Keyword Intent: Der Filter für deine Keyword-Recherche

Porträt von Monika Butterweck

Nach Autor Monika Butterweck

Marketing Manager DACH bei Ahrefs

Mitwirkende
October 7, 202612 Min. Lesezeit

Die beiden Bezeichnungen Keyword Intent und Suchintention beschreiben im Wesentlichen dasselbe. Beide beschäftigen sich mit dem Grund einer Suchanfrage. In Bezug auf das Thema Keyword-Recherche lohnt es sich dennoch, zwischen beiden Begriffen zu unterscheiden.

Dabei zeigt sich: Keyword Intent setzt früher an. Noch bevor du Suchvolumen, Keyword Difficulty oder einzelne Content-Ideen genauer bewertest, kannst du den Keyword Intent als Filter nutzen. So erkennst du, ob du ein bestimmtes Keyword überhaupt in deine Strategie integrieren solltest.

Wenn die Absicht, die hinter einer Suchanfrage steht, nicht zu dem passt, was deine Website anbietet und in eine Conversion überführen kann, spricht dies gegen das Keyword. Daran ändert auch ein attraktives Suchvolumen nichts.

Keyword Intent vs. Suchintention: der Unterschied

Bei der Suchintention geht es darum, Content so zu gestalten, dass er zu den Erwartungen der Nutzer passt. Du prüfst also beispielsweise, ob diejenigen, die suchen, einen Ratgeber, einen Vergleich oder eine Produktseite erwarten.

Keyword Intent wendet dasselbe Prinzip an… nur einen Schritt früher. Du kannst ihn während deiner Keyword-Recherche als Filter nutzen und so herausfinden, ob die Absicht, die hinter einer konkreten Suchanfrage steht, überhaupt zu deiner Website und deinen Zielen passt.

Das bedeutet:

  • Keyword Intent hilft dir, zu entscheiden, welche Keywords in deine Strategie gehören.
  • Suchintention hilft dir dabei, für diese Keywords den passenden Content zu erstellen.

Die vier Keyword-Intent-Kategorien

Der Keyword Intent lässt sich in vier Kategorien unterteilen. Wenn du deine Strategie entwickeln möchtest, reicht es allerdings nicht, ein Keyword einfach einer der besagten Kategorien zuzuordnen. Du musst auch berücksichtigen, was die jeweilige Kategorie für deine Keyword-Auswahl bedeutet.

Informationsorientierte Keywords

Im Zusammenhang mit informationsorientierten Keywords suchen Nutzer nach Antworten, Erklärungen oder Anleitungen. Beispiele wären Eingaben wie zum Beispiel „tomaten anbauen“, „warum werden tomatenblätter gelb“ oder „wann tulpenzwiebeln pflanzen“.

Solche Suchanfragen machen in vielen Nischen einen großen Teil des Suchvolumens aus. Dementsprechend werden sie auch im Rahmen vieler Content-Strategien wichtig.

Sie können sich lohnen, wenn das Traffic-Potenzial hoch ist, thematische Autorität für deine Strategie eine Rolle spielt und du dein Produkt oder deine Dienstleistung auf natürliche Weise in den Content einbinden kannst.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jedes informationsorientierte Keyword automatisch interessant wäre. Wann du solche Keywords besser aussortierst, schauen wir uns gleich noch genauer an.

Randbemerkung


Wir sehen, dass vor allem informationsorientierte Keywords überdurchschnittlich oft AI Overviews triggern. Wo eine AI Overview auftaucht, sinkt die Klickrate der höchst platzierten Seiten. Deshalb ist es wichtig, bei informational Keywords auch GEO Best Practices im Hinterkopf zu behalten.

Kommerzielle Keywords

Kommerzielle Keywords liegen zwischen Recherche und Kauf. Suchanfragen wie „bester Gartenschlauch“, „hochbeet oder bodenbeet“ oder „bester gemüsedünger“ zeigen, dass jemand verschiedene Möglichkeiten prüft, aber noch keine endgültige Kaufentscheidung getroffen hat.

Vor allem im Zusammenhang mit E-Commerce- und Affiliate-Websites verbirgt sich hinter solchen Keywords häufig besonders viel strategisches Potenzial.

Ob ein kommerzielles Keyword zu deiner Strategie passt, hängt allerdings wesentlich davon ab, welche Produkte du selbst verkaufst oder bewirbst.

Um zu bewerten, wie interessant ein kommerzielles Keyword für dein Unternehmen ist, kannst du dich am Business Potential unseres B.R.E.W.-Framework orientieren. Dieses zeigt, wie gut dein Produkt zur jeweiligen Suchanfrage und zum dahinterstehenden Problem passt.

Transaktionale Keywords

Transaktionale Keywords zeigen eine unmittelbare Kaufabsicht. Beispiele wären „gartenschlauch online kaufen“, „gewächshaus bausatz kaufen“ oder „tomatendünger preis“.

Solche Suchanfragen werden meist von denjenigen veranlasst, die schon entschieden haben, zu kaufen. Dementsprechend können sie gut konvertieren. Aber: Hier triffst du unweigerlich auf viele Mitbewerber. Dies gilt sowohl für organische Suchergebnisse als auch für bezahlte Anzeigen.

Transaktionale Keywords lohnen sich in organischer Hinsicht vor allem dann, wenn du realistische Chancen auf gute Rankings hast. Ist das nicht der Fall, können wichtige Suchbegriffe dieser Art auch für Paid Search interessant sein.

Navigationale Keywords

Bei navigationalen Keywords sucht jemand nach einer bestimmten Marke, Website oder einem anderweitigen konkreten Ziel. Beispiele wären „Dehner Website“, „OBI Gartenplaner“ oder „Ahrefs Login“.

Für deine eigene Strategie sind vor allem navigationale Suchanfragen rund um deine eigene Marke relevant.

Dazu gehören beispielsweise „{deine Marke} Login“, „{deine Marke} Preise“ oder „{deine Marke} kostenlos testen“.

Nutzer, die diese oder ähnliche Details in die Suchmaschinen eingeben, suchen bereits gezielt nach dir. Hier geht es deshalb vor allem darum, deine eigene Präsenz in den Suchergebnissen zu sichern und dafür zu sorgen, dass deine potenziellen Kunden schnell das richtige Ziel finden.

Auf einen Blick:

Wann du ein Keyword NICHT nehmen solltest

Gerade bei informationsorientierten Keywords gibt es drei Situationen, in denen du genauer hinschauen solltest.

  1. Die Intention ist zu breit. Ein Keyword wie „was ist Gartenarbeit“ hat zwar Suchvolumen, die angesprochene Zielgruppe ist aber möglicherweise so breit, dass nur ein kleiner Teil davon für dein Unternehmen relevant ist. Du produzierst dann Content für sehr viele Menschen, ohne daraus entsprechend viele Conversions zu erzielen.
  2. Das Traffic-Potenzial ist zu niedrig. Erhält selbst die Seite, die es für ein bestimmtes Keyword auf Position 1 geschafft hat, nur wenig organischen Traffic, ist der mögliche Ertrag gering. Das gilt auch dann, wenn das Thema eigentlich sehr gut zu deiner Website passt. Mehr zum Unterschied zwischen Suchvolumen und tatsächlichem Potenzial findest du in unserem Beitrag zum Keyword-Suchvolumen.
  3. Es gibt keinen glaubwürdigen Produktbezug. Wenn du dein Produkt oder deine Dienstleistung im Content nicht sinnvoll erwähnen kannst, ohne dass die Verbindung konstruiert wirkt, solltest du den Nutzen des Keywords hinterfragen. Ansonsten veröffentlichst du Content, der zwar zum weiteren Themenumfeld gehört, aber weder deinen thematischen Fokus stärkt noch nennenswert zu deinem Umsatz beiträgt.

Wichtig: Die genannten Punkte können dir bei der Auswahl helfen. Sie sind aber nicht grundsätzlich verboten. Wie so oft ist es wichtig, genau hinzuschauen.

Achte in jedem Fall darauf, wie das jeweilige Keyword zu deiner Gesamtstrategie passt. Auch das Traffic-Potenzial, der Geschäftswert und deine Chancen auf ein gutes Ranking werden für die Bewertung relevant. Unser Guide zur Auswahl der richtigen Keywords zeigt, wie diese Faktoren zusammenspielen.

Zwei Kategorien, die im Standardmodell fehlen

Die vier oben genannten klassischen Kategorien reichen nicht immer aus, um alle Suchanfragen eindeutig einzuordnen. Deshalb berücksichtigt Ahrefs zwei weitere Arten von Suchintentionen: Local und Branded.

Lokale Intention

Bei Keywords mit lokaler Intention handelt es sich nicht einfach um transaktionale Suchanfragen mit Ortsbezug. Wenn du „zahnarzt münchen“ eingibst, erwarten dich beispielsweise andere Suchergebnisse als es bei einer klassischen organischen Suchanfrage der Fall ist.

Typische Bestandteile solcher SERPs sind:

  • Map-Pack-Ergebnisse
  • Google-Unternehmensprofile
  • lokale Verzeichnisse
  • Local Service Ads

Eine klassische Content-SEO-Strategie hilft hier nur begrenzt weiter. Im Zusammenhang mit lokaler Intention brauchst du vor allem eine lokale SEO-Strategie. Hierbei werden unter anderem die Optimierung deines Google-Unternehmensprofils, lokale Citations und Bewertungen wichtig.

Weitere hilfreiche Ansätze findest du in unseren Tipps für lokale SEO.

Brand-Intention

Eine weitere Kategorie bilden Keywords mit Brand-Intention. Sie beziehen sich gezielt auf eine bestimmte Marke. Dabei muss es sich nicht um deine eigene handeln: Auch ein Wettbewerber oder eine andere Organisation aus deiner Branche kann im Mittelpunkt der Suchanfrage stehen.

Ein typisches Beispiel wäre „dehner öffnungszeiten“. Andere Suchanfragen kombinieren den Markennamen mit zusätzlichen Signalen.

Zum Beispiel:

  • „{Marke} Alternative“ (deutet auf eine kommerzielle Recherche hin)
  • „{Marke} Preise“ (bezieht sich auf eine transaktionale Intention)
  • „{Marke A} vs. {Marke B}“ (deutet auf einen kommerziellen Vergleich hin).

Aus diesem Grund sind markenbezogene Keywords nicht automatisch navigational.

Viele enthalten gleichzeitig kommerzielle oder transaktionale Signale. Um bei solchen Suchanfragen sichtbar zu werden, kann eine Wettbewerbsstrategie erforderlich sein. Je nach Keyword kommen auch bezahlte Suchanzeigen infrage.

Auf einen Blick:

Keywords mit gemischter Intention (Mixed Intent)

Manche Keywords lassen sich nicht eindeutig in eine Kategorie einsortieren. Eine Suchanfrage wie „projektmanagement software“ kann zum Beispiel sowohl informationale als auch kommerzielle Signale enthalten. Bei „beste Angebote für Laufschuhe“ können sogar informationale, kommerzielle und transaktionale Intentionen zusammentreffen. Welche davon im Vordergrund steht, hängt unter anderem davon ab, wie nah ein Nutzer bereits am Kauf ist.

Wenn du bei deiner Recherche auf solche Keywords stößt, hast du zwei Möglichkeiten.

  1. Du kannst dich für einen Intent entscheiden und deinen Content gezielt darauf optimieren.
  2. Du kannst mehrere Inhalte rund um dasselbe Keyword beziehungsweise Thema erstellen und damit unterschiedliche Intentionen bedienen.

Wie das genau funktionieren kann, lässt sich gut am Beispiel eines Kostümshops zeigen.

Bei der Suchanfrage „halloween kostüm“ kann eine Kategorie- oder Shopseite die kommerzielle und transaktionale Intention bedienen. Genau das entspricht schließlich dem eigentlichen Zweck eines Onlineshops.

Du kannst aber auch zusätzlich passenden Blog-Content erstellen. Denkbar wären beispielsweise „Halloween-Kostüm selber machen“ oder eine Sammlung mit Ideen für Partnerkostüme. Darin kannst du auf konkrete Produkte aus deinem Shop verweisen.

So versuchst du nicht, unterschiedliche Suchbedürfnisse mit einer einzigen Seite abzudecken, sondern erstellst passende Inhalte für verschiedene Intentionen und Phasen der Customer Journey.

Business Potential bewerten

Besonders bei kommerziellen Keywords stellt sich zudem die Frage, wie gut sie dir dabei helfen, dein Produkt tatsächlich als Lösung zu präsentieren.

Um genau das herauszufinden, nutzen wir bei Ahrefs das „Business Potential“. Dieses bewertet von 0 bis 3. Je höher der Wert ausfällt, desto natürlicher lässt sich dein Produkt oder deine Dienstleistung als Lösung für das jeweilige Problem nutzen.

Das Prinzip, das sich hierhinter verbirgt, ist schnell erklärt: Auch wenn ein Keyword für dein Unternehmen besonders relevant ist und potenzielle Kunden erreichen kann, sollte dein Content nicht zu werblich ausfallen. Im Gegenteil! Suche am besten Themen aus, bei denen dein Produkt ohnehin sinnvoll zur Lösung beiträgt. Dadurch ist seine Erwähnung für den Leser hilfreich und wirkt nicht erzwungen.

Das Business Potential ist übrigens auch Bestandteil des B.R.E.W.-Frameworks.

B.R.E.W. berücksichtigt vier Faktoren:

  • Business Potential
  • Reach
  • Effort
  • Who.

Das Business Potential bewertet den geschäftlichen Nutzen, während Reach die mögliche Reichweite betrachtet. Effort berücksichtigt den erforderlichen Aufwand und Who beschäftigt sich damit, wer für die Umsetzung benötigt wird.

Auf dieser Grundlage bewertest du eine Content-Idee nicht ausschließlich nach SEO-Kennzahlen, sondern berücksichtigst gleichzeitig, wie sinnvoll besagte Idee für dein Unternehmen ist und was für ihre Umsetzung erforderlich wäre. Eine übergeordnete Content-Marketing-Strategie hilft dir dabei, Themen wie diese zu priorisieren.

Keyword Intent in der Praxis: Intent mit Ahrefs erkennen

Du musst den Keyword Intent nicht für jedes Keyword ausschließlich anhand des Wortlauts bestimmen. Mit Ahrefs kannst du die Intention sowohl für einzelne Keywords als auch für größere Keyword-Listen analysieren. In diesem Zusammenhang bieten sich dir gleich fünf Möglichkeiten.

1. Intent im Keywords Explorer erkennen

Wenn du im Keywords Explorer eine Keyword-Liste aufbaust und bei einer Suchanfrage nicht sicher bist, ob sie zur gewünschten Intention passt, kannst du die SERP-Ergebnisse aufklappen und die KI-gestützte Intent-Erkennung verwenden.

Diese zeigt dir prozentual, wie sich die Suchergebnisse auf verschiedene Intentionen verteilen.

Dieses Vorgehen hilft besonders in Bezug auf Keywords mit Mixed Intent. Statt diese pauschal einer Kategorie zuzuordnen, siehst du, wie viele der rankenden Seiten zu den jeweils erkannten Intentionen passen.

2. Intent im AI Content Helper auswählen

Auch mit dem AI Content Helper kannst du bei einem Keyword zwischen unterschiedlichen Intentionen wählen. Der Content-Optimierungsbericht wird anschließend an die jeweils ausgewählte Intention angepasst.

Auf diese Weise kannst du deinen Inhalt gezielt für diejenige Suchintention optimieren, die du tatsächlich bedienen möchtest.

3. Veränderungen im Rank Tracker beobachten

Die Intention hinter einem Keyword beziehungsweise die Zusammensetzung seiner Suchergebnisse kann sich mit der Zeit verändern. Im Rank Tracker kannst du solche Veränderungen bei wichtigen Keywords beobachten.

Öffne dafür die SERP-Übersicht für dein Ziel-Keyword, vergleiche unterschiedliche Zeiträume miteinander und nutze „Intention ermitteln“. So kannst du Veränderungen der Suchintention im Zeitverlauf nachvollziehen.

4. Keyword-Listen mit Ahrefs MCP analysieren

Möchtest du differenziertere Intentionen für eine größere Keyword-Liste ermitteln, kannst du Ahrefs MCP mit einem LLM deiner Wahl verbinden.

Du hast dann zum Beispiel die Möglichkeit, das Modell aufzufordern, eine Keyword-Liste nach Intent zu gruppieren und gleichzeitig Keywords mit hohem Traffic-Potenzial hervorzuheben. Das LLM greift dafür auf Ahrefs-Daten zu, sodass du die Keywords nicht einzeln manuell durcharbeiten musst.

Randbemerkung


Hinweis: Ob es besser ist, dabei eher auf ChatGPT oder auf Claude zu setzen, ist immer von der jeweiligen Ausgangssituation, den Erwartungen und der Anwendung abhängig. Wir haben in der Vergangenheit mit Claude meist bessere Ergebnisse erzielt.

Ein Vorteil beim Einsatz von KI-Lösungen ist, dass du die Suchintention noch genauer untersuchen kannst. So kannst du das Modell beispielsweise nach sogenannten Micro-Intents recherchieren lassen. Ein entsprechendes Vorgehen kann hilfreich sein, wenn du eine neue Nische untersuchst. Hier bietet es sich an, sich zunächst eine breitere Intent-Landkarte erstellen zu lassen und anschließend im Keywords Explorer weiterzufiltern.

5. Intent-Analysen mit Letaido automatisieren

Mit Ahrefs MCP fragst du im Chat nach einem Ergebnis. Letaido geht einen Schritt weiter: Der KI-Agent ruft die Ahrefs-Daten selbst ab, wertet sie aus und legt das Ergebnis als Tabelle oder Bericht für dich ab.

Du kannst Letaido zum Beispiel bitten: „Ordne meine Keyword-Liste nach Suchintention, gruppiere Keywords mit gleicher Intention und markiere die Keywords, bei denen meine Seite nicht zur Intention der Top 10 passt.“ Der Agent nutzt dafür die Intent-Daten aus dem Keywords Explorer und gleicht sie mit deinen rankenden URLs ab. So siehst du direkt, wo eine Seite am Suchziel vorbeigeht.

Praktisch ist das vor allem bei wiederkehrenden Aufgaben. Du kannst die Analyse zum Beispiel einmal im Monat automatisch laufen lassen. Dann bekommst du eine Nachricht, wenn sich die Intention bei einem deiner wichtigen Keywords verschiebt. Es gibt also eine Ergänzung zum Rank Tracker aus Punkt 3, ohne dass du die SERPs selbst vergleichen musst.

Randbemerkung


Hinweis: Die Zahlen rechnet Letaido direkt aus den Ahrefs-Daten. Bei Zuordnungen und Urteilen, etwa „passt nicht zur Intention“, lohnt sich trotzdem eine Stichprobe. Frag im Zweifel nach, wogegen der Agent geprüft hat.

Fazit: Keyword Intent ist dein erster Filter, aber nicht dein letzter

Bevor du Suchvolumen und Keyword Difficulty prüfst oder deinen Content-Kalender planst, solltest du dir deshalb eine grundlegende Frage stellen: Passt die Intention hinter dem Keyword zu etwas, das deine Website den Suchenden realistisch anbieten und in eine Conversion überführen kann?

Ist das nicht der Fall, sorgt auch ein hohes Traffic-Potenzial nicht dafür, dass das Keyword automatisch sinnvoll wird. An diesem Punkt zeigt sich der strategische Wert von Keyword Intent. Du filterst bereits während der Keyword-Recherche aus, welche Suchanfragen zu deinem Unternehmen passen. Alle weiteren Entscheidungen bauen auf den entsprechenden Erkenntnissen auf.

Häufige Fragen zu Keyword Intent

Was ist der Unterschied zwischen Keyword Intent und Suchintention?

Beide Begriffe beschreiben den Grund hinter einer Suchanfrage, setzen aber an unterschiedlichen Stellen an. Keyword Intent nutzt du in der Keyword-Recherche als Filter: Gehört dieses Keyword überhaupt in deine Strategie? Die Suchintention hilft dir danach, für die ausgewählten Keywords den passenden Content zu erstellen.

Welche Arten von Keyword Intent gibt es?

Klassisch unterscheidet man vier Kategorien: informationsorientiert, kommerziell, transaktional und navigational. Ahrefs berücksichtigt zusätzlich lokale Intention und Brand-Intention. Viele Keywords lassen sich außerdem nicht eindeutig einer Kategorie zuordnen und haben eine gemischte Intention (Mixed Intent).

Wie finde ich den Keyword Intent eines Keywords heraus?

Der Wortlaut gibt einen ersten Hinweis, reicht aber oft nicht aus. Aussagekräftiger ist ein Blick auf die Suchergebnisse: Welche Art von Seiten rankt dort? Im Keywords Explorer von Ahrefs zeigt dir die KI-gestützte Intent-Erkennung, wie sich die Suchergebnisse prozentual auf die verschiedenen Intentionen verteilen.

Sind Brand-Keywords immer navigational?

Nein. „{Marke} Login“ ist navigational, aber „{Marke} Alternative“ deutet auf eine kommerzielle Recherche hin und „{Marke} Preise“ auf eine transaktionale Intention. Bei markenbezogenen Keywords lohnt es sich deshalb, die zusätzlichen Signale in der Suchanfrage mitzubewerten.

Was mache ich mit Keywords mit gemischter Intention?

Du hast zwei Möglichkeiten. Entweder du entscheidest dich für eine Intention und optimierst deinen Content gezielt darauf. Oder du erstellst mehrere Inhalte, die jeweils eine Intention bedienen, zum Beispiel eine Kategorieseite für Kaufinteressierte und einen Blogartikel mit Ideen und Anleitungen.

Porträt von Monika Butterweck
Verfasst vonMonika Butterweck

Monika Butterweck ist als Marketing Managerin bei Ahrefs für den DACH-Markt zuständig.

Mitwirkende