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Nofollow- vs. Follow-Links: Alles, was du wissen musst

Joshua Hardwick
Head of Content @ Ahrefs (oder, in einfachen Worten, ich bin der Typ, der dafür sorgt, dass jeder Blog-Post EPISCH wird). Founder @ The SEO Project.

    Das rel = “nofol­low” ‑Tag ist eines der ein­fach­sten HTML-Tags und eines, das du unbe­d­ingt ver­ste­hen soll­test, wenn du dich mit SEO beschäftigst. Lerne in diesem Leit­faden alles, was du über nofol­low-Links wis­sen soll­test

    Nofol­low-Links sind nichts Neues. Es gibt sie bere­its seit 14 Jahren.

    Wenn du dir Gedanken um die Per­for­mance dein­er Web­site in Such­maschi­nen machst, ist es nicht nur wichtig, zu wis­sen, wann und wann du keine nofol­low-Links ver­wen­den soll­test – es ist sog­ar von entschei­den­der Bedeu­tung.

    In diesem Leit­faden werde ich erläutern, wie es zu der Ein­führung von nofol­low-Links kam, wie sie bei der Such­maschi­nenop­ti­mierung (SEO) helfen und wie ihre kor­rek­te Ver­wen­dung deine Web­site vor ein­er gefürchteten Google-Strafe schützen kann.

    Aber zuerst betra­cht­en wir uns die Grund­la­gen.

    Nofol­low-Links sind Hyper­links mit einem rel = “nofol­low” ‑Tag.

    Diese Links haben keinen Ein­fluss auf das Such­maschi­nen­rank­ing der Ziel-URL, da Google keinen PageR­ank- oder Anker­text überträgt. Tat­säch­lich crawlt Google die nicht-fol­gen­den Links nicht ein­mal.

    Emp­foh­lene Lek­türe: Google PageR­ank ist NICHT tot: Warum er noch immer wichtig ist

    Nofollow- vs. follow-Links

    Fol­lowed and nofol­lowed links look iden­ti­cal to the aver­age web user.

    Der blaue Text in diesem Satz ist ein fol­low-Link. Der blaue text in diesem Satz ein nofol­low-Link. Der Unter­schied zwis­chen den bei­den ist nur sicht­bar, wenn du in den HTML-Code schaust.

    Fol­low-Link:

    <a href="https://ahrefs.com">blauer Text</a>

    Nofol­low-Link:

    <a href="https://ahrefs.com" rel="nofollow">blauer Text</a>

    Der HTML-Code ist iden­tisch, mit Aus­nahme des rel = “nofollow”-Tags.

    Es ist möglich, alle Links auf ein­er Web­seite auf nofol­low zu set­zen, indem du ein Robots-Meta-Tag mit dem Wert “nofol­low” in den Head­er ein­fügst. Das nofol­low-HTML-Tag wird jedoch häu­figer ver­wen­det, da es einem erlaubt, einige Links auf der Seite auf nofol­low zu set­zen, während andere auf fol­low geset­zt bleiben.

    Du bist dir nicht sich­er, warum das sin­nvoll ist? Dann ist es Zeit für eine kurze Geschichtsstunde.

    Google hat das nofol­low-Tag ursprünglich im Jahr 2005 einge­führt, um Kom­men­tar-Spam zu bekämpfen.

    Wenn Sie ein Blog­ger (oder ein Blog-Leser) sind, dann sind Sie bes­timmt mit Men­schen ver­traut, die ver­suchen, die Such­maschi­nen-Rank­ings ihrer eige­nen Web­sites zu verbessern, indem Sie Blog-Kom­mentare wie z.B. “Besuchen Sie meine Dis­count-Phar­ma-Web­site” hin­ter­lassen. Dies wird als Kom­men­tar-Spam beze­ich­net; es gefällt uns auch nicht und wir haben ein neues Tag getestet, das es block­iert. Wenn Google das Attrib­ut (rel = “nofol­low”) für Hyper­links sieht, erhal­ten diese Links von nun an keine Wer­tung mehr, wenn wir Web­sites in unseren Suchergeb­nis­sen platzieren. Dies ist keine neg­a­tive Bew­er­tung für die Web­site, auf der der Kom­men­tar veröf­fentlicht wurde. Dies ist nur eine Möglichkeit, um sicherzustellen, dass Spam­mer keinen Nutzen daraus ziehen, öffentliche Bere­iche wie Blog-Kom­mentare, Track­backs und Ver­weis­lis­ten zu miss­brauchen.

    Kurz darauf gaben auch Yahoo , Bing und einige andere Such­maschi­nen die Über­nahme des nofol­low-Tags bekan­nt.

    Wichtig
    Die Inter­pre­ta­tion von „nofol­low“ vari­iert ein wenig zwis­chen den Such­maschi­nen. Hier ist eine Tabelle, welche die Unter­schiede aufzeigt. 

    Heutzu­tage fügt Word­Press – wie viele andere CMS auch – das “nofol­low“ ‑Tag stan­dard­mäßig  zu Links in den Kom­mentaren hinzu. Selb­st wenn du noch nie von einem nofol­low-Link gehört hast, kannst du sich­er sein, dass Spam-Kom­men­tarschreiber in deinem Blog wahrschein­lich keine SEO-Vorteile aus ihren Bemühun­gen ziehen.

     

    Wenn du jedoch die Befürch­tung hast, dass deine Kom­mentare nicht auf nofol­low geset­zt sind, über­prüfe fol­gen­des:

    1.     Finde einen Kom­men­tar
    2.     Klicke mit einem Rechts-Klick auf dem Link
    3.     Klicke auf „Unter­suchen“
    4.     Schaue dir den markierten HTML-Code an.

    Wenn du das “rel=nofollow“-Tag siehst, ist der Link ein nofol­low-Link. Anson­sten ist es ein fol­low-Link.

    Du möcht­est ungern im HTML-Code stöbern? Dann instal­liere dir die Erweiterung “nofol­low Chrome”, mit der alle nofol­low-Links sicht­bar her­vorge­hoben wer­den, wenn du im Inter­net surf­st.

    Erledigt? Sehr gut! Zurück zu unser­er Geschichtsstunde.

    2009: Google bekämpft PageRank-Gestaltung

    Der PageR­ank fließt über interne Links durch eine Web­site (Links von ein­er Seite der Web­site zu ein­er anderen).

     Beispiel­sweise fließt ein Teil des PageR­anks dieses Artikels über Hyper­links wie diesen auf die anderen Seit­en unser­er Web­site. Im All­ge­meinen entspricht ein höher­er PageR­ank einem höheren Rank­ing. Gary Ill­y­ses hat dies let­ztes Jahr bestätigt.

    (Deutsch:

    Wusstet ihr, dass wir auch nach 18 Jahren noch PageR­ank (sowie hun­derte von anderen Sig­nalen) für das Rank­ing nutzen?

    Möchtet ihr wis­sen wie es funk­tion­iert?)

    Der PageR­ank wird jedoch nur über fol­low-Links über­tra­gen, nicht über nofol­low-Links.

    Das war schon immer so, aber die Art und Weise, wie PageR­ank zwis­chen den fol­low-Links auf ein­er Seite aufgeteilt wird, hat sich im Laufe der Jahre geän­dert.

    Vor 2009 funk­tion­ierte die Aufteilung fol­gen­der­maßen:

    Wenn du drei Links auf ein­er Seite hat­test und ein­er von ihnen war ein nofol­low-Link, wurde der gesamte PageR­ank auf die bei­den fol­low-Links aufgeteilt.

    Lei­der nutzten einige Leute diese Tech­nik, um Rank­ings zu manip­ulieren, indem sie den Fluss des PageR­anks auf ihren Web­sites gestal­teten („PageR­ank-Sculpt­ing“).

     Mit anderen Worten, sie set­zen Links zu ihren unwichti­gen Seit­en auf nofol­low, um die max­i­male Über­tra­gung von PageR­ank auf ihre „Profit“-Seiten zu ermöglichen.

    Um diese Prax­is zu unterbinden kündigte Google 2009 Änderun­gen an:

    Was passiert also, wenn Sie eine Seite mit zehn PageR­ank-Punk­ten und zehn aus­ge­hen­den Links haben und fünf dieser Links sind nofol­low? […] Ursprünglich flossen in die fünf Links ohne nofol­low jew­eils zwei PageR­ank-Punk­te. […] Vor mehr als einem Jahr änderte Google den PageR­ank-Fluss, so dass in die fünf nofol­low-Links nun jew­eils ein PageR­ank-Punkt fließt. 

    Die fol­gende Illus­tra­tion zeigt den Unter­schied von vor und nach der Änderung:

    WICHTIGER HINWEIS
    PageR­ank ist ein kom­plex­es Biest. Es ist zehn Jahre her, dass Google diese Änderung vorgenom­men hat. Obwohl in den let­zten Jahren von Google öffentlich keine weit­eren Änderun­gen an der Funk­tion­sweise des PageR­anks angekündigt wurde, ist es wahrschein­lich, dass zumin­d­est hin­ter den Kulis­sen einige Änderun­gen stattge­fun­den haben.

    Während PageR­ank-Sculpt­ing nun kein The­ma mehr ist, kann das set­zen einiger intern­er Links auf nofol­low bei der Crawl-Pri­or­isierung helfen, da Google keine nofol­low-Links crawlt.

    Such­maschi­nen-Robot­er kön­nen sich nicht anmelden oder sich als Mit­glied in Ihrem Forum reg­istri­eren, so dass es keinen Grund gibt, Google­bot aufzu­fordern „Reg­istri­eren“- oder „Anmelden“-Links zu fol­gen. Die Ver­wen­dung von nofol­low auf diesen Links ermöglicht es Google­bot, andere Seit­en zu durch­suchen, die Sie lieber im Index von Google sehen möcht­en.

    Dies ist jedoch ein etwas fort­geschrittenes The­ma, so dass ich hier nicht weit­er darauf einge­hen werde.

    Emp­foh­lene Lek­türe: Crawl bud­get for SEO: the ulti­mate ref­er­ence guide

    Ab 2013: Google bekämpft bezahlte Links

    Google klas­si­fiziert das bezahlen oder verkaufen von Links, die PageR­ank vererben, als Ver­let­zung ihrer Web­mas­ter-Richtlin­ien

    Daher soll­ten alle bezahlten Links auf nofol­low geset­zt wer­den.

    Das ist seit vie­len Jahren der Fall, auch lange vor 2013.

    Allerd­ings wurde Google um diese Zeit – aus dem was ich beobacht­en kann – zunehmend besorgter über die Auswirkun­gen von nicht offen gelegten „bezahlten“ Links auf ihren Algo­rith­mus.… und ist es seit­dem.

    Matt Cutts geht 2013 in diesem Video tiefer auf Googles Argu­mente für die Offen­le­gung von bezahlten Links ein:

    https://www.youtube.com/watch?v=1SmlsfSqmOw

    Um es zusam­men­z­u­fassen: Google will „ver­di­ente“ Links belohnen, nicht „bezahlte“ Links.

    Leute behan­deln Links als redak­tionelle Abstim­mungen. Sie ver­linken etwas, weil es in ihnen Lei­den­schaft weckt. Es ist etwas, das inter­es­sant ist. Sie wollen es mit Fre­un­den teilen. Es gibt einen Grund, warum sie diesen speziellen Link her­vorheben wollen.

    Das Prob­lem ist, dass einige bezahlte Links nicht anders ausse­hen als ver­di­ente Links. Denke  an den Unter­schied zwis­chen einem Link in ein­er bezahlten Bew­er­tung und einem Link in ein­er unbezahlten Bew­er­tung.

     Auf den ersten Blick sehen bei­de Links iden­tisch aus. Deshalb muss es eine Möglichkeit geben, den bezahlten Link gegenüber Google offen­zule­gen.

     Stell es dir so vor: Es gibt zwei Möglichkeit­en, einen Oscar zu erhal­ten:

    Option #1: Brenne für die Schaus­piel­erei, verbessere kon­tinuier­lich dein Kön­nen und arbeite jahre­lang hart.
    Option #2: Kaufe 6 für $8.97 auf Ama­zon

    Der nofol­low-Tag (auf bezahlten Links) ist für Google, was der $8,97-Aufkleber auf der Unter­seite deines gefälscht­en Oscars für deine Fre­unde ist: ein ver­rä­ter­isches Zeichen dafür, dass du ihn nicht recht­mäßig ver­di­ent und somit keine Anerken­nung für deine a̶l̶b̶e̶r̶n̶e̶n̶ manip­u­la­tiv­en Bemühun­gen ver­di­ent hast.

    Lass uns kurz zusam­men­fassen, was Google über die Art und Weise sagt, wie sie mit nofol­low- Links umge­hen:

    Google überträgt keinen PageR­ank oder Anker­text über diese Links.

    Das alles scheint klar genug, bis man den Satz liest, der diesem voraus­ge­ht:

     Im All­ge­meinen fol­gen wir ihnen nicht. Das bedeutet, dass Google keinen PageR­ank oder Anker­text über diese Links überträgt. 

    Im All­ge­meinen“. Ich denke, dass diese Aus­sage vager ist, als sie sein muss, und dass sie impliziert, dass Google in eini­gen Fällen nofol­low- Links fol­gt.

    Was das für Fälle sein kön­nen, weiß nie­mand.

    Einige glauben, dass alle nofol­low-Links noch etwas PageR­ank über­tra­gen. Einige denken, dass Google den PageR­ank über ein paar, aber nicht über allen nofol­low-Links überträgt. Andere wiederum glauben, dass die Men­schen zu viel in For­mulierun­gen inter­pretieren, die sich seit sieben Jahren nicht mehr geän­dert haben.

    Anfang dieses Jahres haben wir 44.589 SERPs unter­sucht, um zu sehen, ob es einen Zusam­men­hang zwis­chen Google-Rank­ings und ver­schiede­nen Back­link-Attribut­en gibt. Eines dieser Attribute war die Anzahl der gefol­gten Back­links.

    Hier ist, was wir her­aus­ge­fun­den haben:

    Die Kor­re­la­tion für die Anzahl der “dofollow”-Backlinks ist etwas schwäch­er als die der Gesamtzahl der Back­links.

    Hier ist, was Tim darüber gesagt hat:

    Es kön­nte ein Hin­weis sein, dass Google einige nofol­low-Links von starken Seit­en stärk­er bew­ertet als Links von schwachen Seit­en. #wer­weiß 
    Tim Soulo
    Tim Soulo, CMO Ahrefs

    Betra­chte diesen Fund mit ein wenig Skep­sis. Das Hauptziel dieser Studie war es nicht, die Auswirkun­gen von nofol­low- vs. fol­low-Links zu analysieren. Daher haben wir uns nicht bemüht, diesen Fak­tor isoliert zu betra­cht­en.

    Aber selb­st wenn wir davon aus­ge­hen, dass nofol­low-Links keine direk­ten Auswirkun­gen auf SEO haben, kön­nen sie den­noch einen indi­rek­ten Ein­fluss haben. Weil:

    1. Sie helfen, dein Link-Profil zu diversifizieren

    Ein natür­lich­es Back­link-Pro­file zeich­net sich durch Vielfalt aus.

    Einige Links sind fol­low-Links, andere nicht. Diese Tat­sache ist unver­mei­dlich, da einige Leute unweiger­lich über nofol­low-Links zu dir ver­linken wer­den… egal wie sehr du dir wün­schst, dies wäre nicht der Fall.

    Außer­dem sind die meis­ten Back­links, die du von fol­gen­den Orten erhältst, nofol­low-Links:

    • Soziale Net­zw­erke (Face­book, Twit­ter, YouTube, etc.)
    • Foren (Red­dit, Quo­ra, etc.)
    • Pressemit­teilun­gen
    • Gäste­büch­er (hal­lo, 1998!)
    •  Wikipedia (Hin­weis: Jed­er kann eine Wikipedia-Seite bear­beit­en)
    • Ping­backs
    • Verze­ich­nisse

    Lange Rede kurz­er Sinn, wenn eine Web­site nur Back­links oder einen auf­fal­l­end hohen Prozentsatz von Back­links hat, die fol­low-Links sind, dann ist das ein ver­rä­ter­isches Zeichen, dass etwas faul ist.

    Um das Ver­hält­nis von fol­low- zu nofol­low-Links für eine Web­site oder Web­seite zu über­prüfen, nutze den Über­sichts­bericht im Ahrefs Site Explor­er.

    Site Explor­er > Gebe eine beliebige Domäne, URL oder einen beliebi­gen Unterord­ner ein > Über­sicht

    Es sieht so aus, als ob 85% der ver­weisenden Domains zum Ahrefs-Blogs dofol­low-Links sind.

    Ist das gut oder schlecht? Ehrlich gesagt, solange es hier eine gewisse Vielfalt gibt, ist das ein gutes Zeichen.

    Was du nicht sehen willst, ist 100% oder annäh­ernd 100% “dofol­low”, denn das ist ein deut­lich­es Zeichen von Manip­u­la­tion. Aus Erfahrung würde ich sagen, dass irgend­wo zwis­chen 60–90% nor­mal ist – aber dieser Bere­ich ist nicht verbindlich. Wenn du ein falsches Spiel ver­mutest, dann tauche tiefer ein

    2. Sie bringen Traffic (Besucher), und Taffic (Besucher) fördern Follow-Links

    Links sind nicht nur für SEO-Zwecke nüt­zlich. Sie treiben auch den Empfehlungs-Traf­fic voran.

    Deshalb sind wir bei Quo­ra so aktiv.

    Falls du noch nie zuvor von Quo­ra gehört hast: es ist eine Frage & Antwort-Web­site, auf der jed­er die Fra­gen beant­worten kann, die andere Leute stellen. Inner­halb dieser Antworten erlaubt Quo­ra Links zu rel­e­van­ten Ressourcen.

    Hier ist eine aktuelle Antwort unser­er Mar­ket­ing Man­agerin Rebekah Bek, in der sie auf den Ahrefs-Blog ver­linkt:

    Da alle aus­ge­hen­den Links auf Quo­ra nofol­low-Links sind, hat dieser Link lei­der keinen direk­ten SEO-Effekt.

    Aber hier ist der inter­es­sante Teil:

    Wenn wir den Back­links-Bericht im Ahrefs Site Explor­er auf ahrefs.com über­prüfen und nur nach “dofollow”-Links fil­tern, sehen wir hier einen der vie­len Back­links:

    Wer­fen wir nun einen genaueren Blick auf die ver­weisende Seite (die Seite, von der der fol­low-Link kommt):

    Der einzige Grund, warum wir diesen Link bekom­men haben, ist, dass der Autor dieses Artikels auf Rebekahs Quo­ra-Antwort gestoßen ist. Mit anderen Worten, der nofol­low-Link führte indi­rekt zu einem fol­low-Link.

    Also denk daran: Damit jemand auf dich ver­linkt, müssen drei Dinge in dieser Rei­hen­folge passieren:

    1. Sie sehen deinen Inhalt
    2. Sie find­en Gefall­en an dem Inhalt
    3. Sie empfehlen ihn anderen (über Links auf ihrer Web­site)

    Da nofol­low-Links bei diesem ersten Schritt helfen kön­nen, sind sie oft ein Katalysator für fol­low-Links.

    3. Sie können dich gegen Google-Strafen schützen

    Manch­mal gibt es berechtigte Gründe, für Links zu bezahlen.

    Wenn eine Web­site viel Traf­fic erhält, kann der Kauf eines gespon­serten Beitrags auf dieser Web­site völ­lig sin­nvoll sein. Und wenn du gutes Geld für einen Beitrag bezahlst, dann wirst du wahrschein­lich einen Back­link hinzufü­gen wollen, damit die Leser deine Web­site leicht find­en kön­nen.

    Das Prob­lem? Google sagt, dass bezahlte fol­low-Links gegen die Web­mas­ter-Richtlin­ien ver­stoßen.

    Was dies bet­rifft, ist die SEO-Gemein­schaft im all­ge­meinen in zwei Lager geteilt:

    1. Zum einen diejeni­gen, die glauben, dass Google bezahlte Links per Algo­rith­mus genau iden­ti­fizieren kann.
    2. Zum anderen jene, die glauben, dass Google bezahlte Links per Algo­rith­mus nicht genau iden­ti­fizieren kann.

    Welch­es Lager recht hat, ist eine Debat­te für einen anderen Tag.

    Fürs Erste nehmen wir an, dass Lager #2 recht hat und dass Google es schw­er hat, alle bezahlten Links zu iden­ti­fizieren. Das bedeutet, dass du sor­g­los und nach Herzenslust Links zu Inhal­ten kaufen und verkaufen kannst. Richtig? Nicht so schnell!

    Google hat ein Tool, dass es jedem ermöglicht, eine Web­site welche Links kauft oder verkauft zu melden.

    Googles Tool um bezahlte Links zu melden.

    Das heißt über­set­zt: Es ist u.U. gar nicht Google, das du fürcht­en soll­test — son­dern deine Mit­be­wer­ber.

    Denke mal darüber nach: Wenn ein Wet­tbe­wer­ber sieht, dass du für sein Ziel-Key­word gut platziert bist und er ein Tool wie Ahrefs’ Site Explor­er ver­wen­det, um sich deine Back­links anzuse­hen, und dann solche Fol­low-Links ent­deckt:

    Beispiel eines bezahlten Links.

    Warum sollte er dich dann nicht melden?

    Wenn dies dann dazu führt, dass das Web­spam-Team von Google einen Blick auf deine Web­site wirft, die bezahlten Links ent­deckt und eine manuelle Strafe ver­hängt, dann ist das ein Konkur­rent weniger, mit dem er in den Suchergeb­nis­sen konkur­ri­eren müssen.

    Das bringt uns geschickt zu:

    Fol­low-Back­links zu besitzen, die gegen die Web­mas­ter-Richtlin­ien von Google ver­stoßen, ist riskant.

    Das Gle­iche gilt für aus­ge­hende Links auf dein­er Web­site, die nofol­low sein soll­ten.

    Aber es geht nicht nur um den Zorn von Google (d.h. Strafen). Es kann auch sein, dass bes­timmte interne Links, die nofol­low sind, deine SEO-Per­for­mance beein­trächti­gen.

    Im Fol­gen­den führen wir einen Schnel­lau­dit durch, um solche Prob­leme zu iden­ti­fizieren und zu beheben.

    1. Suche nach dofollow-Backlinks mit keywordreichen Ankertexten (Link-Texten)

    In den meis­ten Fällen wer­den Men­schen beim Ver­linken auf deine Web­site keinen genau passenden Anker­text ver­wen­den. Deshalb kön­nen Fol­low-Links mit exakt passenden Anker­tex­ten ein Zeichen für die Manip­u­la­tion von Back­links sein.

    Um sie zu find­en, ver­wende den Anker-Bericht im Ahrefs Site Explor­er.

    Site Explor­er > Gebe deine Domain ein > Anchors > dofol­low Fil­ter

    Hier sehen wir, dass die meis­ten Anker­texte dieser Web­site aus Marken-Begrif­f­en beste­hen oder gener­isch (aus Daten­schutz­grün­den aus­ge­blendet) sind, aber es gibt neun­zehn Web­sites (ver­weisende Domains), die mit dem Begriff “Zahlt­ag-Dar­lehen” (pay­day loans) als Anker­text ver­linken.

    Wenn wir auf „Details“ klick­en und dann „Refer­ring Domains“ auswählen, kön­nen wir sehen, welche Web­sites das sind.

    Wenn wir dann auf das Dreieck neben der Back­link-Zahl klick­en, kön­nen wir den Kon­text aller Links jed­er Domain sehen.

    Hier sind einige grobe Richtlin­ien für den Umgang mit den ver­schiede­nen Arten von Links, die du hier find­est:

    • Gekaufte Links von Web­sites mit geringer Qual­ität. Bitte darum, dass der Link ent­fer­nt (vorzugsweise) oder auf nofol­low geset­zt wird. Entkräfte (dis­avow) den Link auf Seit­en- oder Domain-Ebene, wenn die Seit­en­be­treiber das nicht tun.
    • Biogra­phie-Links in Gast-Beiträ­gen. Hast du schon ein­mal key­word-reiche Anker­texte in dein­er Autoren-Biogra­phie in Gast-Beiträ­gen ver­wen­det? Bitte den Ver­ant­wortlichen dieser Web­site, den key­word-reichen Link gegen einen Marken-Link auszu­tauschen. Oder, falls du es vorziehst, den Link-Text zu behal­ten, bitte darum, dass er auf nofol­low geset­zt wird.
    • Wid­get-Links. Ändere das HTML deines Wid­gets so, dass der Link ein nofol­low-Attrib­ut erhält. Und bitte diejeni­gen, die dein Wid­get bere­its einge­bet­tet haben, den Link auf nofol­low zu set­zen.
    • Seit­en­weite Links. Bitte darum, dass der Link auf nofol­low geset­zt oder der Link-Text in einen Markent-Anker­text abgeän­dert wird.

    Beachte, dass exakt passende fol­low-Links nicht immer ein Indiz für qual­i­ta­tiv min­der­w­er­tige oder bezahlte Links sind. Solche Links kön­nen auf natür­lichem Wege und unter legit­i­men Umstän­den auftreten.

    Deshalb soll­test du immer darauf acht­en, Links gründlich zu unter­suchen, bevor du sie ablehnst (dis­avow) oder darum bittest, dass sie auf nofol­low geän­dert wer­den.

    Wenn du das nicht tust, kön­ntest du am Ende mehr Schaden als Nutzen anricht­en

    PRO TIPP

    Für große Web­sites kann es hun­derte oder tausende von ver­schiede­nen Anker­texte im Anchors-Bericht geben. Das Durch­suchen aller dieser Ele­mente kann zeitaufwendig sein.

    Deshalb hier ein schneller Trick, den du benutzen kannst:

    Exportiere zunächst die voll­ständi­ge Liste der fol­gbaren Anker (dofol­low-Links).

    Site Explor­er > geben deine Domain an > Anker > füge den Fil­ter “dofol­low” hinzu > Export > CSV

    Kopiere alle und füge sie in den Ahrefs Key­words Explor­er in Grup­pen von bis zu 10.000 Stück ein.

    Klicke auf Suche, um einen Bericht zu erstellen, und sortiere dann in der CPC-Spalte absteigend von hoch zu niedrig.

    Da Anker mit hohem CPC oft­mals eher Spam­my-Anker sind, sollte dies dazu führen, dass die Spam­my-Anker in der Liste nach oben steigen.

    Suche schließlich nach allen nach Spam ausse­hen­den Ankern im Anchors-Bericht im Site Explor­er und unter­suche diese weit­er.

    2. Suche gesponserte follow-Backlinks

    Back­links von gespon­serten Beiträ­gen soll­ten immer auf nofol­low geset­zt wer­den.

    Das liegt daran, dass du für den Link bezahlst, also sollte er den PageR­ank nicht weit­ergeben.

    Um solche Links zu find­en, suche im Back­links-Bericht für deine Web­site im Ahrefs Site Explor­er nach dem Wort “gespon­sored”.

    Site Explor­er > Back­links > Suche nach “gespon­sored” > Fil­ter für “dofol­low”.

    Nimm Kon­takt mit dem Seit­en­be­treiber auf und bitte darum, dass diese Links auf nofol­low geset­zt wer­den.

    3. Suche nach Keyword-reichen ausgehenden follow-Links auf deiner Website

    Wusstest du, dass Forbes 2017 alle seine aus­ge­hen­den Links auf nofol­low geset­zt hat?

    Dieser Schritt kam, nach­dem sie bemerkt hat­ten, dass einige ihrer Autoren fol­low-Links von ihren Artikeln verkauften. Weil sie sehr viele Autoren haben, entsch­ieden sie, dass es unmöglich war, alle Links auf der Web­site zu über­prüfen. Daher entsch­ieden sie sich für die bequeme Option, alle Links auf nofol­low zu set­zen.

    Warum ist das rel­e­vant?

    Wenn du jemals Gast­beiträge auf dein­er Web­site akzep­tiert oder benutzer­gener­ierte Inhalte hast, kön­ntest du das gle­iche Prob­lem haben.

    Um her­auszufind­en, ob dies der Fall ist, wirf einen Blick auf deine aus­ge­hen­den Anker im Ahrefs Site Explor­er.

    Site Explor­er > gib deine Domain ein > aus­ge­hende Links > Anker > füge den Fil­ter “dofol­low” hinzu

    Halte Auss­chau nach verdächti­gen Wörtern und Phrasen, die du auf dein­er Web­site nicht erwarten würdest. Ent­fer­nen oder set­ze solche auf nofol­low, die manip­u­la­tiv erscheinen (z.B. schlüs­sel­wortre­iche Anker­texte in Gast­beitrags-Biogra­phien, etc.).

    Warum das wichtig ist, erk­lärt Google selb­st am besten:

    Wenn Sie für den Inhalt von Seit­en, auf die Sie von Ihrer Web­site aus ver­linken, nicht bür­gen kön­nen oder wollen — z.B. nicht ver­trauenswürdi­ge Benutzerkom­mentare oder Gäste­buchein­träge — soll­ten Sie diese Links auf nofol­low set­zen. Dies kann Spam­mer davon abhal­ten, auf Ihre Web­site zuzu­greifen, und wird dazu beitra­gen, dass Ihre Web­site nicht verse­hentlich den PageR­ank an schlechte Nach­barschaften im Inter­net weit­ergibt. 
    Siehst du viele Anker?

    Ver­wende den Profi-Tipp aus Schritt #1.

    4. Suche nach gesponserten follow-Links auf deiner Website

    Hast du schon ein­mal einen gespon­serten Beitrag auf dein­er Web­site angenom­men? Hast du darauf geachtet, den Link auf nofol­low zu set­zen?

    Wenn du unsich­er bist, kön­nte es sich lohnen, das zu über­prüfen.

    Um das zu tun, suche in Google nach  site:deinewebsite.com "gesponsorter Beitrag"

    Öffne alle Ergeb­nisse nacheinan­der und suche den gespon­serten Link.

    Wenn du die nofol­low-Chrome Erweiterung instal­liert hast, wer­den alle nofol­low-Links auf der Seite her­vorge­hoben — daher sollte der gespon­serte Link unbe­d­ingt her­vorge­hoben sein. Wenn nicht, dann ist es ein fol­low-Link.

    Schau dir den HTML-Code an, um dies zu bestäti­gen.

    Klicke mit der recht­en Maus­taste auf den Link; klicke auf “Unter­suchen” und suche nach dem rel=“nofollow”-Tag.

    Wenn das Tag nicht vorhan­den ist, dann ist es ein fol­low-Link und du soll­test ein nofol­low-Tag hinzufü­gen.

    5. Suche nach internen nofollow-Links

    Es soll­ten keine inter­nen Links auf nofol­low- geset­zt sein, es sei denn, sie ver­weisen auf unwichtige Seit­en oder Seit­en, die du aus dem Index der Such­maschi­nen auss­chließen möcht­est.

    Um interne nofol­low-Links zu find­en, ver­wende den Bericht Best by Links im Ahrefs Site Explor­er.

    Site Explor­er > gib deine Domain an > Beste nach Links > wech­sel zu Interne > sortiere nach der Spalte “Nofol­low”.

    Siehst du Seit­en mit inter­nen nofol­low-Links, dann klicke auf die Zahl, um zu sehen, woher diese Links kom­men, und unter­suche sie weit­er. Es kann sein, dass diese dur­chaus sin­nvoll sind (z.B. interne nofol­low-Links zu ein­er Login-Seite).

    Wenn es jedoch keinen offen­sichtlichen Grund dafür gibt, dass die Links nofol­low sind, ent­ferne den nofol­low-Tag.

    Das ist hier der Fall. Aus irgen­deinem Grund haben wir einen nofol­low-Link von einem Blog-Beitrag zum anderen.

    PRO TIPP

    Für eine detail­liert­ere Auf­schlüs­selung der inter­nen Prob­leme mit nofol­low-Links auf dein­er Web­site führe einen aktuellen Crawl im Ahrefs Site Audit durch.

    Dadurch erhältst du nicht nur 100%-ig aktuelle Dat­en, son­dern auch einen Hin­weis auf eine Rei­he spez­i­fis­ch­er Aspek­te im Zusam­men­hang mit inter­nen und exter­nen nofol­low-Links

    .

    Beispiel für Prob­leme im Zusam­men­hang mit inter­nen nofol­low-Links in Ahrefs Site Audit. 

    Erfahre in diesem Video, wie du deinen ersten Crawl in Site Audit ein­richt­est:

    https://www.youtube.com/watch?v=LjinWqfGyVE

    Schlusswort

    Nofol­low-Links spie­len eine wichtige Rolle, wenn es um SEO geht.

    Hof­fentlich hat dich dieser Leit­faden erfol­gre­ich mit dem Wis­sen aus­ges­tat­tet, das du benötigst, um nofol­low-Links sin­nvoll einzuset­zen und für dich arbeit­en zu lassen… nicht gegen dich.

    Bevor ich diesen Post abschließe, habe ich noch einen let­zten — wahrschein­lich ganz offen­sichtlichen — Punkt: Wenn du aktiv Links zu dein­er Web­site erstellst, dann ist es sin­nvoll, den Auf­bau von fol­low-Links zu pri­or­isieren. Dies sind diejeni­gen, die den PageR­ank weit­ergeben und einen direk­ten Ein­fluss auf SEO haben.

    Im Site Explor­er ver­fü­gen alle unsere Back­link-bezo­ge­nen Berichte über die Fil­ter “dofol­low” und “nofol­low”.

    Das macht es ein­fach, Pri­or­itäten zu set­zen, wenn du die Back­linkpro­file von Wet­tbe­wer­bern auf replizier­bare Links analysierst oder eine Liste von “Sky­scraper”-Kan­di­dat­en erstellst. Oder was auch immer der Fall sein mag. 

    Hast du noch Fra­gen? Schreib mir in den Kom­mentaren unten oder über Twit­ter.

    Über­set­zt von sehrausch.de: Such­maschi­nen- & Con­ver­sion-Opti­mierung, Online-Mar­ket­ing & Paid-Adver­tis­ing. Pass­ge­nau aus ein­er Hand.

    Shows how many different websites are linking to this piece of content. As a general rule, the more websites link to you, the higher you rank in Google.

    Shows estimated monthly search traffic to this article according to Ahrefs data. The actual search traffic (as reported in Google Analytics) is usually 3-5 times bigger.