zwischen 2016 und 2019 stieg die Anzahl der Null-Klick-Suchen von 43,9% auf 49%.

Das ist kaum verwunderlich. Denn Google beantwortet immer mehr Suchanfragen in den SERP-Funktionen, sodass keine Notwendigkeit besteht, auf ein Ergebnis zu klicken, wenn die Antwort direkt dort steht.

In der Zukunft werden Null-Klick-Suchen noch mehr zunehmen, da der Knowledge Graph immer weiter ausgebaut wird und Googles Algorithmen besser darin werden, Antworten aus Webseiten für Featured Snippetszu ziehen.
Nichts, was du tun kannst, wird den Prozentsatz der Null-Klick-Suchen ändern, aber du solltest sie bei der Keyword-Rechercheim Auge behalten. Wenn du ein Keyword in Betracht ziehst und die meisten Suchanfragen dazu keine Klicks erhalten, ist es vielleicht nicht die beste Wahl.
Wenn wir zum Beispiel die Klickverteilung für “what does seo stand for” ("wofür steht seo") im Ahrefs Keywords Explorer überprüfen, erzielen geschätzte 71% der Suchen keine Klicks.

Das liegt wahrscheinlich daran, dass Google die Frage in der SERP vollständig beantwortet.

Schauen wir uns nun “seo tips” ("SEO-Tipps") an, wo nur 26% der Suchen keine Klicks aufweisen.

In diesem Fall versucht Google zwar, die Anfrage mit einem Featured Snippet zu beantworten, aber die meisten Suchenden werden wahrscheinlich darauf klicken, weil sie mehr Details und Bildmaterial benötigen, um die Tipps in die Praxis umzusetzen.
Bedeutet das, dass es völlig sinnlos ist, auf das erste Keyword abzuzielen?
Nein. Null-Klick bedeutet nicht null Chance. In den Suchergebnissen zu erscheinen, hat auch andere Vorteile, wie zum Beispiel:
Im Jahr 2019 stellte Adobe fest, dass 48% der KonsumentenVoice Search für allgemeine Websuchen nutzen.

Diese Zahl ist jetzt wahrscheinlich sogar noch höher. Da außerdem prognostiziert wird, dass Smart Speaker bis 2022 55% der US-Haushalte erreichen werden, wird die Popularität von Voice Search noch weiter zunehmen.
Da Menschen die Sprachsuchen mit natürlicher Sprache ausführen, ist ihre zunehmende Beliebtheit zweifellos ein Grund, warum Google in Technologien wie RankBrain, BERT und den Knowledge Graph investiert.
Diese Technologien sind komplex, aber die Kurzfassung ist:
Obwohl Technologien wie RankBrain, BERT und der Knowledge Graph die Sprachsuche unterstützen, gibt es keine Möglichkeit, direkt für diese Technologien zu "optimieren".
Aber es gibt ein paar einfache Möglichkeiten, um für Voice Searchzu optimieren:
Um Fragen zu finden, die Personen stellen, prüfe den Report Questions (Bericht "Fragen") im Ahrefs Keywords Explorer.
Hier sind zum Beispiel die beliebtesten Fragen, die Personen über das iPhone stellen.

Wenn du noch kein Ahrefs-Kunde bist, probiere unseren kostenlosen Keyword-Generatoraus, der bis zu 50 Vorschläge liefert.

Google möchte Inhalte ranken, die eine positive User Experience bieten. Das geben sie auch auf ihrer Seite, wie die Suche funktioniert, an:

Google verwendet hierfür bereits Signale wie HTTPS, aufdringliche Werbeanzeigen und setzt auf Nutzerfreundlichkeit für mobile Endgeräte, aber im Mai 2021 kommen die Core Web Vitals zu diesem Mix hinzu.
Google verwendet drei Metriken, um zu entscheiden, ob deine Seite die Core-Web-Vitals-Bewertung besteht:
Um diese Metriken für jede Seite zu überprüfen, verwende Pagespeed Insights.

Um alle Seiten auf deiner Website zu sehen, die verbessert werden müssen, verwende den Bericht "Core Web Vitals" in der Google Search Console.

Wenn eine deiner Seiten den Core-Web-Vitals-Test nicht besteht, lies unseren Leitfaden zur Verbesserung der Seitengeschwindigkeit oder sprich mit deinem Entwickler.
Mobile-Friendliness ist schon seit langem wichtig. Google hat sie 2015 offiziellzu einem Ranking-Faktor erklärt und stellt im Juli 2019 auf Mobile-First-Indexierung für neue Websites um.
Google definiert die Mobile-First-Indexierung so, dass es "die mobile Version des Inhalts für die Indexierung und das Ranking verwendet”. Im Moment sind bereits 70% der Websites auf Mobile-First-Indexierung eingestellt. Google plant, die restlichen Websites bis März 2021 umzustellen.

Prüfe zunächst, ob Google deine Website auf mobile Indexierung umgestellt hat. Das kannst du in der Google Search Console feststellen. Gehe einfach zu Einstellungen > Indexing Crawler.

Wenn bei dir "Google Smartphone" angezeigt wird, hat Google deine Seite bereits umgestellt.
Wenn die Umstellung noch nicht erfolgt ist, stelle sicher, dass du darauf vorbereitet bist.
Normalerweise gibt es nicht viel zu tun, wenn deine Website responsive ist. Wenn du jedoch eine m-dot oder komplexe Website hast, musst du sicherstellen, dass es keine wesentlichen Unterschiede zwischen deiner Desktop- und mobilen Website gibt. Dazu crawle deine Website mit einem Desktop-User-Agent über Site Audit in Ahrefs Webmaster Tools und wiederhole den Vorgang dann mit einem mobilen User-Agent. Die Unterschiede zwischen den beiden Crawls werden als "Änderungen" angezeigt.

Du solltest auch abweichende Regeln in der robots.txt, Probleme mit der Seitengeschwindigkeit und eine konsistente Navigation und interne Verlinkung überprüfen.
Empfohlener Artikel: Mobile-First-Indexierung: Was du wissen musst
E-A-T steht für Expertise (Expertise), Authoritativeness (Autorität) und Trustworthiness (Vertrauenswürdigkeit). Google spricht viel darüber in seinen Search Quality Rater Guidelines (SQRGs) - ein Dokument, das von menschlichen Search Quality Ratern verwendet wird, um die Qualität der Google-Ergebnisse zu bewerten.
Anders als viele Leute glauben, ist E-A-T kein direkter Ranking-Faktor.
Es funktioniert in etwa so:
Googles Vice President of Search, Ben Gomes, bringt es am besten auf den Punkt:

Ben Gomes, Vice President of Search Google
E-A-T ist nichts Neues. SEO-Profis schwärmen schon seit einer Weile von seiner Bedeutung. E-A-T zu verbessern und zu demonstrieren mag kompliziert klingen, aber es gibt ein paar handfeste Dinge, die du tun kannst:
Empfohlener Artikel: Was ist E-A-T? Warum es für SEO wichtig ist
Google Discover ist ein personalisierter Mobile-Feed, der dir Inhalte über Themen anzeigt, die dich interessieren. Dies erfolgt anhand von Aktivitätsdaten aus Google-Produkten (Suche, YouTube usw.), Standortdaten und Themen, denen du folgst.
Niemand weiß genau, wie viele Personen Discover im Jahr 2021 nutzen, aber Google gab offiziell 800 Millionen Nutzer im Jahr 2018 bekannt- es sind heuer also wahrscheinlich weitaus mehr.
Tatsächlich hat Discover in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 mehr als doppelt so viel Traffic zu unserem Blog geleitet als in der ersten Hälfte.

Sofern du mit deinen SEO-Bemühungen noch nicht weit fortgeschritten bist, lohnt es sich wahrscheinlich nicht, zu viel Zeit darauf zu verwenden, Klicks von Google Discover nachzujagen. Dennoch gibt es ein paar einfache Methoden, mit denen du deine Chancen verbessern kannst, angezeigt zu werden.
Jeder weiß, dass eine Platzierung in der Google-Bildersuche Traffic in deine Richtung leiten kann. Tatsächlich haben wir in den letzten drei Monaten über 16.000 Besuche über die Bildersuche erhalten.

Doch die Bildersuche entwickelt sich ständig weiter und damit auch ihr Potenzial.
Sehen wir uns zum Beispiel Google Lensan. Google Lens wurde 2017 eingeführt und ermöglicht es, "zu suchen, was man sieht". Man richtet einfach seine Smartphone-Kamera darauf, und Google sucht nach ähnlichen Bildern und Produkten.
Bewährte Methoden für die Bilder-SEO haben sich nicht wirklich geändert, aber sie werden immer wichtiger, da sich die Bildersuche weiterentwickelt und ihre Nutzung zunimmt.
Die Ergebnisse einer Google-Lens-Suche sind zum Beispiel Bilder. Wenn jemand sein Smartphone auf ein Produkt richtet, das du verkaufst, werden möglicherweise Bilder von deiner Produktseite in den Ergebnissen angezeigt. Wenn sie sich zum Kauf entscheiden, müssen sie sich nur noch durchklicken.

Auch bei der regulären Bildersuche zieht Google oft Bilder von Produktseiten heran - selbst bei informativen Suchen.
Suche zum Beispiel nach "Hochzeitskleid mit abnehmbaren Rock". Wenn man bedenkt, dass oben in der SERP ein Bildpaket zu sehen ist und die obersten Seiten allesamt Listen sind, ist klar, dass es sich hier in erster Linie um eine informative Suche handelt, bei der die Suchenden Inspiration suchen.

Wenn du dich jedoch zu den Bildergebnissen durchklickst, wirst du viele Bilder von Produktseiten sehen.

Durch die Verwendung von bewährten Methoden der Bilder-SEO, wie beschreibende Dateinamen, Alt-Textund Produkt-Schema-Markup, können diese Seiten in der Bildersuche für solche Suchanfragen ranken.
Die Suchintention bezieht sich auf den Grund, der hinter einer Suche steckt. Wollen Menschen etwas kaufen, etwas lernen oder eine bestimmte Website finden?
Eine Person, die zum Beispiel "iPhone 12 kaufen" in Google eingibt, will etwas kaufen, während eine Person, die "iPhone zurücksetzen" eingibt, etwas lernen will.
Google beschreibt das Verstehen der Intention hinter Suchanfragen als einen "entscheidenden Aspekt der Suche" und investiert weiterhin stark in Technologien, die dabei helfen, wie RankBrain, BERT und den Knowledge Graph. Wir haben diese bereits im Abschnitt zur Voice Search behandelt, aber sie helfen auch bei der regulären Suche.
Stelle sicher, dass dein Content mit der Suchintention übereinstimmt. Wenn du das nicht tust, sind deine Chancen auf ein gutes Ranking praktisch gleich Null. Wenn du unseren Blog regelmäßig liest, wirst du wissen, dass wir diesen Punkt schon seit einer Weile ansprechen - weil er wirklich so wichtig ist.
Die Suchergebnisse von Google sind der beste Stellvertreter für die Suchintention.
Ein Beispiel: Alle Ergebnisse für "beats solo 3" sind Produktseiten.

Für “best beats headphones” (“beste Beats-Kopfhörer") sind die Ergebnisse Blogbeiträge.

Aus diesen Suchergebnissen geht klar hervor, nach welcher Art von Content die Suchenden suchen, aber um die Suchintention zu erfüllen, braucht es mehr als nur den passenden Content-Typ. Du solltest deinen Content auch auf das Format und den Standpunkt ausrichten, den Suchende erwarten.
Erfahre mehr dazu in unserem vollständigen Leitfaden zur Suchintention.
Es ist wichtig zu wissen, wohin sich die Suchlandschaft entwickelt. Es hilft dir, das große Ganze zu verstehen und eher auf lange als auf kurze Sicht zu optimieren.
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Ehemaliger Head of Content bei Ahrefs (oder, in einfachem Deutsch: Ich bin derjenige, der dafür verantwortlich ist, dass jeder Blogbeitrag, den wir veröffentlichen, EPISCH ist).