PPC-Marketing: Anfänger-Leitfaden für Pay-Per-Click-Anzeigen

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Vermarkter und Content-Autor bei Ahrefs. Süchtig nach SEO, Luftfahrt, Parfums, Sushi und Tacos.
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    PPC (Pay-Per-Click) Marketing ist eine Form der Online-Werbung, bei der Werbetreibende jedes Mal eine Gebühr zahlen, wenn jemand auf ihre Anzeige klickt. Solchen Anzeigen begegnen wir täglich.

    Suchanzeigen stellen das häufigste Anzeigenformat im PPC-Marketing dar:

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    Display-Anzeigen gehören auch zum PPC-Marketing (obwohl es andere Möglichkeiten gibt, sie zu kaufen als PPC):

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    Das Gleiche gilt für Social-Media-Anzeigen, wie diese auf Facebook:

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    Für uns Marketer sind PPC-Anzeigen eine großartige Möglichkeit, den Traffic und die Conversions zu erhöhen. Und die gute Nachricht ist: Wenn du einmal weißt, wie man PPC-Anzeigen auf einer Plattform wie Google Ads schaltet, ist es ziemlich einfach, dies auch auf anderen Plattformen wie Facebook, Twitter oder Bing zu tun.

    In diesem Artikel erfährst du:

    Es gibt vier wesentliche Gründe, warum es sich bei PPC um einen nützlichen Marketingkanal handelt:

    1. Du kannst den Traffic auf deiner Website sofort steigern

    Wenn du anfängst, dich mit PPC-Marketing zu beschäftigen, dauert es nur ein paar Stunden, bis du mit deine ersten PPC-Kampagnen Traffic für deine Website generierst.

    Vergleiche das mit “kostenlosen” Alternativen wie SEO, Social Media oder E‑Mail-Marketing. Hier dauert es oft Monate oder Jahre, bis du nennenswerten Traffic erzielst. Du kannst unzählige Stunden einsparen, wenn du für jeden Besuch bezahlst.

    2. Du kannst potenzielle Kunden sehr gut erreichen

    Natürlich möchte man nur für Klicks von Leuten bezahlen, die voraussichtlich etwas kaufen werden — und genau das ist auf allen PPC-Plattformen möglich. 

    Sieh dir einfach mal unsere fünf am meisten beworbenen Seiten in der bezahlten Suche an:

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    Wenn die Leute auf diese Seiten klicken, melden sie sich wahrscheinlich für ein kostenloses Ahrefs Webmaster Tools oder unsere Testversion an, weil sie bereits wissen, welche Probleme sie lösen müssen und nach einer passenden Lösung suchen. Und wir bieten genau diese Lösungen.

    Wie du später noch sehen wirst, kannst du selbst entscheiden, wann und wo deine Anzeigen erscheinen und wer sie angezeigt bekommt. PPC ist der einzige Marketingkanal mit solch präzisen Targeting-Optionen. 

    3. Du kannst es leicht messen

    Google Ads und alle anderen PPC-Plattformen stellen ein Tracking-Pixel zur Verfügung — ein Teil eines Code, das den Klick auf die Anzeige mit dem verbindet, was der Nutzer auf deiner Website tut, und dich über Dinge wie Anzeigenschaltung und Kosten auf dem Laufenden hält.

    So sieht es auf der Ebene der Anzeige aus:

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    Alles in allem gibt es kaum einen Marketingkanal mit einer präziseren Conversion-Attribution als PPC. Genauer als bei PPC ist es kaum möglich zu erfahren, wie viel jede Conversion kostet. 

    4. Du kannst es leicht skalieren

    Wenn du mehr Klicks mit deinen PPC-Kampagnen erzielen willst, kannst du einfach mehr Geld in sie investieren. Das gilt nicht für Content Marketing, SEO oder andere Marketingkanäle, die viel mehr Zeit und Arbeit erfordern.

    Bevor du dich jedoch entscheidest, viel Geld in dein PPC-Marketing zu investieren, solltest du dir über dessen Rolle in deiner Marketingstrategie im Klaren sein. Dazu gehört, dass du einen Plan hast, was du erreichen willst und wie. 

    PPC-Marketing ermöglicht es dir, an den wichtigsten Stellen der Customer Journey sichtbarer zu sein. Mit anderen Worten, wenn Personen bereit (oder fast bereit) sind etwas zu kaufen.

    Das ist ein wichtiger Punkt, denn es bedeutet, dass PPC-Anzeigen am effektivsten sind, wenn die folgenden Kriterien erfüllt sind:

    • Der potenzielle Kunde kennt deine Marke bereits.
    • Du hast ein tolles Produkt zu wettbewerbsfähigen Preisen.
    • Deine Website weist eine gute UX (User Experience) auf.

    Je weiter du davon entfernt bist, diese Kriterien zu erfüllen, desto weniger effektiv werden deine PPC-Anzeigen abschneiden. 

    Lass mich das erklären.

    Stell dir vor, du bist auf der Suche nach einer neuen Kaffeemaschine. Zuerst liest du einen Haufen relevanter Artikel — was eine gute Kaffeemaschine ausmacht, worauf du achten musst, welche Marken empfohlen werden usw. Du liest auch Produktbewertungen und suchst dir ein paar Marken aus. Dann ist es an der Zeit, eine zu kaufen, also suchst du nach bestimmten Produkten.

    Je näher du der Kaufentscheidung kommst, desto mehr Suchanzeigen werden in deinen SERPs erscheinen. Du bist wahrscheinlich noch nicht bereit, eine Kaffeemaschine zu kaufen, wenn du gerade erst dabei bist, herauszufinden, was eine gute Kaffeemaschine ausmacht. Das ändert sich aber, wenn du nach Keywords wie “Beste Espressomaschinen unter 1000 Dollar”, “Jura WE6 Piano Test” oder “Gaggia Classic Pro kaufen” suchst.

    Wenn es darum geht, auf die Anzeigen zu klicken und einen Kauf zu tätigen, wirst du zu Marken und Websites tendieren, die die oben genannten Kriterien erfüllen. Vertrautheit und Markenbekanntheit sind hier besonders wichtig.

    Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass PPC-Marketing kein Allheilmittel ist, das dein Geschäft plötzlich zum Blühen bringt, sondern ein Rädchen in der Umsetzung deiner gesamten Marketingstrategie.

    Genug der Theorie, kommen wir gleich zu Google Ads (ehemals Google AdWords), der größten Werbeplattform, die für viele Menschen gleichbedeutend mit PPC-Marketing ist.

    Kampagnentypen in Google Ads

    Das sind die sechs Kampagnentypen, die du in deinem Google Ads-Konto am häufigsten vorfindest:

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    Jeder Kampagnentyp unterscheidet sich durch das Anzeigenformat, die Platzierung der Anzeigen und die Targeting-Optionen. Wir geben dir einen kurzen Überblick darüber, was sie beinhalten.

    1. Such-Anzeigen

    Dies ist das gängigste Format und wahrscheinlich das, was Google-Nutzer mit ihren Anzeigen in Verbindung bringen. Wenn die Eingabe des Nutzers (Keyword) mit dem übereinstimmt, was der Werbetreibende eingestellt hat (mehr dazu später), wird eine Suchanzeige angezeigt.

    Die Anzeigen können sogar die ersten vier Suchergebnisse einnehmen:

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    2. Display-Anzeigen

    Die Display-Anzeigen von Google erscheinen im gesamten Google Display-Netzwerk (GDN) im Bannerformat. Viele Websites monetarisieren ihren Traffic, indem sie Platz für solche Anzeigen anbieten:

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    3. Shopping-Anzeigen

    Wenn du ein Einzelhändler bist, wirst du Shopping-Anzeigen nutzen, mit denen du Produkte direkt in den SERPs mit Bildern bewerben kannst. Sie werden auch als Product Listing Ads (PLAs) bezeichnet.

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    4. Video-Anzeigen

    Wir alle kennen das Gefühl, wenn wir uns darauf freuen, ein YouTube-Video anzuschauen, und uns dann eine Video-Anzeige eingespielt wird.

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    Sie sind wohl eines der nervigsten Werbeformate und der Hauptgrund, warum Menschen Werbeblocker-Plugins installieren oder für YouTube Premium bezahlen. Aber sie können unglaublich wirkungsvoll sein, wenn sie richtig gemacht werden. Ich bin mir sicher, dass du schon viele Videos gesehen hast, bei denen du nicht nur nicht sofort auf “Werbung überspringen” geklickt hast, sondern sie in voller Länge gesehen hast.

    5. Smarte Anzeigen

    Dieser Kampagnentyp bietet kein neues Anzeigenformat, sondern eine andere Art von Kampagnenmanagement, bei dem du einen Großteil der Arbeit den Algorithmen von Google überlässt. Im Wesentlichen gibst du Daten ein, anhand derer Google herausfindet, wer erreicht werden soll, worauf geboten werden soll, usw.

    Das meint Google zum Thema smarte Anzeigen::

    Smarte Anzeigen sind Googles effiziente, einfache Lösung für kleine Unternehmen und helfen deinem Unternehmen, in den relevanten Momenten bei Google entdeckt zu werden. Smarte Anzeigen basieren auf der besten Google-Werbetechnologie und bringen dir Ergebnisse, die auf deinem Kampagnenziel basieren, egal ob es sich dabei um Kundenanrufe, Besuche an deinem Standort oder Aktionen auf deiner Website handelt.

    6. Discovery-Anzeigen

    Hierbei handelt es sich um den neuesten Kampagnentyp bei Google Ads. Discovery-Anzeigen konzentrieren sich auf Werbung in Google Discover, einem automatisch generierten und stark personalisierten mobilen Feed, der auf deinen Online-Aktivitäten basiert. Er zeigt Informationen und Nachrichten zu den Themen an, die dich interessieren, wie etwa SEO oder Golf.

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    Wie PPC-Kampagnen in Google Ads funktionieren

    Die Grundlagen von PPC sind schnell und einfach zu verstehen. Ich werde mich hauptsächlich auf Such-Anzeigen konzentrieren und auch einige Informationen über Display-Anzeigen einfließen lassen, da diese beiden Kampagnentypen für jeden, der sich für PPC interessiert, relevant sind. Wir gehen hier die folgenden Konzepte durch:

    • Das Auktionssystem
    • Kampagne — Anzeigengruppe — Anzeigenhierarchie
    • Keyword-Match-Typen für Such-Anzeigen
    • Targeting im Google Display-Netzwerk
    • Ausschluss bestimmter Keywords und Websites vom Targeting

    Ohne langes Hin und Her…

    Das Auktionssystem

    Immer wenn deine Anzeige die Kriterien erfüllt, um deiner Zielgruppe angezeigt zu werden, nimmst du an einer Auktion teil. Auch deine Konkurrenten und andere Unternehmen wollen diesen Anzeigenplatz für sich beanspruchen. Wie entscheidet Google also, welche Werbetreibenden ihn bekommen?

    Das sind die Kriterien, die Google verwendet, um den Gewinner der Auktion zu ermitteln:

    • Das Gebot — der maximale Geldbetrag, den jeder in Frage kommende Werbetreibende bereit ist, für einen Klick (oder eine andere Aktion) zu zahlen.
    • Die Anzeigenqualität — sie wird durch eine Metrik namens Quality Score (QS) bestimmt. Google berücksichtigt dabei die erwartete Klickrate (CTR), die Relevanz der Anzeige und die Qualität der Landing Page.
    • Die erwartete Wirkung deiner Anzeigenerweiterungen und anderer Anzeigenformate — Dinge, die du zusätzlich zum Basis-Anzeigenformat hinzufügen kannst.

    Daraus lässt sich schließen: Je relevanter und besser geschrieben deine Anzeigen sind, desto weniger Geld brauchst du, um die Auktion zu gewinnen. Dieses System wurde entwickelt, um qualitativ hochwertige Anzeigen und Websites zu fördern, aber es funktioniert natürlich nicht immer. Du musst nur wissen, dass Geld hier nicht alles ist.

    Apropos Geld: Erinnerst du dich daran, dass ich erwähnt habe, dass es andere Möglichkeiten gibt, Anzeigen zu kaufen, als für jeden Klick zu bezahlen? Neben CPC (Cost per Click) gibt es noch eine ganze Reihe anderer Möglichkeiten.

    Die andere häufig verwendete Gebotsoption ist CPM, was für Cost per Mille (pro tausend Impressionen) steht. Du wirst sie wahrscheinlich für Display-Anzeigen-Auktionen verwenden.

    Kampagne — Anzeigengruppe — Anzeigenhierarchie

    Jede Anzeigenplattform verfügt über ein Managementsystem, mit dem das Erstellen, Ändern oder Aktualisieren von Anzeigen einfach und schnell vonstattengehen sollte. Das ist nicht immer der Fall, aber Google Ads legt die Messlatte verständlicherweise hoch.

    Wann immer du eine Anzeige erstellen willst, kannst du das nicht einfach so tun. Jede Anzeige muss in eine Anzeigengruppe eingeordnet werden, und die Anzeigengruppe ist Teil einer Kampagne. Diese Hierarchie ermöglicht es Werbetreibenden, das gesamte Anzeigenkonto effizient zu verwalten.

    Der Umfang der Einstellungen und Optionen unterscheidet sich von Plattform zu Plattform. 

    Hier erfährst du, was du wo in Google Ads einrichten kannst:

    • Kampagnenebene — Kampagnenziel, Kampagnentyp, Werbenetzwerke, Zielgruppen, Budget und Gebote, Sprachen, Anzeigenerweiterungen
    • Anzeigengruppenebene — Keywords (oder andere Targeting-Optionen)
    • Anzeigenebene — Anzeigenüberschriften, Beschreibungen, URL, Erweiterungen

    Am besten ist es, wenn du einen Plan für die Kampagnenstruktur hast und dich daran hältst. Manche PPC-Experten beschränken sich zum Beispiel auf ein Keyword pro Anzeigengruppe und machen dies in ihren Benennungsregeln deutlich. Wenn du also international Kaffeemaschinen verkaufst, kannst du eine Kampagne mit dem Namen Suche — [Espressomaschine] — USA mit einer Anzeigengruppe namens [Espressomaschine] haben, die auf dieses Keyword in den USA abzielt.

    Da ich mit dem exakten Matching vorgeprescht bin, werden wir uns als Nächstes darauf konzentrieren.

    Keyword-Übereinstimmungsarten für Suchanzeigen

    Suchanzeigen werden geschaltet, wenn die Suchanfrage des Nutzers mit Keywords übereinstimmt, auf die Werbetreibende bieten. Die Reihenfolge der angezeigten Anzeigen hängt davon ab, wer die Auktion gewinnt, wer an zweiter Stelle steht, usw.

    Für das Keyword-Targeting wählst du ein Keyword und seine Übereinstimmungsart aus. 

    Hier ist die Liste der Übereinstimmungsarten und wie sie funktioniert:

    • Broad Match — findet alles, was er für relevant hält, unabhängig von der Wortfolge oder Tippfehlern
    • Broad Match Modifier (BMM) — funktioniert wie Broad Match, aber das +Keyword muss in der Suchanfrage enthalten sein
    • Phrase Match — exakte Übereinstimmung, aber es kann alles vor oder nach dem Keyword stehen
    • Exact Match — selbsterklärend, kann Singular-/Pluralformen und sehr enge Varianten und Synonyme abdecken

    Wenn wir zum Beispiel das Keyword “Espressomaschine” nehmen, könnte es mit den Keyword-Übereinstimmungsarten folgendermaßen funktionieren (man kann es nie mit 100%iger Sicherheit wissen):

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    Natürlich ist die Art der Übereinstimmung genauso wichtig wie das Keyword selbst. Nur die Kombination aus einem guten Ziel-Keyword und einem geeigneten Übereinstimmungstyp bringt dir relevanten Traffic.

    Breite Übereinstimmungen sind fast nie geeignet, es sei denn, du hast ein Unternehmen wie Amazon, das auf Millionen von Suchanfragen bieten kann. Exakte Übereinstimmungen geben dir die meiste Kontrolle darüber, worauf du bietest, aber sie schränken auch deine Reichweite ein und erfordern, dass du über alle möglichen relevanten Variationen von Keywords mit exakter Übereinstimmung nachdenkst, wie z. B. [Espressomaschine] und [Espresso-Kaffeemaschine].

    Grundlegendes Targeting im Google Display-Netzwerk (GDN)

    Google sammelt Unmengen von Daten über seine Nutzer und verwandelt sie in Targeting-Optionen für Werbetreibende. Das ist kein Geheimnis und überrascht niemanden. Der Browser- und Suchverlauf kann in sogenannte Affinitätszielgruppen umgewandelt werden, die du mit deinen Display-Anzeigen ansprechen kannst.

    Hier sind einige der Affinitätskategorien:

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    Quelle: Google

    Klingt soweit gut, oder? Nun, wenn deine Zielgruppe nicht wirklich breit gefächert ist, ist das wahrscheinlich eine Verschwendung deines Anzeigenbudgets — ähnlich wie bei der Suche nach Keywords mit der breiten Übereinstimmung.

    Warum? Hier sind ein paar Interessen, die Google mit mir in Verbindung bringt:

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    Du findest sie, wenn du dich in deinem Google-Konto anmeldest -> Daten und Datenschutz -> Anzeigeneinstellungen.

    An der Hälfte dieser Orte war ich noch nie und an den meisten der aufgelisteten Interessen habe ich kein Interesse. Wahrscheinlich habe ich nur nach etwas gesucht oder auf etwas geklickt, das Google dazu veranlasst hat, mich in verwandte Affinity Audiences einzuteilen. Jetzt werden mir Anzeigen angezeigt, die mich nicht einmal im Entferntesten interessieren.

    Eine viel bessere Targeting-Option ist es, eine Liste mit bestimmten Websites zu erstellen, die Google AdSense-Anzeigen schalten. Auf diese Weise kannst du nur sehr relevante Websites auswählen. Das nennt man Placement Targeting.

    Bestimmte Keywords und Placements ausschließen

    Ein wichtiger Teil der Optimierung von PPC-Kampagnen besteht darin, die Keywords und Websites, auf die du bietest, einzugrenzen. Sobald deine Kampagnen laufen, solltest du regelmäßig überprüfen, worauf das Auktionssystem tatsächlich bietet, und dies optimieren.

    Es kommt häufig vor, dass du auf weniger relevante oder irrelevante Keywords bietest, es sei denn, du bietest ausschließlich auf exakte Übereinstimmungen (das ist sowieso keine gute Idee). Die Keywords, die du aus deinen Kampagnen ausschließt, nennt man negative Keywords.

    Wie du im Beispiel unseres Anzeigenkontos unten sehen kannst, gibst du auch einen Übereinstimmungstyp für negative Keywords an:

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    Das Gleiche gilt für deine Display-Kampagnen. Wenn du nicht auf bestimmte Placements abzielst, erscheinen deine Anzeigen an Stellen, die für dein Unternehmen irrelevant sind. Wenn du die Anzeigen mit vielen Impressionen so schnell wie möglich eliminierst, kannst du eine Menge Geld sparen.

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    Wie du Google Ads erfolgreich bist

    Ich weiß noch, wie es sich anfühlte, als ich mich zum ersten Mal auf einer PPC-Plattform einloggte, um dort Kampagnen zu verwalten. Ich würde mich zwar nicht als PPC-Experte bezeichnen, aber ich habe ziemlich schnell gelernt, wie man PPC-Kampagnen auf mehreren Plattformen effizient verwaltet. Hier sind also meine Tipps, die auf meiner Erfahrung mit PPC basieren.

    Learning by doing

    Der beste Tipp, den ich für dich habe, ist, das Gelernte sofort in die Praxis umzusetzen. Nimm nicht endlos Informationen zu allen möglichen PPC-Themen auf, wenn du sie nicht brauchst. Es wird immer Dinge geben, über die du nichts weißt, und das ist okay.

    Absolviere einige Google Ads-Kurse

    Es gibt keine bessere Möglichkeit, sich mit einer PPC-Plattform vertraut zu machen, als sich von jemandem eine Demo-Tour geben zu lassen — was du zuerst einrichten musst, wo alles ist, wie es funktioniert, worauf du achten musst und so weiter.

    Zum Glück gibt es unzählige tolle Lernressourcen und Kurse zu den Google Ads. Ich empfehle, mit den kurzen Google Ads Tour-Videos und dem Google Ads Learning Hub zu beginnen.

    Es kann sein, dass dich ein Google-Vertriebsmitarbeiter oder der Google-Support kontaktiert und dir Hilfe anbietet. Das ist zwar toll, und das solltest du grundsätzlich auch nutzen, aber denk daran, dass sie dich hauptsächlich dazu bringen wollen, mehr Geld auszugeben.

    Das Tolle an PPC ist die Fülle an offiziellen Unterlagen und Anleitungen. Anzeigen sind die Haupteinnahmequelle von Google und anderen Tech-Giganten, also müssen sie auch viel Unterstützung bieten.

    Auf der Google Ads-Oberfläche findest du nicht nur Tipps und Hilfestellungen, sondern auch in der Google Ads-Wissensdatenbank und in den Leitfäden die meisten Dinge, die du wissen möchtest.

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    Fang klein an — und allein

    Wenn du noch kein Google Ads-Konto besitzt, wird Google wahrscheinlich versuchen, dich zur Erstellung von Smart-Kampagnen zu drängen, bei denen du die meiste Kontrolle und die meisten Einstellungen an die Algorithmen von Google abgibst — und zwar sofort. Widerstehe diesem Drängen, denn es ist besser, wenn du zu Beginn deiner PPC-Kampagne alles selbst in der Hand hast und die “smarteren” Funktionen erst später integrieren kannst, wenn du wirklich weißt, was du tust.

    Ignoriere einfach den Smart-Kampagnen-Stupser und benutze den “Expertenmodus”, in dem du alles selbst einrichtest.

    Ich empfehle dir, deine ersten Kampagnen zu Keywords zu erstellen, die relativ günstig und für dein Produktangebot relevant sind. Entscheide dich für ein Tagesbudget, das dein gesamtes Marketingbudget nicht übersteigt, und fange mit diesem an.

    Beobachte und optimiere deine Kampagnen regelmäßig. Sobald du gute Ergebnisse erzielst, kannst du dein Budget erhöhen und weitere Keywords einbeziehen, auch solche mit hohem CPC.

    Richte deine Conversions und das Tracking richtig ein

    Deine wichtigsten PPC-Kennzahlen drehen sich alle ums Geld. Das Ziel ist es, das meiste aus deinen Werbeausgaben herauszuholen, daher sollte einer deiner Key Performance Indicators (KPIs) die Kosten pro Conversion sein.

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    Ich empfehle dir sehr, das Conversion-Tracking richtig einzurichten, bevor du mit der Werbung beginnst. Die Grundlage dafür ist die Zählung der Conversions, wenn deine Kunden ein Produkt kaufen, aber noch besser ist es, wenn du zusätzlich den Conversion-Wert zählst. Es ist ziemlich einfach, aber du wirst wahrscheinlich die Hilfe eines Entwicklers brauchen. Folge einfach den Anweisungen, wenn du die Conversions einrichtest:

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    Wenn du deine Conversions einrichtest, kannst du auch die Vorteile der maschinellen Lernalgorithmen von Google nutzen, die dir helfen, deine Leistung zu optimieren, um mehr Conversions zu erzielen, sowohl was das Volumen als auch den Wert angeht. Enhanced CPC (eCPC) ist ein gutes erstes Beispiel, das du nutzen solltest.

    Recherchiere sorgfältig, bevor du dein Targeting setzt

    Egal ob Keywords, Websites oder Zielgruppen, du solltest immer über Daten verfügen, die deine Targeting-Entscheidungen untermauern. Noch besser ist es, wenn du deine Kampagnen zuerst auf der Grundlage dieser Daten erstellst.

    Für Suchanzeigen musst du eine Keyword-Recherche durchführen. Die meisten Menschen verbinden das mit SEO, aber es ist auch für PPC-Suchanzeigen von unschätzbarem Wert. Zuerst musst du wissen, wonach die Leute suchen und dann, wie viel du im Durchschnitt für Klicks bezahlst.

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    Du kannst diese Daten mit dem Ahrefs Keywords Explorer abrufen. Gib einfach ein paar (Start-)Keywords ein, die das Wesen deines Unternehmens und deines Produktangebots widerspiegeln, und los geht’s.

    Ein weiteres häufig genutztes Tool für die Keyword-Recherche im PPC ist der Google Keyword Planner. Er liefert zwar nicht so viele Daten wie die kostenpflichtigen SEO- oder PPC-Tools, aber dafür natürlich die genauesten CPC-Zahlen:

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    Google Ads kann dir bei der Erstellung einer Anzeigengruppe einige Keywords vorschlagen. Gib einfach deine Landing Page ein, und Google schlägt dir einige Keywords vor, die du für diese Landing Page verwenden kannst:

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    Wie du siehst, sind die Keyword-Vorschläge nicht die besten, aber du kannst dort einige relevante Keywords finden. Das ist im Grunde der Mechanismus hinter dem etwas fortschrittlicheren Format Dynamic Search Ads (DSA), das selbständig Keywords für Gebote auswählt.

    Entdecke fortgeschrittenere Formate, Funktionen und Optionen

    PPC-Marketing wäre ziemlich einfach, wenn ich hier alles abdecken könnte. Das ist aber nicht einmal im Entferntesten der Fall. Hier sind ein paar Anzeigenformate, Funktionen und Targeting-Optionen, die du in Betracht ziehen solltest, wenn du mit den Grundlagen vertraut bist.

    1. Manuelle und automatische Anzeigenerweiterungen

    Anzeigenerweiterungen sind zusätzliche Texte, die zusätzlich zur Standardüberschrift, ‑beschreibung und ‑URL zu deinen Anzeigen hinzugefügt werden.

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    Sie können sowohl auf Anzeigen- als auch auf Kontoebene eingerichtet werden und sind eine der ersten Funktionen, die du nutzen solltest, nachdem du die Grundlagen verstanden hast. Wenn du die automatischen Erweiterungen benötigst (in der Regel für lokale Unternehmen), musst du wahrscheinlich dein Google Ads-Konto mit deinem Google My Business Konto verbinden.

    2. Remarketing-Anzeigenformate

    Zusammen mit dem Conversion-Tracking kannst du einen Tracking-Code einrichten, der Daten über deine Website-Besucher sammelt. Diese Daten kannst du dann später nutzen, um diese Besucher über verschiedene Google Ads-Formate erneut zu erreichen.

    Du kannst z.B. Gebote anpassen und deinen früheren Besuchern maßgeschneiderte Suchanzeigen zeigen, wenn sie über Remarketing-Listen für Suchanzeigen (RLSA) weiterhin nach relevanten Keywords suchen. Diese Anzeigen bieten eine gute Möglichkeit, unentschlossene Besucher in Kunden zu verwandeln.

    Aber Remarketing kann noch viel mehr als RLSAs. Du kannst das im Display-Netzwerk, auf YouTube oder sogar in Google Mail machen.

    3. Dynamische Suchanzeigen (DSA)

    Der Mechanismus, bei dem Google Ads dir auf der Grundlage der angegebenen Landing Page URL Keywords vorschlägt, ist das Kernstück von DSA. Du kannst Suchkampagnen einrichten, bei denen du nicht auf Keywords abzielst, sondern eine Liste von URLs bereitstellst und Google entscheiden lässt, wann eine Suchanfrage für deine Landing Pages relevant ist und für dich bietet.

    Je breiter dein Zielmarkt ist, desto nützlicher werden DSAs für dich sein. Wenn du nur eine Reihe von Keywords für dein Nischenprodukt und deine Zielgruppe auswählst, werden dir DSAs wahrscheinlich nicht helfen, sondern eher auf nicht so relevante Keywords abzielen.

    4. Custom Intent Audiences (CIA)

    Eine weitere großartige Option für das Display-Targeting besteht darin, Zielgruppen auf der Grundlage ihres Suchverlaufs und ihres Verhaltens im gesamten GDN anzusprechen.

    Custom Intent Audiences sind Zielgruppen, die auf der Grundlage einer Reihe von gesuchten Keywords, besuchten Websites oder genutzten Apps erstellt werden. Du kannst Google im Grunde anweisen, deine Anzeigen denjenigen zu zeigen, die nach bestimmten Dingen gesucht oder Websites besucht haben, die mit deinem Unternehmen in Verbindung stehen.

    Ich habe gehört, dass viele PPC-Spezialisten diese Targeting-Option als das Beste loben, was du für Display-Kampagnen tun kannst.

    Wechsel zum Google Ads Editor

    Viele PPC-Spezialisten nutzen die Weboberfläche gar nicht oft. Google bietet eine Desktop-App namens Google Ads Editor an, die das Kampagnenmanagement erleichtert und dir eine Menge Klicks und Zeit spart.

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    Die Benutzeroberfläche ist anders, aber sie ist dazu da, deine PPC-Arbeit zu erleichtern. Wenn du dich mit der Webplattform vertraut gemacht hast oder das Gefühl hast, dass das Einrichten von Kampagnen bereits viel Zeit in Anspruch nimmt, solltest du lernen, den Google Ads Editor zu nutzen. Das ist auf lange Sicht die beste Wahl für dein Kampagnenmanagement.

    Fazit

    PPC-Marketing ist (oder sollte zumindest) ein kleiner Teil deiner gesamten Marketing-Bemühungen sein, aber es gibt eine Menge zu lernen und gewinnbringend zu nutzen. Dieser Leitfaden sollte die Grundlagen bieten, um deine neue PPC-Reise in die richtige Richtung zu lenken.

    Auch wenn der Schwerpunkt auf Google Ads lag, kannst du dieses Wissen auch für jede andere PPC-Plattform nutzen. Die nächste komplexe Plattform sind sicherlich Facebook Ads, aber dieses Wissen kommt dir auch zugute, wenn du dich auf Plattformen wie Twitter, Quora oder LinkedIn konzentrierst.

    Hast du dazu Anmerkungen oder Fragen? Schreib mir auf Twitter.

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